20.05.2019

Oberer und unterer Wert Hoch oder niedrig? Was Blutdruck-Werte aussagen

Bluthochdruck tut nicht weh, ist aber sehr gefährlich. Darum sollten Sie ihn immer mal wieder kontrollieren. Welche Blutdruckwerte dabei als normal gelten und wann Sie handeln sollten...

Foto: imago images/Westend61

Bluthochdruck tut nicht weh, ist aber sehr gefährlich. Darum sollten Sie ihn immer mal wieder kontrollieren. Welche Blutdruckwerte dabei als normal gelten und wann Sie handeln sollten...

Blutdruckwerte sind nicht einfach zu verstehen. Lesen Sie, was die Zahlen bedeuten, welche Werte normal sind und wann man unter Bluthochdruck leidet und handeln sollte.

"Sie haben zu hohen Blutdruck." Wenn der Arzt oder die Ärztin das beim Abnehmen des Blutdruckmessgeräts sagt, können die meisten Patienten zunächst wenig damit anfangen. Was die Blutdruckwerte bedeuten, wenn beispielsweise von 160 zu 100 oder 150 zu 95 gesprochen wird, bleibt oft im Unklaren.

Das bedeuten die Blutdruckwerte: Normalwerte, niedriger Blutdruck und Bluthochdruck

Die Werte für normalen Blutdruck und Bluthochdruck (medizinisch Hypertonie) sind genau festgelegt. Die WHO teilt die Blutdruckwerte wie folgt ein:

  • Der optimale Blutdruck sollte systolisch unter 120 mmHg und diastolisch unter 80 mmHg liegen, abgekürzt also <120/80 mmHg.

  • Von niedrigem Blutdruck spricht der Arzt, wenn die Werte < 105/<65 mmHg betragen.

  • Als Normalwerte für den Blutdruck gelten Werte, die über 120/80 mmHg liegen, jedoch nicht über 129/84 mmHg.

  • 130 bis 139 zu 85 bis 89 mmHg gelten als hoher Normalwert.

  • 140 bis 159 zu 90 bis 99 mmHg kennzeichnen leicht erhöhten Blutdruck (Hypertonie Grad 1).

  • 160 bis 179 zu 100 bis 109 mmHg entspricht mittelgradig erhöhtem Blutdruck (Hypertonie Grad 2).

  • Blutdruckwerte von mehr als 180 zu mehr als 110 mmHg (Hypertonie Grad 3) stehen mit schwerem Bluthochdruck in Verbindung.

Doch was heißt das genau? Der höhere, systolische Druck (oberer Messwert) bezeichnet den Druck, mit dem das Herz das Blut in der Auswurfphase aus der linken Herzkammer in die Aorta pumpt. Der zweite Messwert, der niedrigere, diastolische, steht für die Entspannungsphase des Herzens.

Die Maßeinheit mmHg bezeichnet Millimeter auf der Quecksilbersäule, also 1 mmHg ist der Druck, den eine 1 mm hohe Quecksilbersäule ausübt.

Krankheiten, die Ärzte häufig in Deutschland diagnostizieren:

Wie Sie Bluthochdruck senken können

Ständig erhöhter Druck in den Gefäßen kann zahlreiche Krankheiten begünstigen oder sogar verursachen. So ist Bluthochdruck Risikofaktor Nummer eins für Schlaganfall und Herzinfarkt. Hypertonie sollte deshalb auf jeden Fall behandelt werden. Bluthochdruck-Symptome sind leider nicht immer leicht erkennbar, da sich der Patient in der Regel erst einmal topfit fühlt. Hoher Blutdruck ist aber ein schleichendes Leiden.

Neben Medikamenten können aber auch Sie selbst einiges dafür tun, um einen erhöhten Blutdruck dauerhaft zu senken. Achten Sie darauf, dass Sie Übergewicht abbauen, sich regelmäßig ausreichend bewegen und mit dem Rauchen aufhören. Auch Alkohol sollte höchstens in Maßen genossen werden, denn auch er kann den Blutdruck erhöhen. Außerdem ist eine ausgewogene Ernährung ratsam – mit nicht zu viel Salz. Bestimmte Lebensmittel helfen gegen Bluthochdruck, etwa Rote-Bete-Saft.

Bluthochdruck ist weit verbreitet. Rund 20 Millionen Deutsche sind betroffen, schätzt die Deutsche Hochdruckliga. Weil hoher Blutdruck zunächst keine Beschwerden auslöst, wird er oft nur zufällig bei einem Routine-Check entdeckt.

Auch zuhause können Sie Ihren Blutdruck heute mit Messgeräten für den Hausgebrauch beobachten. Dabei sind aber ein paar Dinge zu beachten. Wie Sie Ihren Blutdruck richtig messen und Fehler vermeiden, verraten wir Ihnen.

Und mehr über die gängigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen lesen Sie auf unserer umfangreichen Themenseite.

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