23.06.2016

Obstruktive Lungenerkrankung Kennen Sie die Symptome des Lungenleidens COPD?

Husten nach dem Aufstehen ist eines der Symptome einer COPD.

Foto: © iStock/grinvalds

Husten nach dem Aufstehen ist eines der Symptome einer COPD.

Morgendlicher Husten kann ein Anzeichen der gefährlichen Lungenkrankheit COPD sein. Lesen Sie, welche Alarmsignale es außerdem gibt!

„Das ist doch nur morgens ein bisschen Heiserkeit und Abhusten“, wiegeln viele Betroffene ab, wenn sie immer nach dem Aufstehen husten müssen. In Wirklichkeit ist dieser morgendliche Husten jedoch ein wichtiger Hinweis auf COPD. Die Abkürzung steht für chronisch-obstruktive Lungenerkrankung oder chronisch-obstruktive Bronchitis.

COPD und Lungenemphysem

Bei COPD verschlechtern sich nach und nach die Bronchien- und Lungenfunktion, die Atemnot wird immer größer und ernste Herz-Kreislauferkrankungen folgen. Oft entwickelt sich bei COPD auch ein Lungenemphysem. Das bedeutet, dass die Lunge überbläht ist und ein Sauerstoffmangel eintritt.

COPD ist nicht heilbar. Allerdings lässt sich der Verlauf verzögern und die Lebensqualität länger erhalten, wenn zügig die richtige Therapie einsetzt.

Vier alarmierende Symptome für COPD

Dafür ist es wichtig, die Symptome rechtzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Die wichtigsten Anzeichen, bei denen Sie zum Arzt gehen sollten:

  1. Morgendlicher Husten („Raucherhusten“)

  2. leichte Atemnot bei Belastung, etwa wenn das Treppensteigen mühsamer ist als früher

  3. immer wieder Husten (mit und ohne Auswurf)

  4. häufige Atemwegsinfekte

Diese Anzeichen sind meist typisch für den Beginn einer COPD. Medikamente zum Inhalieren können in diesem Stadium die verengten Bronchien aufdehnen und damit das Fortschreiten der Lungenerkrankung abbremsen.

COPD verringert die Lebenserwartung

Wer an COPD erkrankt ist, muss damit rechnen, durchschnittlich fünf bis sieben Jahre früher zu sterben. Die Zahl der Todesfälle durch die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung hat in den vergangenen Jahren um fast 25 Prozent zugenommen. In Deutschland leiden derzeit etwa zwölf Prozent der Bevölkerung an COPD.

Ursache dieser chronischen Lungenerkrankung ist vor allem das Rauchen. Es zerstört die Flimmerhärchen in den Bronchien und lässt die Atemorgane schneller altern. Das Risiko, eine COPD zu entwickeln, berechnen Ärzte nach der Gesamtzahl der über die Jahre hinweg gerauchten Zigaretten (Packungsjahre oder pack-years). Dabei bedeutet ein Packungsjahr, dass ein Jahr lang täglich eine Schachtel Zigaretten konsumiert wurde. Nach 20 Jahren Rauchen ist das Risiko, COPD zu bekommen, extrem hoch. Schätzungen der WHO gehen davon aus, dass die obstruktive Lungenerkrankung bereits im Jahr 2020 weltweit den dritten Platz der häufigsten Todesursachen belegen wird.

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