17.06.2016

Geschlechtskrankheit Chlamydien – auf diese Symptome sollten Sie achtgeben!

Kondome beugen nicht nur einer HIV-Infektion vor, sondern schützen auch vor Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien.

Foto: © iStock/vadimguzhva

Kondome beugen nicht nur einer HIV-Infektion vor, sondern schützen auch vor Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien.

Die Chlamydieninfektion ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit. Alles über die Symptome bei Frau und Mann.

Chlamydien (genaue Artbezeichnung: Chlamydia trachomatis) sind Bakterien, die vor allem beim ungeschützten Sex übertragen werden. Oft verläuft die Infektion nur mit milden Symptomen oder sogar ganz ohne Anzeichen.

Trotzdem kann eine Chlamydieninfektion einschneidende Spätfolgen haben, vor allem zur Unfruchtbarkeit betroffener Männer und Frauen führen. Denn beim Mann können Chlamydien die Hoden entzünden und ihre Funktion einschränken, bei der Frau die Eileiter verkleben.

Deshalb ist es wichtig, bereits beim geringsten Verdacht zum Arzt zu gehen, um abzuklären, ob eine Chlamydieninfektion vorliegt und falls nötig die entsprechende Behandlung mit Antibiotika einzuleiten. Die ersten Symptome dieser sexuell übertragbaren Erkrankung (STD von englisch "sexually transmitted disease") zeigen sich ein bis drei Wochen nach der Infektion.

Die Symptome von Chlamydien bei der Frau:

  • Juckreiz im Bereich der Scheide

  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen

  • leichter Ausfluss (dünn, gelblich, strenger Geruch)

  • Schwellung und Druckempfindlichkeit der Bartholin-Drüsen am Scheideneingang

  • geschwollene Lymphknoten in der Leiste

  • Unterleibsschmerzen

  • Schmerzen und/oder Blutungen beim Sex (Kontaktblutungen)

  • Zwischenblutungen

Die Symptome von Chlamydien beim Mann:

  • Penisspitze ist gereizt und rot

  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen

  • zähflüssiger Ausfluss aus dem Penis

  • Lymphknotenschwellung in der Leiste

  • Hodenschmerzen

Je nach sexueller Praktik können Chlamydien auch den Anal- und Rachenbereich befallen. Dort führen sie ebenfalls zu Reizung und Entzündung.

Jedes dieser Symptome, auch wenn es nur wenig ausgeprägt ist, sollten Sie vom Arzt abklären lassen, um Spätfolgen zu verhindern.

Chlamydien sind nicht meldepflichtig, es existieren also nur Schätzungen über ihre Verbreitung. Demnach sind zehn Prozent der 17-jährigen Mädchen und 20 Prozent der 20- bis 24-jährigen Frauen (Robert-Koch-Institut) betroffen. Eine Analyse von Chlamydien-Tests im ganzen Bundesgebiet ergab, dass insgesamt rund vier Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer infiziert sind.

Seite

Kommentare