11.05.2016

Krankheiten Schlaganfall: Eine Krankheit des Alters?

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Schlaganfall

Foto: ©iStock/SolStock

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Doch es sind nicht nur alte Menschen betroffen.

Schlaganfall, Herzinfarkt und Bluthochdruck sind Krankheiten, die nur ältere Menschen treffen? Fehlanzeige! In Deutschland erleiden pro Jahr rund 270.000 Betroffene einen Schlaganfall. Vier bis 15 Prozent davon sind sogar unter 50 Jahre alt! Das bedeutet, dass rund 10.000 bis 40.000 junge Menschen betroffen sind.

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Die Ursache

Schlaganfälle entstehen durch Durchblutungsstörungen des Gehirns, die in etwa 80 Prozent der Fälle durch eine Verstopfung von Blutgefäßen verursacht werden. Doch auch Blutungen ins Hirngewebe können ein Grund sein. Überlebt jemand den Schlaganfall, hat er den Rest seines Lebens mit Behinderungen zu kämpfen.

Weil überwiegend noch der Aberglaube herrscht, einen Schlaganfall würden nur alte Leute erleiden, ist die Diagnose bei jungen Menschen oft langwierig. Zwar ist die Symptomatik bei allen Betroffenen gleich, doch bei älteren Menschen wird bei Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen, die ein klares Indiz sind, sofort auf einen Schlaganfall getippt. Bei jüngeren Betroffenen nicht.

Krankheiten, die Ärzte häufig in Deutschland diagnostizieren

Steigendes Risiko im Alter

Das liegt zum Teil daran, dass das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, natürlich mit dem Alter steigt. Der Grund: Mit der Zahl der Lebensjahre nehmen auch die Risikofaktoren zu. Vorhofflimmern, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Übergewicht oder die Folgen jahrzehntelangen Rauchens sind nur einige Probleme, mit denen ältere Menschen häufig zu kämpfen haben.

Selbst starke Kopfschmerzen können ein Anzeichen sein. Bei plötzlich auftretenden körperlichen Beschwerden sollte zur Sicherheit also in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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