19.04.2016

Krebs vorbeugen Vitamin D schützt vor Brust- und Darmkrebs

Vitamin D steckt in einigen Lebensmitteln, etwa in der Avocado. Allerdings ist der Gehalt relativ gering.

Foto: ©iStock/AZarubaika

Vitamin D steckt in einigen Lebensmitteln, etwa in der Avocado. Allerdings ist der Gehalt relativ gering.

Vitamin-D-Mangel könnte das Risiko für Krebs erhöhen – das zeigen Studien. Lesen Sie, wieviel Vitamin D nötig ist, um sich vor Krebs zu schützen.

Zu wenig Vitamin D erhöht die Infektanfälligkeit und schwächt die Knochen. US-Forscher konnten jetzt beweisen, dass Vitamin D noch mehr kann: Ein hoher Vitamin-D-Spiegel scheint demnach vor bestimmten Krebsformen zu schützen.

Forscher der University of California nutzten für ihre Untersuchung die Daten aus mehreren Studien.

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Dabei analysierten sie die Blutwerte von mehr als 2.000 Frauen, die 55 Jahre und älter waren, sowie die Krankheiten, die bei den Probandinnen innerhalb von vier Jahren auftraten.

Vitamin D senkt das Krebsrisiko deutlich

Das Ergebnis: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel stand in enger Verbindung mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebsarten, und zwar

Bei höheren Vitamin-D-Werten sank das Krebsrisiko dagegen um mehr als 60 Prozent. Als günstig erwiesen sich dabei Vitamin-D-Werte ab 40 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter).

Vitamin-D-Mangel vor allem im Winter und Frühling

Allerdings ist bei vielen Menschen vor allem im und nach dem Winter der Vitamin-D-Spiegel zu niedrig. Denn der Körper selbst bildet diesen Vitalstoff nur unter dem Einfluss von UV-Strahlen. Tageslicht ist also die wichtigste Vitamin-D-Quelle. In der sonnenarmen Zeit leiden deshalb viele West- und Nordeuropäer unter Vitamin-D-Mangel.

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Zwar enthalten auch einige Lebensmittel Vitamin D, etwa:

Ihr Vitamin-D-Gehalt ist aber relativ gering und allein über die Nahrung lässt sich der Bedarf daher nicht decken.

Vitamin-D-Test deckt Mangel auf

Wie können Sie feststellen, ob Ihr Vitamin-D-Spiegel zu niedrig ist? Beim Arzt kostet der kleine Bluttest rund 20 Euro. Sie können sich jedoch auch selbst mit einem sogenannten Test-Kit überprüfen. Dabei wird aus der Fingerbeere ein Tröpfchen Blut entnommen und in ein Labor zur Analyse geschickt. Die kleinen Kits gibt es übers Internet, sie kosten rund 30 Euro.

Vitamin-D-Mangel ausgleichen

Jetzt im Frühling können Sie Ihre Vitamin-D-Speicher besonders gut mit einem kleinen Sonnenbad auffüllen. Dazu gehen Sie am besten täglich an die frische Luft und lassen das Licht wirken. Zusätzlich gibt es Vitamin D in Form von Tabletten, um einen bestehenden Mangel auszugleichen.

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Vitamin D richtig dosieren

Allerdings sollten Sie sich bei Vitamin-D-Präparaten an die Einnahme-Empfehlungen halten. Bereits ab Blutwerten von über 125 ng/ml kann es zu Nebenwirkungen kommen, etwa leichter Übelkeit oder einem Blutdruckanstieg. Vitamin-D-Überdosierung mit natürlichen Mitteln ist aber nicht möglich: Lebensmittel enthalten dafür viel zu wenig Cholecalciferol und bei langen Sonnenbädern drosselt der Körper seine Vitamin-D-Produktion.

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