01.04.2016

Herzschwäche Rote Bete stärkt das Herz

Rote Bete tut nicht nur dem Herzen gut, sondern auch der Figur.

Foto: ©iStock/kostman

Rote Bete tut nicht nur dem Herzen gut, sondern auch der Figur.

Ein Glas Rote-Bete-Saft täglich kann das Herz stärken, wie eine amerikanische Studie zeigt. Zusätzlich sinkt der Blutdruck. Alles, was Sie über die Wunderknolle wissen sollten und warum sie auch beim Abnehmen hilft.

Rote Bete enthält eine ganze Reihe von wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, etwa Vitamin A, C, E, Folsäure sowie Magnesium, Kalzium, Phosphor und sehr viel Eisen. Die rote Rübe gilt deshalb vor allem für Frauen als Naturmedizin. Denn Eisenmangel betrifft besonders Frauen, etwa durch eine starke Menstruation oder während der Schwangerschaft.

Rote Bete für gute Blutwerte

Doch in der Knolle steckt vermutlich noch viel mehr. Amerikanische Wissenschaftler haben in einer Studie untersucht, welche Wirkung Rote-Bete-Saft bei Herzschwäche und Bluthochdruck hat. Dazu mussten die 60- bis 75-jährigen Probanden täglich ein Glas Rote-Bete-Saft trinken. Die Kontrollgruppe bekam ebenfalls roten Saft. Allerdings handelte es sich dabei nicht um ein Getränk aus der Rübe, sondern um einen Placebosaft.

Zu Beginn der Studie untersuchten die Ärzte Herzleistung, Blutdruck sowie Blutwerte der Teilnehmer. Dann durften die Männer und Frauen ein Glas Rote-Bete-Saft trinken, danach wurden erneut die Gesundheitswerte festgestellt. Die Werte hatten sich noch nicht geändert.

Nach einer Woche Saftkur steigt Herzleistung und sinkt der Blutdruck

Nun durften die Probanden eine Woche lang täglich ein Glas Rote-Bete-Saft oder den Placebosaft zu sich nehmen. Nach acht Tagen wurden nochmals Herzleistung, Blutdruck und Blutwerte untersucht. Das Ergebnis: Bei denjenigen, die den Rote-Bete-Saft getrunken hatten, war die Herzleistung erheblich besser und der Blutdruck um bis zu 15 mmHg gesunken. Zusätzlich hatte sich die Fließfähigkeit des Blutes verbessert.

Ursache für diese überraschend deutliche Wirkung auf die Gesundheit ist vermutlich anorganisches Nitrat, das Rote Bete in großer Menge enthält. Anorganisches Nitrat, das auch andere Gemüsesorten und grünes Blattgemüse in hoher Konzentration liefern, könnte auch die Erklärung dafür sein, warum Gemüse so gesund ist und das Herz-Gefäß-System nachweislich schützt.

Zwar stand Nitrat lange unter Verdacht, im Körper ungünstig zu wirken. Es werde zu Nitrit und das wiederum in krebserregende Nitrosamine umgearbeitet, so die Annahme. Doch aktuelle Studien geben Hinweise darauf, dass Nitrat aus Obst und Gemüse diese unerwünschten Nebenwirkungen nicht aufweist. Vermutlich ist es die natürliche Kombination aus verschiedenen Vitalstoffen (Antioxidantien) im Gemüse, die den günstigen Effekt von Nitrat unterstützt und den schlechten abbremst.

Rote Bete stärkt die Leber und verbessert die Stimmung

Zu diesem Thema sind noch weitere Studien nötig. Sicher ist jedoch, dass die rote Rübe nicht nur das Herz stärkt und den Blutdruck senkt, sondern auch beim Abnehmen hilft. Rote Bete regt den Stoffwechsel an und Fettpölsterchen werden dadurch schneller abgebaut. Zusätzliche Wirkungen von Rote Bete umfassen:

  • Sie senkt den Homocystein-Spiegel. Homocystein ist eine Aminosäure, die den Gefäßen schadet und damit Herz-Kreislaufkrankheiten begünstigt.
  • Der sekundäre Pflanzenstoff Betanin, der die Knolle so intensiv rot färbt, hellt die Stimmung leicht auf.
  • Betanin verbessert außerdem die Leber- und Gallenfunktion, unterstützt so die Entgiftung.
  • Das Gemüse aktiviert den Darm und regt die Verdauung auf sanfte Weise an.

Einer Sieben-Tage-Frühjahrskur mit Rote-Bete-Saft sollte also nichts im Wege stehen. Probieren Sie es einfach mal aus – zum Abnehmen, Entgiften oder einfach, um sich leistungsfähiger und fröhlicher zu fühlen.

Seite

Kommentare

Kommentare einblenden