Aktualisiert: 30.03.2016 - 13:00

Multitasking ist "schuld" Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer

Ein geringes Schlafdefizit stecken Männer leichter weg als Frauen.

Foto: ©iStock/anandaBGD

Ein geringes Schlafdefizit stecken Männer leichter weg als Frauen.

Frauen haben es schon lange vermutet, nun deutet eine Studie darauf hin, dass sie tatsächlich länger schlafen müssen als Männer. Das weibliche Gehirn braucht länger für die Regeneration.

Jetzt ist es offiziell: Die Frau darf ausschlafen und der Mann sollte ihr danach am besten das Frühstück ans Bett bringen. Denn britische Schlafforscher haben in einer Studie das Schlafbedürfnis von Männern und Frauen untersucht. Dabei stellten sie fest, dass Frauen rund 20 Minuten länger Zeit brauchen, bis sie richtig ausgeschlafen sind. Männer sind dagegen früher fit.

Für ihre Studie analysierten die Experten des Loughborough University Sleep Research-Center im englischen Leicestershire die Daten von 210 Männer und Frauen mittleren Alters. Damit ist die Studie zu klein, um als repräsentativ zu gelten. Doch sie könnte wertvolle Hinweise geben.

In der Untersuchung ging es um die Schlaflänge und wie leistungsfähig das Gehirn nach dem Aufwachen ist. In der Regel schwankt das individuelle Schlafbedürfnis zwischen sieben und neun Stunden. Trotzdem, so zeigte die Studie, brauchen Frauen im Vergleich zu Männern ein Quantum mehr Schlaf.

Frauen reagieren auf Schlafmangel empfindlicher als Männer

Das sollten sie sich auch gönnen. „Zu wenig und schlechter Schlaf hat bei Frauen nämlich schwerwiegendere Folgen als bei Männern – sie sind dadurch mehr gestresst", berichtet Jim Horne, Direktor des Sleep Research-Centers. Männer stecken ein geringes Schlafdefizit dagegen leicht weg.

Doch warum brauchen Frauen mehr Schlaf als Männer? Auch dafür hat der Schlafexperte eine Erklärung: „Das Gehirn von Frauen arbeitet komplexer (…) als das der Männer.“ Die besondere Vernetzung ist vermutlich der Grund dafür, warum Frauen eher multitaskingfähig sind – also mehr Dinge gleichzeitig tun können – als Männer.

Für Multitasking muss das Gehirn mehr leisten

Gerade diese weibliche Fähigkeit ermüdet das Gehirn jedoch schneller und es braucht mehr Zeit, um zu regenerieren. Die 20 Minuten mehr Schlaf sind jedoch nicht nur wichtig, damit das Gehirn leistungsstark bleibt. Früher Studien haben gezeigt, dass Schlafmangel weitere negative Folgen haben kann:

  • Gewichtszunahme
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Herzkrankheiten
  • erhöhtes Suizidrisiko

Diese Gefahren durch Schlafmangel betreffen übrigens nicht nur Frauen, sondern auch Männer, vor allem, wenn sie regelmäßig viel zu wenig Schlaf bekommen.

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