08.04.2016

Acht Warnzeichen Erkältung: Bei diesen Symptomen müssen Sie zum Arzt

Wenn sich zum Schnupfen starke Hals- oder Kopfschmerzen oder "buntes" Sekret gesellen, sollten Sie einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Foto: iStock/Ridofranz

Wenn sich zum Schnupfen starke Hals- oder Kopfschmerzen oder "buntes" Sekret gesellen, sollten Sie einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Bei Erkältung ein paar Tage im Bett bleiben und Husten, Schnupfen, Halsweh auskurieren: Meist klingt der harmlose Infekt durch diese Behandlung schnell ab. Doch nicht immer ist eine Erkältung harmlos. Bestimmte Anzeichen sollten Sie ernst nehmen und mit einem Arzt besprechen.

Typisch Erkältung: Zwei Tage nach der Ansteckung mit den Viren beginnen die Anzeichen mit Halsschmerzen, am nächsten Tag folgen Schnupfen und Kopfschmerzen. Wenn man Pech hat und das Abwehrsystem momentan nicht so gut aufgestellt ist, kommt nach einer Woche auch noch Husten hinzu.

Spätestens nach zwei Wochen ist der Infekt dann wieder abgeklungen. Erkältungen sind meist harmlos und Sie müssen nicht gleich zum Arzt gehen. Durch Heilpflanzen (etwa Lindenblüten, Salbei, Spitzwegerich), Wärme, viel Trinken und Bettruhe heilt der Infekt in aller Regel unproblematisch ab.

Ist das nicht der Fall, drohen allerdings Folgekrankheiten wie eine (chronische) Nebenhöhlenentzündung oder Bronchitis. Manchmal werden auch die Ohren in Mitleidenschaft gezogen. In sehr schweren Fällen und bei fehlender Schonung kommt es zu einer lebensbedrohlichen Herzmuskelentzündung.

Acht Warnsignale bei Erkältung

Um solche teils schwerwiegenden Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie bei folgenden Anzeichen zum Arzt gehen:

  1. Fieber über 39 Grad
  2. Atemnot (oft Anzeichen einer Lungenentzündung oder Asthma, beides kann im Rahmen einer Bronchitis auftreten)
  3. Husten mit „buntem“ Auswurf (gelblich-grüner Auswurf bei bakterieller Bronchitis)
  4. starke Halsschmerzen (Ursache kann eine Seitenstrangangina oder Mandelentzündung sein)
  5. ausgeprägter Schnupfen mit Kopf- und Kieferschmerzen sowie "buntem" Nasensekret, manchmal sind auch die Augen verklebt (Anzeichen einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Stirnhöhlenentzündung)
  6. starke Ohrenschmerzen (Symptom einer Mittelohrentzündung)
  7. extreme Schwäche (deutet darauf hin, dass es sich um eine schwere Grippe und nicht um eine harmlose Erkältung handelt)
  8. Selbstverständlich sollten Sie auch zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten.

Wenn sich Bronchien, Lunge, Mandeln, Mittelohr oder Nasennebenhöhlen in Folge einer Erkältung entzünden, spielen meist Bakterien eine Rolle. Die Erklärung: Die Erkältungsviren haben die Schleimhäute geschwächt. Dann haben Bakterien leichtes Spiel. Sie können sich massiv auf den Schleimhäuten vermehren und sie im schlimmsten Fall schädigen. Meist helfen gegen diese Superinfektion genannte Entzündung nur noch Antibiotika.

Damit sich aus einer harmlosen Erkältung keine Folgekrankheiten entwickeln, sollten Sie Ihrem Körper viel Ruhe gönnen. Nur so steht dem Immunsystem genügend Kraft zur Verfügung, um die Viren zu besiegen. Auch bei einem harmlosen Infekt ist es also besser, drei Tage oder sogar eine Woche zu Hause zu bleiben, als sich krank in die Arbeit zu schleppen und damit Komplikationen zu riskieren – und Kollegen anzustecken.

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