Aktualisiert: 17.09.2020 - 10:03

Wenn Komplikationen auftreten Mit Erkältung zum Arzt? Bei diesen 8 Warnzeichen schon!

Erkältet? Wenn sich zum Schnupfen starke Hals- oder Kopfschmerzen oder "buntes" Sekret gesellen, sollten Sie einen Termin beim Arzt vereinbaren – und sich danach ins Bett begeben!

Foto: iStock.com/georgeclerk

Erkältet? Wenn sich zum Schnupfen starke Hals- oder Kopfschmerzen oder "buntes" Sekret gesellen, sollten Sie einen Termin beim Arzt vereinbaren – und sich danach ins Bett begeben!

Eine Erkältung heilt in aller Regel von selbst aus – wenn wir uns genügend Ruhe geben und Husten, Schnupfen und Halsschmerzen richtig auskurieren. Manchmal schwingt der harmlose Infekt aber um und schwerere Symptome kommen hinzu. Dann wird der grippale Infekt ein Fall für ärztliche Behandlung.

Typisch Erkältung: Rund zwei Tage nach der Ansteckung mit den Viren beginnen die Anzeichen mit Halsschmerzen, am nächsten Tag folgen Schnupfen und Kopfschmerzen. Wenn man Pech hat und das Abwehrsystem momentan nicht so gut aufgestellt ist, kommt auch noch Husten hinzu.

Immerhin: Spätestens nach zwei Wochen ist der Infekt dann in der Regel wieder abgeklungen, meist schon vorher. Erkältungen sind meist harmlos und Sie müssen nicht gleich zum Arzt gehen. Durch Hausmittel wie viel trinken, Wärme, Heilpflanzen wie Lindenblüten, Salbei oder Spitzwegerich und vor allem Bettruhe heilt auch ein starker Infekt in aller Regel unproblematisch ab.

Doch es gibt Situationen, in denen sollten Sie auch mit einer Erkältung zum Arzt gehen. Denn kann der Infekt nicht abheilen, drohen Komplikationen und Folgekrankheiten, etwa eine (chronische) Nebenhöhlenentzündung oder Bronchitis bis hin zur Lungenentzündung. Manchmal werden auch die Ohren in Mitleidenschaft gezogen. In sehr schweren Fällen und bei fehlender Schonung kommt es zu einer lebensbedrohlichen Herzmuskelentzündung.

Bei Erkältung: Wann zum Arzt?
Bei Erkältung: Wann zum Arzt?

Acht Warnsignale bei Erkältung: Bitte ab zum Arzt!

Um solche teils schwerwiegenden Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie bei folgenden Anzeichen zum Arzt gehen:

  1. Fieber über 39 Grad
  2. Atemnot (oft Anzeichen einer Lungenentzündung oder Asthma, beides kann im Rahmen einer Bronchitis auftreten)
  3. Husten mit farbigem Auswurf (gelblich-grüner Auswurf kommt etwa bei bakterieller Bronchitis vor)
  4. starke Halsschmerzen (Ursache kann eine Seitenstrangangina oder Mandelentzündung sein)
  5. ausgeprägter Schnupfen mit Kopf- und Kieferschmerzen sowie farbigem Nasensekret, manchmal sind auch die Augen verklebt (Anzeichen einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Stirnhöhlenentzündung)
  6. starke Ohrenschmerzen (Symptom einer Mittelohrentzündung)
  7. extreme Schwäche (deutet darauf hin, dass es sich um eine schwere Grippe und nicht um eine harmlose Erkältung handelt oder der Körper enorm geschwächt ist)
  8. Selbstverständlich sollten Sie auch zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten.

Zudem kann es sich auch um Anzeichen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 handeln. Auch hier kann es vorkommen, dass nach leichten Anzeichen am Anfang nach einiger Zeit schwere Probleme hinzukommen, etwa Atemnot, der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes und extreme Schwäche. Daher sollten Sie bei Erkältungssymptomen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bitte erst telefonisch kontaktieren, bevor Sie sich ins Wartezimmer setzen.

Die Ursachen für schwere Erkältungen sind vielseitig

Wenn sich Bronchien, Lunge, Mandeln, Mittelohr oder Nasennebenhöhlen in Folge einer Erkältung entzünden, spielen meist Bakterien eine Rolle. Die Erklärung: Die Erkältungsviren haben die Schleimhäute geschwächt. Dann haben Bakterien leichtes Spiel. Sie können sich massiv auf den Schleimhäuten vermehren und sie im schlimmsten Fall schädigen. Oft helfen gegen diese Superinfektion genannte Entzündung nur noch Antibiotika. Über die Schwere der Erkrankung sollten Sie aber auf jeden Fall mit Ärztin oder Arzt sprechen.

Regel Nummer 1: Ausruhen!

Damit sich aus einer harmlosen Erkältung keine Folgekrankheiten entwickeln, insbesondere um sich auch vor einer Herzmuskelentzündung zu schützen, sollten Sie Ihrem Körper viel Ruhe gönnen. Nur so steht dem Immunsystem genügend Kraft zur Verfügung, um die Viren zu besiegen. Auch bei einem harmlosen Infekt ist es also besser, drei Tage oder sogar eine Woche zu Hause zu bleiben, als sich krank auf die Arbeit zu schleppen und damit Komplikationen zu riskieren – und Kollegen anzustecken. Den Satz "ist ja nur eine Erkältung" sollten wir dringendst aus unserem Wortschatz streichen!

Mehr zu den Themen Erkältung und Fieber lesen Sie auf unseren Schwerpunktseiten!

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