09.04.2016

Atopisches Ekzem Neurodermitis – die besten Tipps gegen atopische Dermatitis

Die Haut ist bei Neurodermitis trocken und sehr empfindlich. Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis bedeutet deshalb: viel Feuchtigkeit und keine Reizstoffe wie Parfüm.

Foto: iStock / Topalov

Die Haut ist bei Neurodermitis trocken und sehr empfindlich. Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis bedeutet deshalb: viel Feuchtigkeit und keine Reizstoffe wie Parfüm.

Juckende Ekzeme sind typisch für Neurodermitis. Sie treten in Schüben auf, die etwa durch falsche Hautpflege ausgelöst werden. Lesen Sie, wie Sie Ihre Haut bei Neurodermitis richtig pflegen.

Es gibt viele Namen für Neurodermitis, etwa atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis. Neben Nesselsucht (Nesselsucht: Behandlungstipps und Hausmittel gegen Urtikaria) und Schuppenflechte ist Neurodermitis die häufigste Hautkrankheit, rund vier Millionen Deutsche sind betroffen. Die Erkrankung äußert sich als chronisches Handekzem, befällt Arm- und Kniebeugen, die Leistengegend sowie den Hals und manchmal auch die Augenlider.

Bei einem Neurodermitis-Schub hilft oft nur Kortison

Zwar gibt es zur Behandlung der Schübe – also wenn die juckenden Bläschen und Entzündungen auftreten – wirksame Medikamente. Dazu gehört Kortison. Doch viele Betroffene möchten diese Arzneimittel nicht zu häufig anwenden.

Sinnvoll ist es deshalb, die Anzahl der Schübe möglichst zu reduzieren und ihren Verlauf so gut es geht zu lindern. Wichtig sind dabei zwei Dinge:

  1. Faktoren meiden, die ein Aufflammen der Ekzeme auslösen (Provokation verhindern)

  2. Hautpflege, die auf die trockene und sensible Haut der Neurodermitiker abgestimmt ist.

Schuppenflechte: Es kommt auf die richtige Therapie an

Diese Dinge können einen Neurodermitis-Schub auslösen

  • Gehen Sie Allergenen aus dem Weg. Dazu zählen vor allem Hausstaub, Tierhaare, Pollen und einige Nahrungsmittel. Der Allergietest zeigt, auf welche Reizstoffe Sie allergisch reagieren. Oft tritt Neurodermitis gemeinsam mit allergischem Asthma im Rahmen einer Hausstauballergie auf.

  • Stichwort Ernährung: Zwar gibt es keine Neurodermitis-Diät. Viele Neurodermitiker vertragen jedoch keine Schärfe, also etwa Chili und Pfeffer. Auch Zitrusfrüchte können einen Schub auslösen.

  • Reduzieren Sie Stress und andere seelische Belastungen so weit wie möglich. Unter psychischem Druck produziert der Körper vermehrt Botenstoffe, die Allergie und Juckreiz verstärken. Lernen Sie Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Meditation.

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem, damit Viren und Bakterien keine Chance haben. Jeder Infekt kann das atopische Ekzem verstärken.

  • Tragen Sie am besten Kleidung, die nicht kratzt und einschnürt. Druckstellen und raue Stoffe können Neurodermitis ankurbeln.

  • Achten Sie auf das richtige Raumklima. Trockene Luft und zu hohe Temperaturen reizen die Haut. Wohnräume sollten nicht über 20 Grad warm sein (Schlafräume deutlich kühler) und rund 50 Prozent Luftfeuchtigkeit aufweisen.

Besonders fatal kann sich bei Neurodermitikern aber falsche Hautpflege auswirken. Dazu gehört alles, was die Haut austrocknet oder reizt.

Die richtige Hautpflege bei atopischem Ekzem

  • Pflegen Sie Ihre Haut täglich durch sorgfältiges Eincremen von Kopf bis Fuß, damit sie immer geschmeidig ist. Trockene und schuppige Haut entzündet sich rasch und bei Neurodermitikern führt das zu einem neuen Ausbruch. Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte.

  • Verzichten Sie auf parfumhaltige Pflegemittel. Duftstoffe reizen die Haut.

  • Wählen Sie Cremes mit Harnstoff (Urea). Der natürliche Wirkstoff sorgt dafür, dass die Haut Feuchtigkeit besser halten kann. Das ist vor allem für die trockene Haut bei Neurodermitis wichtig.

  • Duschen Sie nicht täglich, das trocknet die Haut nur zusätzlich aus. Es reicht, zwei- bis dreimal pro Woche – nicht zu heiß – zu duschen. Dabei sollte die Haut nicht länger als zehn Minuten Wasserkontakt haben.

  • Wenn sich Hautstellen bereits entzünden, kann Zinksalbe sinnvoll sein.

  • Heilkräuter wie Aloe vera, Johanniskraut oder Hamamelis haben sich ebenfalls bei atopischer Dermatitis bewährt. Probieren Sie, welche der Salben für Sie am angenehmsten ist.

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