Aktualisiert: 23.08.2021 - 14:20

Transpirationsdüfte vermeiden Körpergeruch? Diese Tricks helfen wirklich gegen Schweiß!

Unangenehmer Schweißgeruch, nicht nur nach dem Sport? Wir verraten Ihnen, woher der Duft kommt und was tatsächlich gegen zu intensiven Körpergeruch hilft.

Foto: ©iStock/mediaphotos

Unangenehmer Schweißgeruch, nicht nur nach dem Sport? Wir verraten Ihnen, woher der Duft kommt und was tatsächlich gegen zu intensiven Körpergeruch hilft.

Körpergeruch kann durchaus angenehm sein und sogar sexuell anziehend wirken. Anders sieht es mit starkem Schweißgeruch aus. Das Gute: Sie können etwas dagegen tun – sogar auf natürliche Weise.

Jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Körperduft – ähnlich wie mit dem Fingerabdruck, den es nur einmal gibt und der zu einem ganz bestimmten Menschen gehört, ist es auch mit der persönlichen Duftnote.

Der Duft gelangt über die Schweißdrüsen an die Oberfläche der Haut. Wenn wir schwitzen, verstärkt sich der Geruch und verändert sich aufgrund von Bakterien, die auf der Haut sitzen. Nicht immer ist das angenehm. Bei uns erfahren Sie alles zum Thema Körpergeruch und außerdem, was tatsächlich gegen Schweißgeruch und starkes Schwitzen hilft.

Schweißgeruch: Unser Körpergeruch kann sich verstärken

Wussten Sie, dass sich unser Duft aus bis zu 300 natürlichen Substanzen zusammensetzt? Der sogenannte chemische oder olfaktorische Fingerabdruck eines Menschen wird durch die Gene, aber auch die Lebensweise und die Gesundheit bestimmt. Auch die Ernährung und bestimmte emotionale Situationen führen zu kleinen Variationen im Körper- und damit auch im Schweißgeruch.

Sie merken schon: Unser Geruch ist nur zu einem gewissen Teil "vorbestimmt" und kann sich nicht nur durch Überdecken verändern lassen, sondern auch durch gewisse Lebensentscheidungen.

Schwitzig: Kommunikation über die Nase

Der Körperduft ist enorm wichtig. Er entscheidet mit darüber, ob uns jemand sympathisch ist oder eher unsympathisch. Das Sprichwort "Ich kann ihn nicht riechen" kommt nicht von ungefähr! Vor allem bei der Partnerwahl spielen die individuellen natürlichen Duftkompositionen von Menschen eine große Rolle.

Empfinden beide den Körperduft des anderen als anziehend und angenehm, passen sie genetisch vermutlich gut zusammen – die Voraussetzung für gesunde, starke Nachkommen.

Bei diesem non-verbalen Informationsaustausch über die Nase sind übrigens Frauen klar im Vorteil – manchmal vielleicht auch im Nachteil: Ihr Geruchssinn ist häufig besser ausgeprägt als der von Männern.

Zahlreiche Studien beschäftigen sich deshalb mit dem Körpergeruch. Sie zeigen Erstaunliches:

  • Frauen finden Männer besonders dann sexy, wenn der Schweiß viel Androsteron enthält. Dieser testosteronähnliche Stoff zieht Frauen offenbar stark an.
  • Bei sexueller Erregung enthält der Schweiß Substanzen, die den Partner ebenfalls erregen. Deshalb wird unter anderem empfohlen, nicht vor dem Sex zu duschen. Es sei denn natürlich, die letzte Körperpflege liegt bereits zu lange zurück und der Geruch "kippt".
  • Während der fruchtbaren Tage verändert sich der Körpergeruch einer Frau minimal. Männer nehmen das wahr und sind dann besonders interessiert und aufmerksam.
  • Babys erkennen sowohl Mutter als auch Vater über den jeweiligen Körpergeruch.
  • Das funktioniert auch andersherum: Mütter können den Körperduft ihres Babys klar von dem der anderen unterscheiden.
  • Der Körpergeruch ändert sich mit dem Alter wahrnehmbar.
  • Auch bei Angst verändert sich unser Körpergeruch. Die bestimmten Duftstoffe, die Angst signalisieren, werden von anderen Menschen klar erkannt und lösen Mitleid aus – oder ebenfalls Angst.
  • Bestimmte Charaktereigenschaften sollen sich am Körpergeruch erkennen lassen, etwa ob jemand extrovertiert, sehr dominant oder eher neurotisch ist.

Bei welchen Krankheiten der Körpergeruch säuerlich oder süßlich wird

Bekannt ist, dass Mundgeruch bei bestimmten Krankheiten typisch ist. Doch auch bestimmte Nuancen im Körpergeruch können Hinweise über den Gesundheitszustand liefern:

  • Süßlicher Körpergeruch kann bei Diabetes entstehen.
  • Säuerlicher Körpergeruch deutet an, dass mit den Nieren etwas nicht stimmen könnte.

Wesentlich besser als Menschen können Hunde mit ihrer feinen Nase Krankheiten "erschnüffeln". In einer Studie identifizierten speziell ausgebildete Vierbeiner Patienten unter den Probanden, die an Krebs erkrankt waren. Zurzeit wird außerdem daran geforscht, ob Hunde das Coronavirus bzw. Covid-19 erschnüffeln können.

Schweißgeruch – wenn Körpergeruch unangenehm wird

Um starken Schweißgeruch wahrzunehmen, braucht es jedoch keine besonders feine Nase. Schweißgeruch ist wesentlich intensiver als der normale, individuelle Körpergeruch.

Der Körper scheidet über die Schweißdrüsen Flüssigkeit aus, um sich abzukühlen. Der unangenehme Geruch bildet sich aber erst, wenn der Schweiß auf der Haut zersetzt wird. Diese Zersetzung geschieht durch Bakterien, die auf der Haut leben. Sie reagieren chemisch mit Substanzen im Schweiß, etwa Fettsäuren – und der typische Schweißgeruch entsteht.

Übrigens: Starkes Schwitzen senkt auch unseren Wasserhaushalt im Körper. Wer zu wenig trinkt, leidet schnell unter einem Flüssigkeitsmangel . Die Folgen: Unwohlsein und die Gefahr zu kollabieren. Warum Sie immer genügend Wasser trinken sollten, erfahren Sie hier.

Knoblauch und Zwiebeln verändern den Schweißgeruch

Eine zusätzliche Ursache von unangenehmem Schweißgeruch ist die Ernährung. Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen. Bei ihrem Abbau werden sie auch über die Haut abgegeben.

Nach Speisen mit viel Knoblauch oder Zwiebeln verströmt die Haut oft noch 48 Stunden später einen speziellen Geruch. Doch auch andere Lebensmittel können den Schweißgeruch verstärken. Das sind etwa:

  • Essig
  • Kohl
  • Pfeffer
  • Rettich
  • Schimmelkäse

Auch Fleischesser verbreiten im Vergleich zu Vegetariern angeblich einen strengeren Schweißgeruch. Allerdings wurde das bisher nur in kleineren Studien untersucht. Wegen der kleinen Anzahl von Probanden sind sie nicht aussagekräftig.

Schweißgeruch mindern? Achseln besser rasieren

Schweißdrüsen, aber auch besonders viele Bakterien befinden sich vor allem an Körperstellen, die besonders faltig sind oder wo viel Haut auf Haut trifft, etwa im Bereich der behaarten Achseln. Wer unter starkem Schweißgeruch leidet, kann versuchen, sich die Achseln zu rasieren.

Dadurch haben Mikroorganismen nicht mehr so viel Oberfläche, um sich anzusiedeln, und der Schweiß riecht nicht mehr so intensiv. Regelmäßiges Waschen ist dennoch angesagt.

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Wichtige Maßnahmen bei Schweißgeruch sind in erster Linie:

  • Waschen Sie sich regelmäßig unter fließendem Wasser.
  • Tragen Sie am besten Kleidung, die Wärme und Schweiß nicht staut, etwa Baumwolle und Leinen.
  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf Lebensmittel, die den Körpergeruch unangenehm verändern.
  • Verwenden Sie ein Deodorant. Produkte mit Aluminium bremsen zusätzlich die Schweißbildung, werden jedoch kritisch gesehen. Die Aluminiumsalze sollen das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen, etwa Brustkrebs und Alzheimer. Das ist allerdings nicht bewiesen, das Bundesinstitut für Risikobewertung etwa machte zuletzt eine klare Ansage: Aluminium im Deo ist weniger schädlich als bisher angenommen. Alternativ gibt es inzwischen aber eine ganze Reihe von aluminiumfreien Deodorants. Die wirken zwar nicht antitranspirant, aber verringern zumindest unangenehme Gerüche.
  • Innerlich lässt sich Schweißgeruch angeblich mit Chlorophyll-Dragees vorbeugen. Der grüne Blattfarbstoff verändert den Zersetzungsprozess von Schweiß auf der Haut so, dass die üblen Gerüche gar nicht erst entstehen.

Aber auch im Haushalt finden sich einige einfache Tipps gegen das Schwitzen. Erfahren Sie hier, welche das sind.

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