06.08.2019

Transpirationsgeruch vermeiden Körpergeruch – was gegen Schweiß tatsächlich hilft

Unangenehmer Körpergeruch geht oft mit Schweiß einher. Wir verraten Ihnen, was tatsächlich gegen Schweißgeruch hilft.

Foto: ©iStock/mediaphotos

Unangenehmer Körpergeruch geht oft mit Schweiß einher. Wir verraten Ihnen, was tatsächlich gegen Schweißgeruch hilft.

Körpergeruch kann durchaus angenehm sein und sogar sexuell anziehend wirken. Anders sieht es mit Schweißgeruch aus. Was Sie dagegen tun können.

Jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Körperduft – ähnlich wie mit dem Fingerabdruck, den es nur einmal gibt und der zu einem ganz bestimmten Menschen gehört, ist es auch mit der persönlichen Duftnote.

Der Duft gelangt über die Schweißdrüsen an die Oberfläche der Haut. Wenn wir schwitzen, verstärkt sich der Geruch und verändert sich – häufig zum Unangenehmen... Bei uns erfahren Sie alles zum Thema Körpergeruch und was tatsächlich gegen Schweiß hilft.

Unser Körper- und Schweißgeruch

Wussten Sie, dass sich unser Duft aus bis zu 300 natürlichen Substanzen zusammensetzt? Der sogenannte chemische oder olfaktorische Fingerabdruck eines Menschen wird durch die Gene, aber auch die Lebensweise und die Gesundheit bestimmt.

Auch die Ernährung und bestimmte emotionale Situationen führen zu kleinen Variationen im Körper- und damit auch im Schweißgeruch.

Schweißgeruch: Kommunikation über die Nase

Der Körperduft entscheidet mit darüber, ob Ihnen jemand sympathisch ist oder eher unsympathisch ("Ich kann ihn nicht riechen"). Vor allem bei der Partnerwahl spielen die individuellen natürlichen Duftkompositionen von Mann und Frau eine große Rolle.

Empfinden beide den Körperduft des anderen als anziehend und angenehm, passen sie genetisch vermutlich gut zusammen – die Voraussetzung für gesunde, starke Nachkommen.

Bei diesem non-verbalem Informationsaustausch über die Nase sind übrigens Frauen klar im Vorteil: Ihr Geruchssinn ist häufig besser ausgeprägt als der von Männern.

Zahlreiche Studien beschäftigen sich deshalb mit dem Körpergeruch. Sie zeigen Erstaunliches:

  • Frauen finden Männer besonders dann sexy, wenn der Schweiß viel Androsteron enthält. Dieser testosteronähnliche Stoff zieht Frauen offenbar stark an.
  • Bei sexueller Erregung enthält der Schweiß Substanzen, die den Partner ebenfalls erregen. Deshalb wird unter anderem empfohlen, nicht vor dem Sex zu duschen.
  • Während der fruchtbaren Tage verändert sich der Körpergeruch einer Frau minimal. Männer nehmen das wahr und sind dann besonders interessiert und aufmerksam.
  • Babys erkennen sowohl Mutter als auch Vater über deren Körpergeruch.
  • Das funktioniert auch andersherum: Mütter können den Körperduft ihres Babys klar von dem der anderen unterscheiden.
  • Der Körpergeruch ändert sich mit dem Alter wahrnehmbar.
  • Auch bei Angst verändert sich unser Körpergeruch. Die bestimmten Duftstoffe, die Angst signalisieren, werden von anderen Menschen klar erkannt und lösen Mitleid aus – oder ebenfalls Angst.
  • Bestimmte Charaktereigenschaften sollen sich am Körpergeruch erkennen lassen, etwa ob jemand extrovertiert, sehr dominant oder eher neurotisch ist.

Bei welchen Krankheiten der Körpergeruch säuerlich oder süßlich wird

Bekannt ist, dass Mundgeruch bei bestimmten Krankheiten typisch ist. Doch auch bestimmte Nuancen im Körpergeruch können Hinweise liefern:

  • Süßlicher Körpergeruch kann bei Diabetes entstehen.
  • Säuerlicher Körpergeruch deutet an, dass mit den Nieren etwas nicht stimmen könnte.

Wesentlich besser als Menschen können Hunde mit ihrer feinen Nase Krankheiten "erschnüffeln". In einer Studie identifizierten speziell ausgebildete Vierbeiner Patienten unter den Probanden, die an Krebs erkrankt waren.

Schweißgeruch – wenn Körpergeruch unangenehm wird

Um starken Schweißgeruch wahrzunehmen, braucht es jedoch keine besonders feine Nase. Schweißgeruch ist wesentlich intensiver als der normale, individuelle Körpergeruch.

Der Körper scheidet über die Schweißdrüsen Flüssigkeit aus, um sich abzukühlen. Der unangenehme Geruch bildet sich meist erst, wenn der Schweiß auf der Haut zersetzt wird. Diese Zersetzung geschieht durch Bakterien, die auf der Haut leben.

Sie reagieren chemisch mit Substanzen im Schweiß, etwa Fettsäuren – und der typische Schweißgeruch entsteht.

Wer zu wenig trinkt, leidet ebenfalls unter einem Flüssigkeitsmangel . Die Folgen: Unwohlsein und die Gefahr zu kollabieren. Warum Sie immer genügend Wasser trinken sollten, erfahren Sie hier.

Achseln besser rasieren

Schweißdrüsen, aber auch besonders viele Bakterien befinden sich vor allem im Bereich der behaarten Achseln. Wer unter starkem Schweißgeruch leidet, sollte sich deshalb die Achseln rasieren.

Dadurch nimmt die Zahl der Mikroorganismen ab und der Schweiß riecht nicht mehr so intensiv.

Knoblauch und Zwiebeln verändern den Schweißgeruch

Eine weitere Ursache von unangenehmen Schweißgeruch ist die Ernährung. Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen. Bei ihrem Abbau werden sie auch über die Haut abgegeben.

Nach Speisen mit viel Knoblauch oder Zwiebel verströmt die Haut oft noch 48 Stunden später einen speziellen Geruch. Doch auch andere Lebensmittel können den Schweißgeruch verstärken. Das sind etwa:

  • Essig
  • Kohl
  • Pfeffer
  • Rettich
  • Schimmelkäse

Auch Fleischesser verbreiten im Vergleich zu Vegetariern angeblich einen strengeren Schweißgeruch. Allerdings wurde das bisher nur in kleineren Studien untersucht. Wegen der kleinen Anzahl von Probanden sind sie nicht aussagekräftig.

Wichtige Maßnahmen bei Schweißgeruch sind in erster Linie:

  • Waschen Sie sich regelmäßig unter fließendem Wasser.
  • Tragen Sie am besten Kleidung, die Wärme und Schweiß nicht staut, etwa Baumwolle und Leinen.
  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf Lebensmittel, die den Körpergeruch unangenehm verändern.
  • Verwenden Sie ein Deodorant. Produkte mit Aluminium bremsen zusätzlich die Schweißbildung, werden jedoch kritisch gesehen. Die Aluminiumsalze sollen das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen, etwa Brustkrebs und Alzheimer. Das ist allerdings nicht bewiesen. Alternativ gibt es inzwischen eine ganze Reihe von aluminiumfreien Deodorants.
  • Innerlich lässt sich Schweißgeruch mit Chlorophyll-Dragees vorbeugen. Der grüne Blattfarbstoff verändert den Zersetzungsprozess von Schweiß auf der Haut so, dass die üblen Gerüche gar nicht erst entstehen.

Aber auch im Haushalt finden sich einige einfache Tipps gegen das Schwitzen. Erfahren Sie hier, welche das sind.

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