07.04.2016

Nicht nur Schmerzen als Symptom Rheuma und Arthritis – achten Sie auf diese Anzeichen

Schmerzen in den Gelenken sind die deutlichsten Anzeichen für Rheuma.

Foto: iStock/Astrid Gast

Schmerzen in den Gelenken sind die deutlichsten Anzeichen für Rheuma.

Rheuma bedeutet nicht nur Gelenkentzündung. Auch Muskeln, Sehnen und anderes Weichteilgewebe können betroffen sein. Welche Symtome typisch sind, zeigt die Checkliste.

Ist es Rheuma? Wer Schmerzen in Muskeln und Gelenken hat, stellt sich diese Frage. Dabei ist Rheuma nur ein Oberbegriff für über 100 verschiedene Krankheiten, darunter

  • Arthrose

  • Arthritis

  • Gicht

  • Weichteilrheuma (Fibromyalgie)

  • Morbus Bechterew (chronische Entzündung der Wirbelsäule)

  • Osteoporose

  • Lyme-Borreliose (durch Zeckenstich)

  • Polymyalgia rheumatica (Entzündung der Blutgefäße, jedoch eher selten)

Die häufigsten rheumatische Erkrankungen sind chronische rheumatoide Arthritis und Arthrose. Die Anzeichen beschränken sich nicht nur auf allgemeine Gelenkprobleme. Es gibt wesentlich differenziertere Alarmsignale, die Sie mit unserer Liste abfragen können.


Elf typische Anzeichen für Rheuma

Wenn Sie auch nur eine der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie zum Arzt gehen, am besten zu einem Rheumatologen.

  1. Tut Ihnen morgens beim Aufwachen alles weh – Muskeln und Gelenke?

  2. Sind Ihre Gelenke morgens steif und wird das nach etwas Bewegung besser?

  3. Betrifft das vor allem Ihre Fingergelenke?

  4. Wachen Sie nachts regelmäßig auf, weil Sie Rückenschmerzen haben im Bereich der Lendenwirbelsäule?

  5. Sind manche Gelenke immer wieder geschwollen, etwa Fingergelenke, Handgelenk, Ellenbogen oder Knie?

  6. Beobachten Sie, dass einige Gelenke sich heiß anfühlen?

  7. Haben Sie Gelenkschmerzen?

  8. Betrifft das auch die Zehengelenke?

  9. Wenn Sie länger gesessen haben und dann gehen: Schmerzen Ihre Knie, die Hüften oder Füße?

  10. Sind Ihre Hände besonders empfindlich gegen Kälte und schmerzen dann gleich?

  11. Haben Sie viel weniger Kraft in den Händen als früher?

Werden diese Symptome beachtet, lässt sich Rheuma möglichst früh behandeln. Jede Form von Rheuma, auch rheumatoide Arthritis und Arthrose, kann mit frühzeitiger Behandlung gelindert werden. Die richtige Therapie verhindert auch in den meisten Fällen schlimme Folgeschäden wie etwa Gelenkzerstörung.


Rheuma bekommen auch Kinder und Jugendliche

Übrigens betreffen rheumatische Erkrankungen nicht nur ältere Menschen. Auch junge Menschen bekommen Rheuma und sollten deshalb auf Symptome achten. Die Rheuma-Liga nennt folgende Zahlen dazu:

  • Pro Jahr erkranken 1500 Kinder neu an entzündlichem Rheuma.

  • Vor allem junge Männer erkranken an Morbus Bechterew.

  • Fibromyalgie betrifft besonders Frauen ab 35 Jahren.

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