11.10.2017

Gegen die Schmerzen anessen Rheuma: 3 goldene Regeln für Ihre Ernährung

Bestimmte Lebensmittel haben einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. So lecker kann die optimale Ernährung bei Rheuma aussehen!

Foto: iStock/Elena_Danileiko

Bestimmte Lebensmittel haben einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. So lecker kann die optimale Ernährung bei Rheuma aussehen!

Die Rheuma-Diät kann zwar nicht von Arthritis und Weichteilrheuma befreien. Aber wer auf bestimmte Lebensmittel setzt, lindert die Beschwerden.

Die schmerzhaften Entzündungen bei chronischer rheumatoider Arthritis entstehen nicht durch eine bestimmte Ernährungsweise. Dennoch kann Ihnen eine angepasste Diät helfen, die Krankheit besser in den Griff zu bekommen. Wir zeigen, worauf Sie dabei achten sollten:

Regel 1: Falls nötig, bitte abnehmen

Die erste Regel für alle, die an einer rheumatischen Erkrankung wie Gelenkentzündung, Arthrose, Weichteilrheuma (Fibromyalgie) oder Gicht leiden und übergewichtig sind: Versuchen Sie, Ihr Gewicht zu reduzieren. Jedes Kilo weniger entlastet die Gelenke an Hüfte, Knien und Füßen. Muskeln und Sehnen profitieren zusätzlich. Und: Bei Gicht sinkt der erhöhte Harnsäurespiegel, wenn Sie mittels ausgewogener Ernährung abnehmen.

>> Rheuma und Arthritis – achten Sie auf diese Anzeichen

Regel 2: Rheuma fördernde Lebensmittel am besten meiden

Daneben spielt bei allen entzündlichen rheumatischen Erkrankungen die sogenannte Arachidonsäure eine wichtige Rolle. Aus dieser natürlichen Säure bildet der Körper Botenstoffe, die die Entzündung fördern.

Zum einen stellt der Körper Arachidonsäure aus Linolsäure, einer Omega-6-Fettsäure, selbst her. Tierisches Fett, aber auch Sonnenblumenöl, Sojaöl und Maiskeimöl enthalten Linolsäure. Zusätzlich gibt es bestimmte Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Arachidonsäure. Dazu zählen:

  • Fleisch

  • Wurst

  • Eier

  • Milch und Milchprodukte mit einem hohen Fettgehalt

  • Schweineschmalz

Ein Schnitzel, das in Sonnenblumenöl gebraten ist, eine Portion Rührei mit Speck oder ein Stück Sahnetorte können also die Gelenkentzündung verstärken. Auf Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Arachidonsäure verzichten Sie daher am besten ganz, sie sollten jedenfalls nicht öfter als zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Regel 3: Gezielt gegen die Entzündung anessen

Auf der anderen Seite gibt es auch Lebensmittel, deren natürliche Inhaltsstoffe einer Entzündung vorbeugen und die Arachidonsäure im Körper binden. So kann sie keinen Schaden mehr anrichten.

Das sind beispielsweise Lebensmittel mit gesunden Omega-3-Fettsäuren. Bekannte Lieferanten dieser wertvollen Fette sind Kaltwasserfische wie Lachs und Makrele, aber auch Algen. Zudem sind manche Pflanzenöle reich an Omega-3-Fettsäuren, darunter:

  • Leinöl

  • Chiaöl

  • Perillaöl

  • Hanföl

  • Rapsöl

  • Walnussöl

Nicht nur die Arachidonsäure, sondern auch Rheuma auslösende Entzündungsstoffe lassen sich mit manchen Nahrungsmitteln abbremsen. Hier helfen frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte, die bestimmte Antioxidantien enthalten. An erster Stelle steht dabei Vitamin E (Tocopherol), das als starkes Antioxidans gilt. Zu seiner Unterstützung sind Vitamin C und das Spurenelement Selen sinnvoll.

Viel Selen enthalten Nüsse, vor allem Paranüsse. Reich an Vitamin E sind:

  • Fische wie Makrele und Lachs

  • Paprika

  • grünes Blattgemüse

  • Avocado

  • Johannisbeeren

  • Vollkornprodukte

Gute Vitamin-C-Lieferanten sind unter anderem:

  • Zitrusfrüchte

  • Paprika

  • Sanddorn

  • Kohl

Diese Lebensmittel können Sie nach Herzenslust und möglichst häufig genießen.

Rheuma-Diät schützt auch das Herz

Manchmal gelingt es mit diesen Ernährungsregeln, die Schmerzen bei Rheuma zu lindern und das Fortschreiten der Gelenkentzündungen zu verlangsamen. So wirksam wie eine medikamentöse Therapie ist die Rheuma-Diät jedoch natürlich nicht. Sie ersetzt also keine Behandlung, sondern kann sie nur ergänzen.

Der vorgeschlagene Speiseplan kommt Ihnen bekannt vor? Stimmt: Er ähnelt der Mittelmeer-Diät. Deshalb tut diese Ernährungsweise neben den Gelenken auch dem Herz-Kreislauf-System gut. Denn Fisch, wertvolle Pflanzenöle, Gemüse und Obst wirken positiv auf die Blutgefäße in Herz und Gehirn.

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