07.04.2016

Zu Tode betrübt Depressionen: Dieser Mini-Test verrät Ihr Risiko

Viele Depressive tun sich morgens schwer, überhaupt aus dem Bett aufzustehen.

Foto: © iStock/stevanovicigor

Viele Depressive tun sich morgens schwer, überhaupt aus dem Bett aufzustehen.

Handelt es sich nur um Traurigkeit oder könnte eine Depression dahinter stecken? Erste Hinweise, wie hoch Ihr Risiko für Depressionen ist, gibt ein Schnelltest mit nur drei Fragen.

Vor allem Frauen kennen das: Phasen im Leben, in denen sie alles zu schwer nehmen, sich Sorgen machen über Dinge, die andere mit „das ist doch überhaupt kein Problem“ abtun. Diese Verstimmung legt sich über das Gemüt und verdunkelt den Alltag. Auch den Angehörigen mag das auffallen. Doch ist das Tief bereits ein Grund, zum Arzt oder Psychologen zu gehen?

Leiden Sie an einer Depression?

Viele fürchten, dann eine lange Befragung auf sich nehmen zu müssen. Und am Ende stellt der Arzt mitunter nur fest, dass Sie etwas sensibel sind und sich einfach mehr Zeit für schöne Dinge nehmen sollten. Experten haben einen Schnelltest aus zwei Fragen zu den Symptomen entwickelt. Damit lässt sich unkompliziert feststellen, ob vermutlich eine Depression vorliegt:

1. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?

2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?

Wer eine Depression hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beide Fragen mit Ja beantworten. Die Fragen wurden von Experten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie anderer Fachgesellschaften in den aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Depressionen festgelegt.

Der kleine Test kann durch eine weitere Frage zu den Symptomen ergänzt werden. Wissenschaftler aus Neuseeland gehen nämlich davon aus, dass nicht nur depressive Menschen die beiden ersten Fragen mit Ja beantworten, sondern auch viele, die nicht depressiv sind. In einer Studie fanden die Experten heraus, dass deshalb eine dritte Frage wichtig wäre:

3. Benötigen Sie deswegen Hilfe?

Die Untersuchung ergab, dass Menschen, die keine Depression haben, hierauf meist mit Nein antworten, solche mit der psychischen Erkrankung jedoch mit Ja. Die Antwort auf diese dritte Frage ist also ein wichtiger Hinweis und macht das Testergebnis aussagekräftiger.

Zum Arzt oder Psychologen sollten Sie jedoch sicherheitshalber bereits dann gehen, wenn Sie die ersten beiden Fragen mit Ja beantworten. Meist erkennt der Experte schon aus der Beschreibung der aktuellen Lebenslage und Stimmung, ob eine Depression vorliegt. Dann können Arzt und Patient gemeinsam den besten Behandlungsplan festlegen. Denn: Depressionen sind heilbar. Mit der ständigen, alles überschattenden Traurigkeit und Mutlosigkeit sollte sich also niemand abfinden.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen