06.04.2016

Diagnose-Methoden Demenz: Ein Test gibt Sicherheit

Sein Gehirn bis ins Alter fordern und Leute treffen: So kann man einer Demenz vorbeugen.

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Sein Gehirn bis ins Alter fordern und Leute treffen: So kann man einer Demenz vorbeugen.

Ist es einfach nur Schusseligkeit oder doch schon Demenz? Für Laien ist das oft schwer zu unterscheiden. Welche Tests der Arzt durchführt und wie Sie Demenz vorbeugen können, erfahren Sie hier.

Für die Diagnose einer Demenz stehen mehrere Tests zur Verfügung. Darunter sind auch körperliche Untersuchungen, um andere Erkrankungen als Ursache auszuschließen, etwa eine Schilddrüsenerkrankung. Funktionsstörungen der Schilddrüse können nämlich in seltenen Fällen auch die Gehirnfunktion beeinträchtigen.

>> Demenz: Wenn die Verstandeskraft nachlässt

Mit CT und Fragetest der Demenz auf der Spur

Meist ist die Schilddrüse jedoch nicht schuld an den Gedächtnisstörungen. Um eine Demenz zu diagnostizieren, sind dann weitere Untersuchungen nötig. Mit Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich Veränderungen im Gehirn feststellen. Besonders wichtig ist die neuropsychologische Untersuchung, etwa mit dem Mini-Mental-State-Test bei Verdacht auf Demenz. Dabei stellt der Psychologe dem Patienten einfache Fragen, etwa zur

  • Orientierung: Es geht um Datum, Wochentag, in welcher Stadt und in welcher Straße Sie sich befinden.

  • Merkfähigkeit: Sie müssen sich drei genannte Gegenstände merken.

  • Rechnen und Buchstabieren: Hier wird die Fähigkeit überprüft, rückwärts zu subtrahieren oder ein Wort von hinten zu buchstabieren.

  • Handlungsteil: Dabei wird getestet, ob Sie eine einfache Anleitung ausführen können – etwa ein Blatt Papier falten.

  • visuell-konstruktorischer Teil: Hier müssen Sie eine kleine Grafik nachzeichnen.

Demenz vorbeugen

Demenz entwickelt sich nicht von gestern auf heute. Die Prozesse im Gehirn starten bereits 20 bis 30 Jahre bevor es zu den ersten auffälligen Symptomen kommt. Deshalb ist es sinnvoll, spätestens ab 40 Jahren gezielt etwas für sein Gehirn zu tun.

Zwar sind die genauen Ursachen der verschiedenen Demenzformen noch nicht vollständig erforscht. Sicher ist jedoch, dass manche Dinge eine Demenzerkrankung begünstigen, wie Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen – demnach alles, was den Gefäßen schadet. Andere Faktoren können das Demenzrisiko hingegen senken:

1. Bewegung: Bleiben Sie körperlich fit, bewegen Sie sich am besten täglich mindestens eine halbe Stunde, am besten an der frischen Luft.

2. Die richtige Ernährung: Ernähren Sie sich bewusst und ausgewogen. Verzichten Sie auf Schweinefleisch und fette Milchprodukte. Essen Sie dafür lieber öfter Fisch, Gemüse und Obst. Es kann sinnvoll sein, zusätzlich auf Vitamin- und Fischölpräparate sowie Ginkgotabletten zurückzugreifen.

3. Gedächtnistraining: Fordern Sie Ihr Gedächtnis. Dabei helfen Hobbys, Denksportaufgaben wie Sudoku oder eine fremde Sprache zu lernen.

4. Soziale Kontakte: Pflegen Sie Ihre sozialen Aktivitäten. Miteinander diskutieren, tanzen, zusammen kochen und reisen, gemeinsam über etwas lachen – kaum etwas anderes ist so wichtig für unser Gehirn und das Gedächtnis wie der direkte Austausch mit anderen Menschen.

Demenz – auf diese Symptome sollten Sie achten

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