23.03.2016

Symptome und Diagnose Brustkrebs: Das sollten Sie über die Frauenkrankheit wissen

Alle an einem Tisch. Es fehlen nur noch die Torten. Von

Foto: © iStock / Stockphoto4u

Unter dem Begriff Brustkrebs sind verschiedene Tumorerkrankungen der Brust zusammengefasst, die ganz unterschiedliche Ursachen haben können.

Ernährung, Lebensweise und genetische Veranlagung spielen bei Brustkrebs ebenso eine Rolle wie das Alter und die Geschlechtshormone. Die Ursachen für Brustkrebs lassen sich also nur schwer verallgemeinern. Sicher ist allerdings, dass bestimmte Risikofaktoren die Entstehung von Brustkrebs begünstigen.

Krebsrisiko-Patienten

Ein erhöhtes Krebsrisiko besteht beispielsweise bei Rauchern, bei hohem Alkoholkonsum und beim Kontakt mit Schadstoffen. Aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel können die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen Brustkrebs und dem weiblichen Hormonhaushalt. So kann ein veränderter Hormonhaushalt ebenso das Krebsrisiko erhöhen wie die Einnahme von Hormonpräparaten, beispielsweise bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Günstig wirken sich hingegen frühe Schwangerschaften und lange Stillzeiten aus.

Oft tritt Brustkrebs genetisch bedingt auf. Frauen, in deren Familie bereits mehrere Brustkrebsfälle bekannt sind, haben ein besonders hohes Erkrankungsrisiko. In diesem Fall ist eine eingehende Beratung und möglicherweise auch ein Gentest empfehlenswert. Der Test kann in vielen Fällen Klarheit darüber schaffen, ob eine auffällige Genveränderung vorliegt.

Anzeichen für Brustkrebs

Nicht immer geht eine Brustkrebserkrankung mit klar erkennbaren Symptomen einher. Grundsätzlich gilt aber: Jede Veränderung der Brust sollte ärztlich untersucht werden. Dazu zählen insbesondere Knoten, Gewebeverhärtungen und ungewöhnliche Absonderungen der Brustwarze. Verändert sich die Brust in Form oder Größe, bilden sich Hautveränderungen oder Schwellungen, kann dies ebenfalls ein Hinweis auf eine Tumorerkrankung sein. Allerdings ist nicht jede Veränderung zwingend auf Brustkrebs zurückzuführen. Eine genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen.

Im Rahmen der Früherkennung wird Frauen geraten, die Brust einmal im Monat selber auf Veränderungen zu kontrollieren. Das Abtasten der Brust hilft zugleich, ein besseres Gefühl für die eigene Brust zu bekommen und aufmerksam gegenüber jeder Auffälligkeit zu werden.

Leben mit der Schockdiagnose

Die Diagnose Brustkrebs zu erhalten, zählt wohl für jede Frau zu den schlimmsten Momenten im Leben. Wie aber geht es nach der Diagnose weiter, und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Eine entscheidende Rolle spielt hierbei, zu welchem Zeitpunkt der Tumor entdeckt wurde. Je früher die Diagnose, desto besser sind in aller Regel auch die Heilungschancen.

Je nach Art und Stadium des Tumors kommen in der Brustkrebs-Therapie unterschiedliche Methoden zur Anwendung. Auch das Alter der Patientin und die Hormonempfindlichkeit des Tumors spielen eine Rolle. In den meisten Fällen erfolgt zunächst eine Operation, in deren Rahmen der Tumor entfernt wird. Ist dies auch durch mehrere Eingriffe nicht möglich, muss in der Regel die ganze Brust entfernt werden.

Ergänzend zur operativen Entfernung ist häufig eine Strahlen- oder Chemotherapie erforderlich. Bei der Strahlentherapie wird die Brust mit hochenergetischen Strahlen behandelt, um verbliebene Krebszellen zu beseitigen. Die Chemotherapie bekämpft die Krebszellen intensiv durch zellteilungshemmende Substanzen, wodurch das Rückfallrisiko erheblich gesenkt werden kann. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Anti-Hormontherapie. Hierbei werden hormonempfindliche Krebsformen durch antihormonelle Präparate bekämpft.

Um den Brustkrebs vollständig und dauerhaft zu bekämpfen, werden meist verschiedene Therapiemaßnahmen kombiniert. Dadurch ist es möglich, abhängig von Alter, medizinischer Vorgeschichte, Art und Stadium des Tumors einen bestmöglichen Heilungserfolg zu erzielen. Eine vollständige Sicherheit gegen Rückfälle gibt es nicht, weshalb eine gründliche und regelmäßige Nachsorge unverzichtbar ist. Die wichtigste Empfehlung, auch zur Vorsorge: Essen Sie gesund und bewegen Sie sich regelmäßig. Durch eine gesunde Lebensweise lassen sich viele Risikofaktoren von vorneherein ausschließen.

Seite

Kommentare