06.04.2016

Orangenhaut bekämpfen Cellulite: Neue medizinische Behandlungen versprechen Hilfe

Mo, 13.08.2018, 14.02 Uhr

Cellulite

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Sie haben gehungert, gepeelt, gecremt und geturnt, doch die unschönen Dellen an Po und Oberschenkeln sind geblieben? Es gibt neue Therapien, um Cellulite zu bekämpfen.

Cellulite ist hartnäckig – und betrifft fast jede Frau: Bis zu 90 Prozent aller Frauen über 20 Jahre haben die Grübchen und Dellen auf der Haut. Vor allem an Bauch, Oberschenkeln und Po treten sie auf, also dort, wo Fettdepots vorhanden sind. Wer deshalb meint, Abnehmen verwandelt unregelmäßige Orangenhaut in ebenmäßige Pfirsichhaut, irrt. Oft glättet sich die Haut dabei nicht, denn die Ursachen von Cellulite sind vielschichtig. Hormone und Bindegewebsaufbau haben unter anderem damit zu tun, aber auch das Rauchen kann eine Rolle spielen.

Cellulite wirksam bekämpfen

Abnehmen garantiert daher nicht, dass Cellulite verschwindet. Ebenso unsicher ist der Erfolg der vielen anderen Methoden, die Cellulite den Kampf ansagen und oft als Wundermittel angepriesen werden. Dazu gehören etwa spezielle Peelings und Cremes, aber auch Massagen und Trainings. Die Methoden sind meist mühsam und langwierig. Doch es gibt einige neuere Ansätze, um Cellulite zu verbessern. Alle setzen dort an, wo die Cellulite entsteht: im Fettgewebe unter der Haut:

>> So bekämpfen Sie Cellulite

Laser-Lipolyse: Die Bezeichnung bedeutet Fettauflösung per Laser. Der Arzt bekämpft Cellulite hier mit einem Speziallaser. Zuerst wird der Bereich, der behandelt werden soll, örtlich betäubt. Danach führt der Arzt über einen kleinen Hautschnitt den Laser ein. Dieser zerstört Fettzellen und strafft das Bindegewebe. Betrifft das nur wenig Fett, baut der Körper die "geschmolzenen" Fettzellen selbst wieder ab. Handelt es sich um größere Mengen, werden sie über einen kleinen Schlauch aus dem Gewebe gleich heraustransportiert. Der ambulante Eingriff dauert mindestens 30 Minuten – je nach Umfang der behandelten Bereiche. Die Kosten belaufen sich auf etwa 900 Euro aufwärts.

Ultraschall-Lipolyse: Der Hautarzt benutzt hier ein Ultraschallgerät, das zur Hautbehandlung entwickelt wurde. Er setzt den Ultraschallkopf auf die Haut. Die hochfrequenten Ultraschallwellen zerstören Fettzellen und regen die Bildung von Kollagen an. Das Gewebe soll damit fester werden und Cellulite verschwinden. Eine Behandlung dauert an die 45 Minuten und kostet etwa 45 Euro pro Sitzung.

Fokussierte Stoßwellentherapie: Dabei wird die Cellulite gezielt mit Druckwellen bekämpft. Die genaue Wirkungsweise ist zwar nicht bekannt. Vermutlich verkleinern die Druckwellen Fettzellen und regen die Lymphdrainage an. In einer Studie hat sich die Methode jedoch als vielversprechend erwiesen. Voraussetzung: Betroffene führen zusätzlich regelmäßig ein bestimmtes Krafttraining durch, das die Muskeln in den entsprechenden Bereichen aufbaut. Der Effekt ist übrigens nicht anhaltend und die Behandlung muss deshalb alle ein bis zwei Jahre wiederholt werden. Die Stoßwellentherapie gegen Cellulite kostet pro Sitzung ab 250 Euro.

Nebenwirkungen sind möglich

Festeres Bindegewebe und damit eine Haut ohne Dellen kann zwar mit keiner der Methoden zu 100 Prozent garantiert werden. Manchmal wirkt die Behandlung jedoch gut und vor allem die Stoßwellentherapie gegen Cellulite könnte in Zukunft die wichtigste Behandlung gegen Orangenhaut werden. Allerdings birgt jede dieser Methoden das Risiko für Nebenwirkungen, etwa blaue Flecke.

Starke Muskeln straffen die Haut

Wer Risiken ausschließen möchte, sollte auf intensiven Sport setzen. Bei klar definierten Muskeln, die sich unter der Haut abzeichnen, hat Cellulite keine Chance. Oder haben Sie jemals eine Leistungssportlerin mit Dellen an den Oberschenkeln gesehen? Auch in Sachen Nebenwirkungen punktet Sport: Sie sind alle positiv – von der Gewichtsabnahme bis zur verbesserten Fitness. Und wer nicht ganz so intensiv Sport treiben kann: Eine gute Möglichkeit, das Bindegewebe zu verbessern und damit Cellulite zu bekämpfen, ist auch Faszientraining (Hier Link zum Artikel Faszientraining). Einfache Übungen, etwa mit der Faszienrolle, machen beweglicher und können das Hautbild verbessern.

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