14.08.2017

Was ist Kalk und wie wird er gefunden? Verkalkungen in der Brust und ihre potentiellen Auswirkungen

Verkalkungen in der Brust lassen sich mittels einer Mammographie diagnostizieren. Die Ablagerungen sind nicht zwingend gefährlich oder bösartig, sollten aber von Spezialisten begutachtet und bewertet werden.

Foto: ©istock/Wavebreakmedia

Verkalkungen in der Brust lassen sich mittels einer Mammographie diagnostizieren. Die Ablagerungen sind nicht zwingend gefährlich oder bösartig, sollten aber von Spezialisten begutachtet und bewertet werden.

Verkalkungen in der Brust sind nicht unbedingt als etwas Böses anzusehen, jedoch können sie Vorboten für ein Oberflächenkarzinom sein. Was Sie wissen sollten!

 

Kalkablagerungen werden mittels einer Mammographie diagnostiziert. Wurde Kalk in der Brust gefunden, müssen weitere Maßnahmen und Diagnostiken durch den Mediziner angegangen werden, um Tumore entweder möglichst frühzeitig zu finden oder sie auszuschließen. Eine alternative Variante dazu existiert nicht. Lesen Sie, wie die Verkalkungen in der Brust erkannt und diagnostiziert werden und wie sie sich behandeln lassen.

Verkalkungen in der Brust erkennen und diagnostizieren

Bei einer Brusterkrankung mit Kalk bringen herkömmliche Untersuchungsvarianten, wie zum Beispiel das Abtasten oder die Sonographie, nicht zwingend Sicherheit oder lassen sogar gar keine Rückschlüsse auf die Verkalkung zu. Daher ist die Mammographie stets das Mittel der Wahl. Auch hier können aufgrund der sehr geringen Größe der Ablagerungen aber unterschiedliche Diagnosen erfolgen.

Die bei der Mammographie erstellten Aufnahmen müssen möglichst scharf sein, um eine genaue Diagnose über die Art der Ablagerung treffen zu können. Oftmals sind die Kalkanteile sogar nur so geringfügig ausgeprägt, dass sie erst mit Hilfe einer Lupe überhaupt sichtbar werden. Die sorgfältige Überprüfung der erstellten Mammographiebilder übernimmt der Röntgenarzt, welcher sich diese in einer stark vergrößerten Variante anschaut.

Viele dieser Ablagerungen sind nicht zwingend bösartig und werden daher als harmlos eingestuft. Kleinere Arterien können beispielsweise schnell etwas verkalken, ebenso wie geringfügige Zysten. Zu Unsicherheiten bei der Diagnostik kommt es erst, wenn sich mehrere dieser kleinen Verkalkungen in Gruppen zusammengetan haben, insbesondere wenn sie jeweils eine unterschiedliche Größe aufweisen. Weil Kalk unter Umständen ein Vorbote für Brustkrebs sein kann, werden nach der Mammographie weitere diagnostische Maßnahmen ergriffen.

>> „Brustkrebspatientinnen werden häufig übertherapiert“

Frauen ist daher angeraten, sich unbedingt eine zweite Meinung einzuholen, idealerweise von einem ausgewiesen Spezialisten. Spezialisten können anhand der Aufnahmen feststellen, ob die Brusterkrankung gutartig ist oder ob eine Gefahr für Krebs besteht. Oftmals werden weitere Mammographieaufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart, um den weiteren Verlauf der Verkalkung zu überprüfen.

Die Behandlung bei einer Brusterkrankung mit Kalk

Früher wurden die meisten Verkalkungen in der Brust sofort operativ behandelt, mittlerweile ist das aber nicht mehr üblich. Führen Ärzte bei verdächtigem Kalk sofort eine Operation durch, kann diesen das sogar als Behandlungsfehler angelastet werden. Die weiteren Schritte sollten bei einer Brusterkrankung mit Kalk genau mit dem behandelnden Mediziner und dem eigenen Frauenarzt abgesprochen werden. Nicht immer entwickeln sich Oberflächenkarzinome sofort zu invasiven Karzinomen. Entscheidend für die weitere Behandlung ist in diesem Fall die Anamnese des Mediziners und die persönlichen Gegebenheiten, beispielsweise die Krebs-Historie in der Familie oder das Alter der Patientin.

In der medizinischen Praxis ist es daher mittlerweile gang und gebe, den Verlauf der Verkalkung abzuwarten und über weitere Mammographien aktiv zu verfolgen. Sofern die Ablagerungen schnell zunehmen und sich kontinuierlich vermehren, wird eine Biographie notwendig, um weitere Erkenntnisse über das Gewebe und die Art der Verkalkung zu gewinnen. Bleibt die Diagnose auch nach der Biographie noch unverändert, können Patienten sich erneut mit ihrem Arzt zusammensetzen, um die weitere Behandlung abzusprechen – eine Operation ist nicht zwingend notwendig, nur weil eine Biographie durchgeführt wurde.

Brustkrebs ist weltweit die häufigste Neuerkrankung für Frauen. Miriam Pielhau, Christina Applegate, Kylie Minogue und viele weitere Stars sind und waren betroffen.

Deutet diese jedoch auf eine ernsthafte Erkrankung beziehungsweise einen Tumor hin, müssen operative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Die im Vorfeld erfolgende Biopsie wird entweder im stereotaktischen Biopsieverfahren oder als stereotaktische Stanzbiopsie durchgeführt. Die Option einer Vakuumbiopsie existiert ebenfalls, sie wird als halboperatives Verfahren aber von einigen Experten kritisiert, da sie eine höhere Belastung für die Patientin darstellt und eine spätere Operation unter Umständen erschweren kann.

Vorgehensweise bei Identifizierung von Krebs

Existiert die Verkalkung in der Brust im Zusammenhang mit Brustkrebs, muss der gesamte Bereich bei einer Operation entfernt werden. Das weitere Vorgehen wird dann mit einem Chirurgen besprochen, unter Umständen kann auch die vollständige Entfernung der Brust notwendig werden.

>> Brustkrebs – erste Symptome erkennen, Heilungschancen nutzen

Siehe auch: Wechseljahre und Krebs

Seite

Kommentare