Aktualisiert: 02.02.2021 - 13:54

Wenn's oben zwickt Rückenschmerzen im oberen Rücken: An diesen Ursachen kann's liegen!

Von

Redaktion

Wenn's im oberen Rücken schmerzt, kann das ganz schön belastend sein. So richtig kommt man da ja auch nicht ran. Welche Ursachen dahinter stecken können und wann ein Arztbesuch ratsam ist:

Foto: Getty Images/fizkes

Wenn's im oberen Rücken schmerzt, kann das ganz schön belastend sein. So richtig kommt man da ja auch nicht ran. Welche Ursachen dahinter stecken können und wann ein Arztbesuch ratsam ist:

Schmerzen im oberen Rückenbereich gehören zu den Volkskrankheiten der westlichen Industrienationen, fast jeder Deutsche leidet irgendwann darunter – in Zeiten des Homeoffice geht geradezu eine Welle der Beschwerden durchs Land. Was sind die Ursachen, und vor allem: Was hilft – und zwar schnell?

Im oberen Rücken treten Schmerzen in Form von unangenehmen Muskelverspannungen relativ häufig auf. So vielfältig wie die Ursachen, so unterschiedlich sind auch die möglichen Therapien. Betroffene können dann beispielsweise den Kopf nicht mehr richtig drehen, oft ziehen die Schmerzen vom Rücken hoch in den Kopf.

Muskelverspannungen im Nacken und Rücken können vorübergehend oder chronisch auftreten. Eine typische Ursache für diese Beschwerden sind Fehlhaltungen beim Sitzen oder auch beim Laufen sowie das Tragen von schweren Lasten.

Was tun gegen Rückenschmerzen
Was tun gegen Rückenschmerzen

Schmerzen im oberen Rücken: einseitige Belastung im Alltag meist Auslöser

Wir wissen es ja eigentlich: Wir sitzen zu viel, bewegen höchstens einmal den Arm, um die Computermaus zu steuern, sitzen am besten auch noch schief an ungeeigneten Arbeitsplätzen – und das über Stunden hinweg. Und wenn wir uns dann mal bewegen, dann vielleicht zum Einkaufen, mit der vollgepackten Tasche auf der einen Seite.

Die Muskulatur kann der einseitigen Belastung im Alltag nicht standhalten und verhärtet. Die Folge sind schmerzhafte Muskelverspannungen, die auch auf Nerven drücken und so zu weiteren Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schwindel führen können. Bei Verspannungen der Muskulatur im Nackenbereich kann häufig der Hals nicht richtig bewegt werden. Sind die Muskeln in der Mitte im Bereich der Schulterblätter betroffen, sind Armbewegungen teilweise schmerzhaft.

Schwerere Ursachen: Schädigungen der Wirbelsäule

Fehlhaltungen können aber auch durch eine verschobene Wirbelsäule, einen Beckenschiefstand oder eine Skoliose entstehen. Die möglichen Ursachen für schmerzhafte Muskelverspannungen sind also vielseitig, sie sollten zunächst durch einen Orthopäden abgeklärt werden, bevor eine geeignete Therapie begonnen werden kann.

Eine weitere mögliche Ursache für Rückenschmerzen im oberen Bereich des Rückens können Erkrankungen der Wirbelsäule sein. Ein Bandscheibenvorfall, verschobene Wirbel und andere Erkrankungen führen zu starken Schmerzen im oberen Rücken. Während Muskelverspannungen mit Hausmitteln wie zum Beispiel Wärme selbst behandelt werden können, sollte bei starken, länger anhaltenden Rückenschmerzen immer ärztlicher Rat eingeholt werden! Insbesondere, wenn Sie Begleiterscheinungen wie Schwindel bemerken, ist ein ärztliches Abklären der Beschwerden unabdingbar!

Diagnose bei Schmerzen im oberen Rücken

Zur Feststellung der Ursachen kommen verschiedene Diagnoseverfahren zum Einsatz. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird zunächst durch Berührung der schmerzenden Muskeln und weitere Untersuchungen die betroffene Partie genauer lokalisieren. Beschreiben Sie so gut wie möglich, wo die Schmerzen auftreten, wann sie auftreten, wie lange sie schon auftauchen. Auch sollten Sie nennen, ob und welche Behandlungen bereits getätigt wurden und ob Begleiterscheinungen auftreten – auch psychische.

In den Fällen, in denen die Muskulatur als Ursache ausgeschlossen werden kann, wird zur Diagnose zunächst eine Röntgenaufnahme gemacht. Im Röntgenbild lassen sich einige Wirbelsäulenerkrankungen wie zum Beispiel eine Skoliose oder ein verschobener Wirbel erkennen. Bei einem Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall oder eine andere Erkrankung der Wirbelsäule wird zusätzlich eine MRT-Aufnahme gemacht. In manchen Fällen wird auch das Blut auf Entzündungen untersucht. Je nach Begleiterkrankungen kommen auch andere, individuelle Diagnosemethoden zum Einsatz.

So werden Rückenschmerzen im oberen Bereich therapiert

Die Therapie richtet sich nach der Diagnose bzw. nach der Ursache der Rückenschmerzen. Es gibt viele unterschiedliche Therapiearten, die sich bei Rückenschmerzen bewährt haben. Solange keine schwerwiegenden Ursachen zugrunde liegen, können Patienten vieles zu Hause selbst machen. Dazu gehören Wärmeanwendungen und natürlich Bewegung.

Therapie bei Muskelverspannungen

Ist die Ursache der Rückenschmerzen eine verspannte Muskulatur, helfen Wärmeanwendungen und Massagen. Bestrahlungen beim Physiotherapeuten können die Muskulatur ganz gezielt lockern. Massagen sollten bei starken Rückenschmerzen immer von ausgebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden. Bei leichten Muskelverspannungen kann auch eine sanfte Massage durch den Partner hilfreich sein. Für die Heimanwendung stehen verschiedene Hilfsmittel wie Massageroller, elektrische Massagegeräte oder spezielle Gummibälle zur Verfügung.

Ein warmes Bad, eine Wärmeflasche oder auch eine durchblutungsfördernde Salbe mit Chiliextrakt können die verspannte Muskulatur lockern.

Langfristig hilft allerdings regelmäßige Bewegung, um Rückenschmerzen durch Muskelverspannungen zu vermeiden.

Krankengymnastik

Krankengymnastik wird häufig bei Rückenschmerzen verschrieben, denn eine starke Muskulatur kann die Wirbelsäule optimal stützen und entlasten. Muskelverspannungen treten seltener auf, wenn die Muskulatur regelmäßig trainiert wird. Im Rahmen einer therapeutischen Krankengymnastik lernt der Patient verschiedene Gymnastikübungen, die er dann anschließend zu Hause regelmäßig durchführen kann.

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Manuelle Therapie

Unter dem Begriff "manuelle Therapie" werden verschiedene therapeutische Maßnahmen durch einen Physiotherapeuten zusammengefasst. Durch Massage, Dehnen und Strecken der Muskulatur werden schmerzhafte Muskelverspannungen gelöst. Zusätzlich werden Haltungsübungen und krankengymnastische Übungen gemacht, die der Patient später selbst zu Hause durchführen kann.

Weitere therapeutische Möglichkeiten

Bei akuten, starken Schmerzen verschreibt der Arzt Schmerzmittel wie beispielsweise Diclofenac. Schmerzmittel werden entweder gespritzt, oral eingenommen oder als Salbe auf die schmerzenden Bereiche aufgetragen.

Bei Erkrankungen der Wirbelsäule, die sich durch physiotherapeutische Verfahren nicht beheben lassen, kann eine Operation möglicherweise helfen. Operative Eingriffe am oberen Rücken sind jedoch stets die letzte Möglichkeit, wenn andere Maßnahmen nicht mehr helfen.

Rückenschmerzen vorbeugen: Diese Tricks helfen

Eine falsche Haltung beispielsweise am Arbeitsplatz kann durch einfache Maßnahmen wie die richtige Anpassung des Bürostuhls beseitigt werden. Doch nicht nur die falsche Haltung, sondern auch einseitige Belastungen durch zu langes Sitzen verursachen Schmerzen. Denn die menschliche Wirbelsäule ist für sitzende Tätigkeiten eigentlich nicht gemacht. Selbst mit den besten Bürostühlen kommt es bei längerem Sitzen zu Rückenschmerzen.

Der beste Tipp daher: Stehen Sie regelmäßig auf. Perfekt wäre ein Arbeitsplatz an einem Stehtisch, zu dem Sie immer mal wechseln können. Doch es tut auch ungemein gut, alle halbe Stunde bis Stunde einmal für fünf Minuten durch die Wohnung zu laufen. Telefonieren Sie beispielsweise viel? Dann nutzen Sie diese Zeit doch, um sich etwas zu bewegen.

Zur Mitte des Tages sollten Sie dann aber wirklich Bewegung in den Tag einbauen. Zeit für einen kurzen Spaziergang etwa – so, wie Sie es im Büro möglicherweise auch tun würden. Dann haben Schmerzen im oberen Rücken auf Dauer keine Chance mehr.

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Rückenleiden können vielfältige Ursachen haben. Mehr zum Thema Rückenschmerzen, etwa auch Hilfe, wenn die Schmerzen eher im unteren Rücken auftreten oder was genau das Facettensyndrom mit Rückenschmerzen zu tun hat , finden Sie auf unserer Themenseite.

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