15.04.2016

Viele Gründe Magenschmerzen – Ursachen und ab wann Sie zum Arzt sollten

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Mit Magenschmerzen ist nicht zu spaßen. Viele Gründe können sie haben – zum Glück aber auch viele Behandlungsmöglichkeiten.

Foto: ©istock/energyy

Mit Magenschmerzen ist nicht zu spaßen. Viele Gründe können sie haben – zum Glück aber auch viele Behandlungsmöglichkeiten.

Ob fettes Essen, Allergien oder Stress, der sich sprichwörtlich auf den Magen schlägt: Wenn es im Oberbauch drückt oder krampft, tut das weh.

Unter Magenschmerzen werden verschiedene Beschwerden im oberen Bauchbereich zusammengefasst, die häufig zusammen mit anderen Symptomen wie Übelkeit, Sodbrennen oder Blähungen auftreten. Nicht immer steckt auch tatsächlich eine Erkrankung des Magens dahinter. Das kann verschiedene Ursachen haben - meistens sind sie zum Glück harmlos. Erfahren Sie, wie es zu den lästigen Beschwerden kommt und was sich dagegen tun lässt.

Manchmal können andere Organe wie der Darm, die Bauchspeicheldrüse, die Leber oder das Herz zu Schmerzen in der Magengegend führen. In den meisten Fällen sind die Beschwerden vorübergehend und auf reichliche Mahlzeiten, übermäßigen Genussmittelkonsum oder psychische Belastungen zurückzuführen. Seltener stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter, die eine medizinische Behandlung erfordern: Dazu zählen beispielsweise Magengeschwüre, Gastritis oder Magenkrebs.

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Mit starken Magenschmerzen immer zum Arzt

Heftige Magenschmerzen sollten Sie immer ärztlich abklären lassen. Das gilt ganz besonders dann, wenn weitere Symptome wie Fieber, starkes Erbrechen und blutige Durchfälle hinzukommen. Es kann sich in solchen Fällen beispielsweise um eine Lebensmittelvergiftung, einen Darmverschluss oder eine akute Bauchfellentzündung handeln. Auch ein Herzinfarkt kann sich durch heftige Schmerzen im Oberbauch äußern.

Zum Glück sind solche schweren Erkrankungen jedoch selten. Häufiger ist ein harmloser Magen-Darm-Infekt die Ursache für akute - und manchmal durchaus heftige - Beschwerden. Diese Infekte werden durch bestimmte Bakterien verursacht und sind zwar sehr unangenehm, für ansonsten gesunde Menschen jedoch nicht weiter gefährlich.

Hinter chronischen Magenschmerzen können sich verschiedene Grunderkrankungen verbergen. Treten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf und sind sie nicht mit erkennbaren Ursachen wie schweren Mahlzeiten in Verbindung zu bringen, dann sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

In manchen Fällen handelt es sich um Nahrungsmittelunverträglichkeiten, etwa um eine Laktose- oder Gluten-Unverträglichkeit. Auch Magengeschwüre, eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) oder Magenkrebs verlaufen häufig schleichend und verursachen zu Beginn oft nur geringe Beschwerden. Eine rechtzeitige Diagnose ist jedoch wichtig, denn je früher derartige Erkrankungen erkannt werden, desto leichter sind sie zu behandeln.

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Schmerzen sind ein Warnzeichen

Wiederkehrende Magenschmerzen sollten Sie daher keinesfalls ignorieren. Selbst wenn keine bedrohlichen Erkrankungen dahinter stecken, sind solche Beschwerden häufig ein Hinweis darauf, dass Ihre Ernährungsgewohnheiten oder Ihr Lebensstil Ihrem Körper nicht gut tun. Wichtig ist nämlich Folgendes: Der Magen produziert Salzsäure, um die Nahrungsbestandteile aufzuspalten und verschiedene Bakterien unschädlich zu machen. Um sich selbst vor dieser aggressiven Säure zu schützen, besitzt der gesunde Magen eine robuste Magenschleimhaut.

Durch Stress, Genussmittel wie Alkohol und Nikotin oder bestimmte Medikamente kann der Magen jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. Er produziert dann zu viel Säure, die nach und nach die Magenschleimhaut unspezifische Beschwerden wie Völlegefühl oder Sodbrennen äußert, kann in späteren Stadien beispielsweise zu Magengeschwüren oder Gastritis führen.

Wie Sie Magenbeschwerden vorbeugen

Nicht nur schlechte Ernährung oder Alkohol, sondern auch ein praller Terminkalender und privater Stress können sich buchstäblich auf den Magen schlagen. Der Körper schüttet in Belastungssituationen vermehrt Stresshormone aus, die unter anderem zu Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit oder Sodbrennen führen.

Ein ausgewogener Lebensstil mit ausreichend Bewegung und Erholungsphasen beugt daher ebenso Magenbeschwerden vor wie gesunde, regelmäßige Mahlzeiten, die in stressarmer Atmosphäre eingenommen werden. Hören Sie auf Ihren Körper: Während manche Frauen auf reichlich Fett oder scharfe Gewürze empfindlich reagieren, treten bei anderen eher nach Milchprodukten oder rohem Obst Beschwerden auf.

Bei akuten Magenschmerzen können eine Wärmeflasche, ein heißes Bad oder ein beruhigender Kamillen- oder Fencheltee Abhilfe schaffen. Ein weiteres wirksames Hausmittel sind Leinsamen: Die darin enthaltenen Schleimstoffe legen sich schützend auf die Magenwand und lindern so Übersäuerung und leichte Entzündungen.

Magenschleimhautentzündung: Diese Ernährung tut bei Gastritis gut

Auch Verstopfung ist schmerzhaft. Infos dazu gibt's auf unserer Themenseite.

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