14.04.2016

Viele Ursachen Bauchschmerzen - Ursachen und was dagegen hilft

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Foto: ©istock champja

Fast jede Frau kennt das unangenehme Gefühl, wenn es im Bauch zieht, drückt oder sticht. Die Suche nach den Ursachen gestaltet sich nicht leicht.

Bauchbeschwerden sind ebenso unangenehm wie vielfältig. Sie können von unterschiedlichsten Erkrankungen des Verdauungstrakts, der Harnblase, Niere, Gebärmutter oder den Eierstöcken hervorgerufen werden, außerdem strahlen Beschwerden in anderen Organen wie Herz oder Wirbelsäule manchmal in die Bauchregion ab. Darüber hinaus können Bauchschmerzen Ausdruck einer psychischen Belastung sein. Zum Glück stecken nur selten ernsthafte Erkrankungen dahinter, wenn es im Bauchbereich drückt und zieht. Trotzdem sollten Sie den unangenehmen Beschwerden auf den Grund gehen, besonders wenn sie wiederkehrend auftreten. Von einer vorübergehenden Magenverstimmung über Regelbeschwerden bis hin zur akuten Blinddarmentzündung kann sich vieles hinter Bauchschmerzen verbergen. Lesen Sie hier, wann Sie zum Arzt gehen sollten und wie Sie leichtere Beschwerden in den Griff bekommen

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Treten Bauchschmerzen plötzlich und sehr intensiv auf, sollten Sie unverzüglich einen Arzt konsultieren. Das gilt besonders, wenn weitere Symptome wie hohes Fieber, heftiges Erbrechen oder Durchfälle, Blut im Stuhl oder zusätzliche starke Schmerzen in der Brustregion hinzukommen. Auch wenn mäßig starke Schmerzen über Tage hinweg anhalten und nicht besser werden, ist es besser, den Arzt aufzusuchen.

Es können Erkrankungen dahinter stecken, die ein sofortiges medizinisches Eingreifen erfordern, wie etwa eine Blinddarmentzündung, ein Darmverschluss oder eine Lebensmittelvergiftung. In manchen Fällen sind es jedoch harmlose Ursachen, die zu heftigen Schmerzen führen, wie etwa Darmkrämpfe.

Meistens geben der genaue Ort der Schmerzen und die begleitenden Symptome einen ersten Hinweis auf die Ursache. Bei starken Schmerzen in der Nabelgegend und zusätzlich hohem Fieber wird der Arzt zunächst an eine Blinddarmentzündung denken, bei kolikartigen Schmerzen im gesamten Bauchbereich und ausbleibendem Stuhlgang könnte beispielsweise ein Darmverschluss dahinterstecken. Schmerzen beim Wasserlassen können auf eine Blasen- oder Nierenbeckenentzündung hindeuten.

Wie Sie eine Blinddarmentzündung erkennen:

Blinddarmentzündung erkennen

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Auch leichte oder mäßige, jedoch wiederkehrende Beschwerden sind ein Grund, den Arzt zu konsultieren. Chronische Bauchschmerzen können beispielsweise auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder entzündliche Darmerkrankungen wie Gastritis oder Morbus Crohn zurückzuführen sein. Eine exakte Diagnose ist wichtig, um eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten. Möglicherweise wird der Hausarzt Sie zur Abklärung an einen Gastroenterologen, Urologen oder auch an den Frauenarzt überweisen.

Oft stecken harmlose Ursachen dahinter

Viel häufiger als ernsthafte Erkrankungen treten jedoch funktionelle Beschwerden im Verdauungstrakt auf. Von funktionellen Beschwerden spricht man, wenn keine organischen Schäden nachzuweisen sind. Diese Beschwerden sind um nichts weniger unangenehm, werden aber zum Glück nicht durch gefährliche Erkrankungen verursacht. Verbreitet ist beispielsweise das Reizdarmsyndrom. Dabei treten wiederkehrend Schmerzen in der Bauchregion auf, häufig in Verbindung mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.

Manche Betroffene reagieren empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel wie etwa Fett, Milchprodukte oder große Mengen Obst und Gemüse, bei anderen verstärken sich die Beschwerden bei beruflichem oder privaten Stress. Neben einer individuellen Ursachensuche ist es wichtig, für einen ausgeglichenen Lebensstil mit genügend Schlaf, Erholung und Bewegung zu sorgen sowie Genussmittel wie Kaffee und Alkohol möglichst zu reduzieren.

Die besten Hausmittel bei Bauchschmerzen

Gelegentliche leichtere Bauchschmerzen sind in der Regel harmlos. Häufig treten sie nach reichlichen Mahlzeiten, bei Stress oder während der Menstruation auf. Je nach Art der Beschwerden können verschiedene Maßnahmen Linderung verschaffen.

Oft helfen bereits eine Wärmeflasche, ein Kirschkernkissen oder ein heißes Bad: Wärme fördert die Durchblutung des Gewebes und kann dadurch die verspannte Muskulatur entkrampfen. Auch verschiedene Teesorten besitzen eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm. Dazu zählen beispielsweise Fencheltee, Pfefferminztee oder Kamillentee.

Generell gilt: Hören Sie auf Ihr "Bauchgefühl"! Schmerzen sind häufig ein Hinweis Ihres Körpers, dass Ihnen bestimmte Nahrungsmittel nicht gut tun oder dass Sie Stress und Belastungssituationen in Ihrem Leben reduzieren sollten.

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