07.04.2016 - 14:40

So schützen Sie Ihre Knochen Gefährlicher Knochenschwund: Osteoporose betrifft vor allem Frauen

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Foto: ©istock/maria_esau

Osteoporose (Knochenschwund) tritt gehäuft bei Frauen nach der Menopause auf. Anfangs verläuft die Erkrankung vielfach noch unbemerkt...

Unsere Knochenstruktur unterliegt einem lebenslangen Wandel. Etwa bis zum 35. Lebensjahr wird Knochenmasse aufgebaut, danach überwiegen die Abbauprozesse. Osteoporose ist daher eine Erkrankung, die üblicherweise erst in späteren Lebensphasen auftritt. Sie kann später zu schmerzhaften Knochenbrüchen führen. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend körperliche Aktivität beugen dem gefährlichen Knochenabbau vor. Lesen Sie hier, was Sie konkret tun können, um starke und gesunde Knochen bis ins hohe Alter zu bewahren.

Bei Frauen kommen zwei Faktoren zusammen, die das Risiko erhöhen: Zum einen haben Frauen von Natur aus eine geringere Knochendichte als Männer. Zum anderen trägt das Absinken des Östrogenspiegels beim Eintritt in die Wechseljahre dazu bei, dass vermehrt Knochensubstanz abgebaut wird. Experten schätzen, dass etwa 30 Prozent aller Frauen über 50 unter Osteoporose leiden.

In der Regel verläuft Osteoporose anfangs unbemerkt und verursacht keine Schmerzen. Erst in späteren Stadien führt die abnehmende Knochendichte dazu, dass die Knochen sehr anfällig für Frakturen (Brüche) werden. Schon geringste Belastungen können dann Brüche auslösen, manchmal reicht ein Stolpern. Auch Wirbelkörpereinbrüche treten häufig auf, sie führen zuerst zu akuten und später zu chronischen Schmerzen.

Der sogenannte "Witwenbuckel" vieler älterer Menschen ist eine charakteristische Folge von Osteoporose. Leider lässt sich bereits abgebaute Knochensubstanz nicht wiederherstellen, man kann nur versuchen, weiteren Knochenschwund zu verhindern oder zu verlangsamen. Die Prävention von Osteoporose stellt eine lebenslange Aufgabe dar, und Sie sollten daher bereits in jungen Jahren auf einen entsprechenden Lebensstil achten.

Kalzium und Vitamin D für starke Knochen

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit unserer Knochen. Zwei Nahrungsbestandteile spielen im Zusammenhang mit Osteoporose eine entscheidende Rolle: Kalzium und Vitamin D. Kalzium ist ein wichtiger Knochenbestandteil und muss über die Ernährung in ausreichender Menge zugeführt werden - empfohlen werden ca. 1000 mg pro Tag. Reich an Kalzium sind alle Milchprodukte, aber auch bestimmte Gemüsesorten wie Brokkoli oder Fenchel.

Vitamin D wiederum trägt dazu bei, Kalzium aus dem Darm aufzunehmen und in die Knochen einzulagern. Der Körper kann dieses fettlösliche Vitamin unter Einfluss von Sonnenstrahlung selbst herstellen, bezieht es aber auch aus der Nahrung. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Versorgung mit Vitamin D in Mitteleuropa häufig unzureichend ist. Achten Sie daher darauf, regelmäßig Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, wie etwa Hering, Lachs, Makrele, Eier oder Milch. Tägliche Aufenthalte im Freien unterstützen die körpereigene Synthese des Vitamins. Sollte es Ihnen schwerfallen, eine ausgewogene Ernährung umzusetzen, kann Kalzium und Vitamin D auch über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Warum regelmäßige Bewegung so wichtig ist

Neben ausgewogener Ernährung ist auch körperliche Aktivität von großer Bedeutung, um einer Osteoporose vorzubeugen. Muskulatur und Knochen üben einen wechselseitigen Einfluss aufeinander aus: Werden die Muskeln aktiviert, dann regen sie die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) dazu an, neue Knochenmasse zu produzieren. Dazu bedarf es allerdings einer gewissen Intensität. Spazierengehen oder gemütliches Radfahren ist zwar für das Herz-Kreislauf-System gesund, trägt aber wenig zum Erhalt der Knochenmasse bei. Besser ist gezieltes Muskelaufbautraining oder dynamische Sportarten wie Aerobic oder Tanzen.

Wie man Osteoporose behandelt

Anhand einer Knochendichtemessung kann der Arzt feststellen, wie es um Ihre Knochensubstanz bestellt ist. Sollte bereits ein Knochenschwund eingetreten sein, dann wird er eventuell bestimmte Medikamente verschreiben, die den Knochenabbau hemmen. Eine ausgewogene Ernährung ist auch bei bestehender Osteoporose von großer Bedeutung. In fortgeschrittenen Stadien können Schmerzmittel zum Einsatz kommen, besonders wichtig ist es auch, Stürzen vorzubeugen. Wer schon in jungen Jahren auf einen gesunden Lebensstil achtet, hat jedoch gute Chancen, dass es erst gar nicht so weit kommt.

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