05.04.2016

Chronisches Atemwegsleiden Asthma – trockener Husten kann ein Anzeichen sein

Andauernder Reizhusten kann auf Asthma bronchiale hindeuten.

Foto: ©iStock/hoozone/gilsmith.com

Andauernder Reizhusten kann auf Asthma bronchiale hindeuten.

Asthma ist eine heimliche Volkskrankheit, die immer mehr Menschen betrifft. Bei Kindern ist Asthma bereits die häufigste chronische Krankheit.

Mit dem Thema Volkskrankheiten bringt man meist Bluthochdruck oder Diabetes in Verbindung. Noch wenig bekannt ist, dass auch Asthma inzwischen zu den häufigsten Krankheiten zählt. Rund fünf Prozent der Erwachsenen sind betroffen sowie jedes zehnte Kind. Über die Ursachen für die Zunahme von Asthma diskutieren Experten noch. Fest steht, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Kinder wachsen mit immer weniger natürlichen Keimen auf, wie sie etwa auf einem Bauernhof ganz normal sind.
  • Im Gegenzug steigt die Belastung der Atemluft mit Schadstoffen aus den Abgasen der Autos und der Industrie.

Asthma – was ist das?

Die Bezeichnung Asthma stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Beklemmung“. Asthma (bronchiale) ist ein Sammelbegriff für verschiedene chronische Erkrankungen der Atemwege, die mit anfallsweiser Luftnot und meist mit Entzündung einhergehen.

Die Anzeichen von Asthma bronchiale sind:

  • Atemnot, die anfallsweise auftritt
  • Schwierigkeiten beim Ausatmen
  • Atemgeräusche – Pfeifen oder Brummen in der Brust, sogenanntes Giemen
  • Engegefühl in der Brust
  • trockener Reizhusten ist ein typisches Frühzeichen bei Asthma

Daneben gibt es auch das wesentlich seltenere Asthma cardiale. Die Krankheit hat zwar ähnliche Anzeichen wie Asthma, wird jedoch durch einen Blutstau in der Lunge ausgelöst, der wiederum durch eine Herzschwäche entsteht.

Asthmaanfall – was tun?

Das stärkste und dramatischste Anzeichen der Erkrankung ist ein Asthmaanfall. Die Beschwerden wie Atemnot und Engegefühl in der Brust nehmen zu, der Betroffene bekommt kaum noch Luft. Im schlimmsten Fall entsteht Sauerstoffmangel und Ersticken droht. Der Asthmaanfall ist immer ein Notfall. Pro Jahr sterben etwa 5000 Menschen in Deutschland an Asthma. Wichtig ist deshalb bei einem Asthmaanfall: Sofort Asthmaspray anwenden und den Notarzt verständigen.

Asthma – das sind die Ursachen

Bei einem Asthmatiker befinden sich die Bronchien in ständiger Alarmbereitschaft. Bei harmlosen Reizen, etwa Pollen oder Kälte, reagieren sie über, verkrampfen sich und werden dadurch enger. Eine Entzündung entsteht und die Schleimhäute der Bronchien bilden zähen Schleim. Das alles erschwert die Atmung. Ein Vergleich: Atmen Sie durch einen Strohhalm ein und aus – dann können Sie spüren, was bei einem Asthmaanfall passiert und nachempfinden, warum die Betroffenen oft mit großer Angst und Panik reagieren.

Allergisches Asthma und nicht-allergisches Asthma

Dabei gibt es vor allem zwei Formen von Asthma. Sie richten sich nach dem Auslöser der Atemwegserkrankung

  1. Allergisches Asthma
  2. Nicht-allergisches Asthma

Die häufigsten Auslöser für allergisches Asthma:

  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze
  • Haustiere (Haare, Federn)
  • Pollen
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • manche Medikamente
  • Chemikalien (etwa berufsbedingt bei Frisören)

Die häufigsten Auslöser für nicht-allergisches Asthma:

  • Infekte (durch Viren oder Bakterien)
  • psychische Belastungen wie Angst, Trauer und Stress

Daneben gibt es noch eine Reihe von Auslösern, die bei jedem Asthmatiker eine Rolle spielen können:

  • Schadstoffe in der Luft wie Tabakrauch, Abgase, Feinstaub, Ozon
  • Körperliche Anstrengung
  • Kalte Luft

Die chronische Atemwegserkrankung äußert sich nicht immer gleich durch einen Asthmaanfall. Wichtig ist, die Fakten zu kennen, damit Sie im Zweifelsfall richtig reagieren. So sollte man etwa trockenen Reizhusten vom Arzt abklären lassen. Bei einem Asthmaanfall gilt es, sofort den Notarzt zu verständigen.

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