05.04.2017

Anzeichen erkennen und handeln Alzheimer – diese Symptome verraten die Demenz

Vergesslichkeit, aber auch Wesensänderungen zählen zu den Anzeichen der Alzheimer-Krankheit.

Foto: ©iStock/RapidEye

Vergesslichkeit, aber auch Wesensänderungen zählen zu den Anzeichen der Alzheimer-Krankheit.

Alzheimer beginnt schleichend und die Anzeichen sind oft nicht eindeutig. Nicht nur Vergesslichkeit ist typisch, auch die Persönlichkeit ändert sich.

Wie hieß doch dieser Schauspieler? Wo habe ich den Autoschlüssel wieder hingelegt? Und wie funktioniert gleich noch mal diese App auf meinem Handy? Solche Fragen stellen sich die meisten Menschen gelegentlich und sind dann oft verunsichert. Tatsächlich kommen diese Symptome bei Alzheimer vor. Vergesslichkeit bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, an dieser Demenzform erkrankt zu sein.

>> Demenz: Wenn die Verstandeskraft nachlässt

Sieben Symptome von Alzheimer: Testen Sie sich selbst!

Eine Orientierung bietet dieser Test. Er nennt die wichtigsten Symptome von Alzheimer. Beurteilen Sie, ob einer oder mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:

  1. Manchmal finde ich Dinge, die ich verlegt habe, an unpassenden Orten wieder - etwa die Autoschlüssel im Kühlschrank.
  2. Ich vergesse häufig wichtige Dinge, etwa einen Termin.
  3. Ich verlasse das Haus und habe vergessen, dass ich die Balkontür geöffnet hatte.
  4. Ich habe manchmal Probleme damit, gewohnte Tätigkeiten auszuführen – etwa die Mikrowelle richtig zu bedienen oder Online-Banking durchzuführen.
  5. Mir ist es schon passiert, dass ich kurzfristig orientierungslos war und nicht den gewohnten Weg nach Hause gefunden habe.
  6. Kopfrechnen kann ich eigentlich gar nicht mehr.
  7. Früher war ich geduldig, heute extrem ungeduldig und reagiere auch mal aggressiv.

Alzheimer – die Diagnose

Wenn Sie mehrere dieser Symptome aus eigener Erfahrung kennen, aber auch wenn nur eines auf Sie zutrifft, Sie jedoch Angst vor Gedächtnisverlust haben, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.

Weitere Untersuchungen zeigen, ob der Verdacht Alzheimer zutrifft, ob es sich nur um harmlose Vergesslichkeit handelt, oder eine andere Erkrankung die Ursache ist. Das können etwa Funktionsstörungen der Schilddrüse sein oder eine Depression. Außerdem gibt es weitere Demenzformen (hier Link zu „Demenz“), die ähnliche Anzeichen auslösen. Alzheimer ist nur eine Form der Demenz, dem Oberbegriff für verschiedene Krankheiten, die mit Gedächtnisverlust einhergehen.

Diese Untersuchungen helfen dem Arzt bei der Diagnose von Alzheimer:

  • Anamnese: Hier beschreibt der Patient seine Beobachtungen.
  • Fragetests (psychometrische Tests), wobei Ihr Kurzzeitgedächtnis geprüft wird und Sie kleine Denkaufgaben erfüllen.
  • Körperliche Untersuchung
  • Blut- und Urinuntersuchung: Mit Labordiagnostik lassen sich weitere Ursachen für Gedächtnisstörungen ausfindig machen.
  • Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt: Im Frühstadium von Alzheimer zeigen sich dabei keine Veränderungen im Gehirn. Später jedoch ist klar zu erkennen, dass das Hirnvolumen im Schläfen- und Scheitellappen abgenommen hat.
  • Nervenwasseruntersuchung: Über eine Kanüle wird Nervenwasser an der Lendenwirbelsäule entnommen. Finden sich darin bestimmte Eiweiße, liegt zu 90 Prozent Alzheimer vor, heißt es seitens der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). Diese Diagnosemöglichkeit ist also relativ sicher.

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