01.09.2017

Oft sehr unangenehm Lagerungsschwindel: Diese 2 einfachen Übungen helfen

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Der für Betroffene sehr unangenehme Lagerungsschwindel entsteht oft bei schnellen und ruckartigen Bewegungen – etwa beim Umdrehen im Bett.

Foto: iStock/michaeljung

Der für Betroffene sehr unangenehme Lagerungsschwindel entsteht oft bei schnellen und ruckartigen Bewegungen – etwa beim Umdrehen im Bett.

Gutartiger Lagerungsschwindel ist oft harmlos, für Betroffene jedoch sehr unangenehm und beängstigend. Erfahren Sie alles über Symptome und Diagnose und wie Sie mit zwei einfachen Übungen dem Schwindel Herr werden können.

Gutartiger Lagerungsschwindel ist einer der der 6 wichtigsten Schwindelformen. . Die gute Nachricht: Er gehört zu den harmlosen Schwindelformen und kann meist erfolgreich behandelt werden.

Warum entsteht Lagerungsschwindel?

Das Schwindelgefühl tritt auf, wenn sich Ohrensteine (auch Otolithen oder Statolithen genannt) ablösen und in die Bogengänge der Gleichgewichtsorgane im Innenohr wandern.

Ausgelöst wird der Schwindel häufig von schnellen und ruckartigen Bewegungen, etwa beim Bücken, Aufstehen oder auch Umdrehen im Bett.

Charakteristische Symptome sind zum Beispiel:

  • anfallartige Schwindelanfälle, die von selbst wieder aufhören
  • Schwindel bei Lageveränderungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schweißausbrüche
  • schnelles und unkontrolliertes Zittern der Augenlider (Nystagmus)

>> Schwindel: Das sind die Ursachen für Schwindelanfälle

Bei wem tritt Lagerungsschwindel auf?

Lagerungsschwindel tritt bei etwa 2 von 100 Menschen auf. Oft sind Menschen in höherem Alter betroffen, da es bei fortschreitendem Alter häufig zur Ablösung der Ohrensteine kommt. Im Alter von 50-60 kommt es zu einem vermehrten Auftreten von Lagerungsschwindel, vor allem Frauen leiden unter den Schwindelgefühlen.

Diagnose

Um herauszufinden, ob Sie am Lagerungsschwindel leiden, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen. Der erstellt zunächst eine umfassende Patientengeschichte.

Anschließend versucht er, den Schwindel absichtlich auszulösen. Beim Provokationstest sitzt der Patient aufrecht auf der Krankenliege und wird mit zur Seite gedrehtem Kopf schnell auf die Seite gelegt. Wenn dieser anschließend über Schwindelgefühle klagt und es zum Nystagmus kommt, sind das oft deutliche Symptome für den Lagerungsschwindel.

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Bei Verdacht auf Lagerungsschwindel sollten Betroffene sofort einen HNO-Arzt aufsuchen. Auch wenn er als ungefährlich gilt und manchmal auch von alleine verschwindet, kann er für Patienten sehr belastend sein. Außerdem können Sie so verhindern, über einen längeren Zeitraum unter den unangenehmen Symptomen zu leiden.

Eine medikamentöse Behandlung kann nur die mit dem Lagerungsschwindel einhergenden Symptome wie Übelkeit und Erbrechen lindern. Mit den folgenden Übungen können Sie Lagerungsschwindel jedoch erfolgreich selbst und zu Hause bekämpfen.

>> Was Sie bei Schwindel selbst tun können

Übung 1 gegen Lagerungsschwindel

  • Mit geradem Rücken mittig auf die Längsseite des Bettes setzen, den Kopf um 45 Grad nach links drehen, bis das Kinn zur linken Schulter zeigt.
  • Den Oberkörper auf die rechte Seite fallen lassen, die Kopfhaltung bleibt unverändert.
  • Wieder aufrichten und den Oberkörper nun so schnell es geht auf die linke Seite fallen lassen. Das Kinn sollte dabei immer noch zur linken Schulter zeigen.
  • Langsam wieder in die Sitzposition zurückgehen, 3 Minuten so bleiben.
  • Dann die Übung mit dem Kopf zur rechten Seite geneigt ausführen.
  • Pro Seite mehrmals täglich je 3-mal wiederholen.

Übung 2 gegen Lagerungsschwindel

  • Auf das Fußende eines Bettes setzen, den Kopf um 45 Grad zur rechten Seite drehen.
  • Schnell nach hinten auf den Rücken fallen lassen. Rund 30 Sekunden so verharren, Kopf nicht anheben.
  • Dann den Kopf nach links drehen. Etwa 30 Sekunden so liegen bleiben.
  • Nun auf die linke Seite rollen. Der Kopf geht dabei so mit, dass das Kinn die Matratze berührt. 30 Sekunden liegen bleiben.
  • Wieder hinsetzen und mit der anderen Seite wiederholen. 3-mal täglich.

Krankheiten, die Ärzte häufig in Deutschland diagnostizieren:

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