03.04.2016

Karussell im Kopf Diese 6 Schwindelformen treten am häufigsten auf

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Plötzlicher Schwindel ist für Betroffene oft sehr unangenehm. Wir klären Sie über die häufigsten Schwindelformen auf.

Foto: iStock/Zinkevych

Plötzlicher Schwindel ist für Betroffene oft sehr unangenehm. Wir klären Sie über die häufigsten Schwindelformen auf.

Der Boden schwankt, die Füße verlieren den Halt – jeder dritten Frau passiert das mindestens einmal im Leben. Erfahren Sie hier, welche Schwindelformen am häufigsten auftreten und welche Ursachen sie haben können.

Vorn, hinten, oben, unten, rechts, links: Die Balance zu halten ist für unseren Körper ein hoch komplizierter Drahtseilakt. Denn die beiden Gleichgewichtsorgane im Innenohr, die Augen und der Tastsinn in den Füßen müssen dafür punktgenau zusammenarbeiten. Widersprechen sich ihre Informationen im Gehirn, tritt Schwindel auf. Informieren Sie sich über die häufigsten Schwindelformen und erfahren Sie, bei welchen Anzeichen Sie zum Arzt gehen sollten.

Nicht alle Schwindelformen sind gefährlich

Die gute Nachricht vorab: Viele Schwindelformen sind eher harmlos. Sie treten bei einer Bewegung auf, also etwa beim Aufstehen aus dem Sitzen oder, wie etwa beim sogenannten Lagerungsschwindel, beim Umdrehen im Bett. Auch dauern sie oft nur Sekunden oder Minuten.

Schwerwiegendere Schwindelattacken dagegen halten länger als 15 Minuten an, sind unabhängig von Bewegungen und werden gelegentlich z. B. von heftigem Kopfweh, Erbrechen, Sehstörungen oder sogar Lähmungen begleitet. Auch Gehirn oder Rückenmarkstumore können Schwindel auslösen.

Das sind die 6 wichtigsten Schwindelformen

1. Anhaltender Drehschwindel:

Er tritt meist ab dem 50. Lebensjahr auf und kann über Wochen anhalten. Oft klagen die Patienten über starke Übelkeit und eine einseitige Fallneigung. Die Augen zittern auf und ab. Dahinter steckt eine Entzündung der Gleichgewichtsnerven – möglicherweise durch Herpesviren. Suchen Sie bald einen Arzt auf.

2. Gutartiger Lagerungsschwindel:

Beim Hinlegen oder Aufstehen kommt es zu heftigem Drehschwindel. Diesen lösen verirrte Kristalle aus, die in den Bogengängen der Gleichgewichtsorgane im Innenohr umherkullern. Diese Schwindelform ist gut behandelbar, auch zu Hause. Lesen Sie hier mehr über Lagerschwindel und wie Sie ihn mit zwei einfachen Übungen bekämpfen können.

3. Phobischer Schwankschwindel

Er tritt oft nach seelischen Belastungen, Ängsten oder als Vorbote eines Burnouts auf, typischerweise auf großen Plätzen oder in Kaufhäusern. Hinzu kommen Schweißausbrüche, Herzrasen und ein trockener Mund. Mögliche organische Ursachen sollten von einem Spezialisten ausgeschlossen werden, danach kann zum Beispiel eine Verhaltenstherapie helfen.

Diese Krankheiten diagnostizieren Ärzte besonders häufig:

4. Vestibuläre Migräne

Diese attackenförmige Schwindelform geht oft mit den für Migräne typischen Leitbeschwerden wie Kopfschmerz und Schwindel oder Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Ursache sind meist Störungen in Gehirngefäßen. Sobald abgeklärt wurde, dass keine anderen medizinischen Gründe für den Schwindel verantwortlich sind, wird die vestibuläre Migräne genau wie jede andere Migräne behandelt.

5. Morbus Menière

Bei ihm treten Drehschwindel oder Pfeifen im Ohr mit Übelkeit, Erbrechen und Sturzneigung auf. Ursache ist ein Überdruck der Flüssigkeit im Innenohr. Unbedingt ein Fall für den Arzt.

6. Schädigung des zentralen Nervensystems

Die Anfälle werden von Seh-, Schluck-, Sprachstörungen oder Lähmungen begleitet. Sie entstehen durch eine Schädigung des Gehirns. Beim ersten Verdacht deshalb sofort zum Arzt.

Leiden Sie unter Migräne? Dann lohnt sich ein Besuch auf unserer Themenseite. Dort haben wir Ihnen hilfreiche Artikel zum Thema Migräne zusammengestellt. Mehr über die vielseitigen Ursachen für Schwindel erfahren Sie auch hier!

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