02.10.2017

Cholesterin LDL und HDL – Was ist Cholesterin?

Kennen Sie eigentlich Ihren Cholesterinspiegel? Viele Deutsche tun das nicht und wissen auch nicht, ob ihre Werte nicht sogar erhöht sind.

Foto: iStock/Ridofranz

Kennen Sie eigentlich Ihren Cholesterinspiegel? Viele Deutsche tun das nicht und wissen auch nicht, ob ihre Werte nicht sogar erhöht sind.

Zu hohe Cholesterinwerte können fatale Folgen haben. Doch was ist Cholesterin eigentlich? Und was versteht man unter LDL- und HDL-Werten?

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist eine lebensnotwendige Fettsubstanz, die vom Körper größtenteils selber produziert wird. Sie ist ein wichtiges Baumaterial von Zellwänden, lässt unser Gehirn aktiv sein, ist Ausgangsstoff für die Hormon-, Gallensäure- und Vitamin-D-Produktion. Unsere Leber kann die täglich benötigte Menge von 500 bis 1000 mg durchaus selbst produzieren. Dennoch dürfen wir unbeschadet täglich 200 bis 300 mg zusätzlich mit der Nahrung aufnehmen. Doch da viele Menschen zu oft tierische Produkte essen, liegt die durchschnittliche Tagesdosis bei 420 mg. Und das ist problematisch!

Der optimale Cholesterinspiegel

Die meisten Deutschen kennen ihren Cholesterinspiegel gar nicht und wissen daher auch nicht, ob er zu hoch ist. Männer ab dem 35. Lebensjahr und Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollten alle zwei Jahre ihre Blutfettwerte checken lassen.

Als optimale Cholesterin-Werte gelten (neue Richtlinien des europäischen Kardiologenkongresses 2007): Gesamtcholesterin von ca. 190 mg/dl, LDL-Spiegel ca. 115mg/dl, HDLSpiegel über 45/dl, Triglyzeride ca. 200 mg/dl.

Zu hohes Cholesterin hat fast jeder fünfte Deutsche, häufig mit fatalen Folgen. Herzinfarkt und Schlaganfall drohen.

Die Bedeutung der Cholesterin-Werte

  • LDL-Cholesterin : LDL steht für Low Density Lipoprotein und gilt als "schlechtes Cholesterin". Die Lipoproteine enthalten große Mengen an Cholesterin, haben aber nur eine dünne Eiweißhülle. Daher kann aus ihnen leicht Cholesterin ins Blut entweichen und an Gefäßwänden haften bleiben. Diese Ablagerungen von Fett (Plaque) führen zu Arterienverkalkung. Durch Veränderung der Lebensweise sollte versucht werden, das LDL-Cholesterin langfristig zu senken.
  • HDL-Cholesterin: HDL steht für High Density Lipoprotein und gilt als "gutes Cholesterin". Die Proteine haben einen höheren Eiweißgehalt und eine größere Zellwanddichte. HDL "sammelt" das an den Gefäßwänden abgelagerte Cholesterin wieder ein und bringt es zur Leber.
  • Triglyzeride (Neutralfette): Sie gehören zu den Blutfetten. Ist der Wert zu hoch, befindet sich zu viel Fett im Blut. Häufig wird dieser Wert nicht ernst genommen. Dabei ist ein hoher Triglyzeridspiegel zusammen mit einem niedrigen HDL-Wert ein großer Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen. Auch dieser Wert sollte deshalb gesenkt werden.

Wie Sie Ihren Cholesterinspiegel eigens senken können, erfahren Sie auf den nächsten Seiten!

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