27.04.2018

Mitten in der Menopause? Wie Sie 9 Wechseljahre-Symptome selbst behandeln können

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Wechseljahre-Symptome

Mi, 18.07.2018, 12.24 Uhr

Wechseljahre-Symptome

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Wechseljahre sind keine Krankheit. Deshalb sollten körperliche Veränderungen in dieser Zeit normalerweise kein Grund zur Beunruhigung sein. Doch die Beschwerden sind manchmal richtig unangenehm. Unsere Expertin Dr. Ingeborg Lackinger Karger gibt Tipps, wie Sie typische Symptome erkennen und selbst lindern können.

Nein, die Wechseljahre-Symptome gefährden nicht die Gesundheit, trotzdem können sie ziemlich unangenehm sein. Wir haben Ihnen die häufigsten Beschwerden zusammengestellt und geben zusammen mit Expertin Dr. Ingeborg Lackinger Karger Tipps, wie Sie sich ganz einfach selber helfen können.

1. Hitzewallungen

Hitzewallungen kommen meist unerwartet und belasten manche Frauen mehr, manche weniger. So können Sie sich bei dieser lästigen Erscheinung helfen:

  • Fangen Sie doch mit einem Tagebuch an! Schreiben Sie auf, wann, wo und unter welchen Bedingungen Ihre "fliegenden Hitzen" auftreten. So können Sie am besten ein Muster erkennen, womit sie in Zusammenhang stehen. Versuchen Sie dann diese Belastungen zu vermeiden oder zu reduzieren!
  • Auch die Natur bietet Hilfe: Lauwarme Waschungen aus Salbei, Lavendel oder Pfefferminze können das Schwitzen etwas eindämmen. Lassen Sie das Wasser auf der Haut verdunsten. Das kühlt und erfrischt!
  • Der Experten-Rat: "Bequeme Kleidung aus Naturfasern oder thermoregulierenden Kunstfasern kann das Schwitzen abschwächen. Wählen Sie Ihre Kleidung nach dem Zwiebelschalenprinzip: Tragen Sie mehrere Schichten übereinander, die Sie je nach Bedarf an- oder ablegen können."

2. Spannungen in der Brust

Das Brustgewebe reagiert besonders sensibel auf Hormonschwankungen während der Wechseljahre. Das kann unangenehme Spannungen verursachen.

Der Experten-Rat: "Das ist harmlos, aber manchmal lästig. Hier hilft meist ein gut sitzender BH. Er hält den Busen auch optisch in Form und beugt bei schweren Brüsten zusätzlich der Überdehnung von Haut und Bindegewebe vor."

3. Senkung der Beckenbodenorgane

Der Beckenboden ist eine "Schutzmauer" für Frauenorgane. Mit den Jahren wird die Muskulatur des Beckenbodens schlaff, was zu einer Senkung der Organe führen kann. Dem können Sie gezielt mit einer Beckenbodengymnastik vorbeugen. Nur wenige Minuten am Tag können Wunder wirken!

Gerade für Frauen in den Wechseljahren ist Yoga oft ideal – lesen Sie hier mehr über die Sportart.

4. Sensible Blase

Der Östrogenmangel während der Wechseljahre schwächt die Abwehr der Schleimhäute ab, so dass der Blasenschließmuskel erschlafft. Dann kann die sogar fast leere Blase Druck machen. Besonders unangenehm ist daran, dass beim Lachen, Husten, Niesen oder beim Sport ein paar Tropfen Urin unkontrolliert verloren gehen.

Der Experten-Rat: "Ein Beckenbodentraining ist die wirksamste Hilfe. Auch Schwimmen, Radfahren oder Walking stärken den Beckenboden und kräftigen den Blasenschließmuskel."

Oftmals können auch tiefe Ängste und Depressionen eine mögliche Ursache für eine sensible Blase sein. Deshalb ist für alle Betroffenen ein diagnostisches Gespräch mit einem Arzt sinnvoll.

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