02.01.2011

Tagestipp Erkältung & Co Laufende Nase

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Da hat man sich gerade die Nase geputzt, schon greift die Hand nach dem nächsten Taschentuch. Der Grund: eine ständig laufende Nase. Streng genommen handelt es sich bei der Flüssigkeit, die aus den Nasenlöchern tritt, um ein Sekret. Dieses Sekret wird von der Nasen- und Nasennebenhöhlen-Schleimhaut gebildet, sobald diese stärker als normal durchblutet wird.

Das Sekret besteht zu 97 Prozent aus Wasser – die restlichen 3 Prozent setzen sich aus Salzen, Schleimstoffen (Muzine) und Proteinen zusammen. Der pH-Wert schwankt dabei zwischen leicht sauer bis neutral und das Aussehen variiert von wässrig und klar bis hin zu dickflüssig und gelb. Häufig röten sich gleichzeitig die Nasenschleimhäute und schwellen an, was in der Regel zur Verstopfung der Nase führt.

Ursachen

In den meisten Fällen ist eine laufende Nase charakteristisches Symptom eines Schnupfens, der durch Viren ausgelöst wird (sog. akute Rhinitis) – oder einer Erkältung. Als weitere Ursachen einer laufenden Nase kommen unter anderem Allergien, Nasenpolypen und eine Nasennebenhöhlenentzündung infrage.

Therapie

Tritt eine laufende Nase aufgrund eines Schnupfens auf, verschwinden die Beschwerden nach einigen Tagen in der Regel von alleine wieder. Unterstützend können Sie Dampfbäder mit Kamille, ätherischen Ölen oder Mineralsalzen inhalieren. Nasensprays (z.B. mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Naphazolin) bewirken ein Abschwellen der Nasenschleimhaut. Spülungen mit Salzlösungen lindern ebenfalls die Beschwerden.

Wenn das Laufen der Nase nicht nachlässt oder andere Beschwerden wie starke Kopf- oder Ohrenschmerzen hinzukommen, sollten Sie allerdings einen Arzt aufsuchen. Denn wenn gleichzeitig zu einer Virusinfektion eine bakterielle Zweitinfektion (Superinfektion) vorliegt, sollte eine Antibiotika-Therapie durchgeführt werden.

Die Schleimlösung bei einer Nasennebenhöhlen-Entzündung verbessern beispielsweise Wirkstoffe wie Acetylcystein und Ambroxol. Pflanzliche Wirkstoffe, welche bei einer laufenden Nase helfen, sind Myrtol, Anisöl oder Eukalyptusöl.
Ist die laufende Nase Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung wie zum Beispiel Polypen oder Tumoren , ist eine gezielte Therapie dieser Erkrankung erforderlich.

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