03.01.2011

Tagestipp Erkältung & Co Husten

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Husten ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers auf einen Fremdkörperreiz im Hals – kann aber ganz schön unangehm werden.

Wenn man versehentlich Fremdkörper wie Staubpartikel, Rauch oder Brotkrümel eingeatmet, reizen diese die Sensoren (Rezeptoren) an den Schleimhäuten der Luftröhre und Bronchien und es kommt zum Hustenreflex. Neben dieser unwillkürlichen Hustenreaktion kann man auch bewusst husten.

Husten ist aber auch Symptom einer Reihe von Erkrankungen. Vor allem Atemwegsinfekte, wie die Erkältung, sowie einige Lungenerkrankungen, gehen häufig mit Husten einher.

Man unterscheidet den akuten, plötzlich auftretenden Husten von chronischem Husten. Chronischer Husten tritt beispielsweise bei langjährigen Rauchern als Reizhusten auf und hält länger als drei Wochen an. Husten kann ohne Auswurf (unproduktiver Husten) oder von Auswurf begleitet sein (produktiver Husten). Schleimig-eitriger Auswurf beispielsweise kommt typischerweise bei bakteriellen Infekten der Atemwege vor.

Hustenbeschwerden kann man durch einige Mittel und Maßnahmen lindern. Darunter gibt es eine Reihe freiverkäuflicher Medikamente, die allerdings nicht allzu leichtfertig genommen werden sollten. Andere Hustenmittel hingegen sind verschreibungspflichtig.

Hustenmittel werden vor allem als Hustensaft und Hustentabletten verabreicht oder inhaliert. Man unterscheidet:

  • Hustenlöser
  • Schleimlösende und auswurffördernde Mittel (Sekretolytika, Mukolytika, Expektoranzien) vermindern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims und machen ihn dadurch flüssiger, sodass er besser abgehustet werden kann. In Hustenlöser enthaltene Wirkstoffe sind unter anderem Acetylcystein (ACC), Ambroxol, Bromhexin und Guaifenesin sowie pflanzliche Wirkstoffe wie Fenchel- und Anisöl.
  • Hustenstiller

Hustenreizstillende Mittel (Antitussiva) unterdrücken den Hustenreflex im Gehirn (Hustenzentrum) und werden gegen trockenen Reizhusten eingesetzt. Wirkstoffe sind zum Beispiel Codein, Hydrocodon oder Dextromethorphan. Um die Schleimhautentzündung im Hals und in den Bronchien zu lindern, können außerdem entzündungshemmende Mittel, zum Beispiel kortisonhaltige Inhalationen, bei Husten wirken.

Als altbewährte Hausmittel bei Husten gelten ausreichend Trinken (Wasser, Tee wie etwa Kamillen-, Fenchel-, Anis- oder Salbeitee), sich warm halten und schonen. Das Rauchen sollten Sie bei Husten einstellen, und es ist ratsam, sich auch nicht in verrauchter, staubiger und trockener Luft aufzuhalten.

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