25.05.2011 - 17:39

EHEC: Was ist das? Vor EHEC schützen: So verhindern Sie den blutigen Durchfall

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Vier Buchstaben sind derzeit in den Medien: EHEC. Das sind Bakterien, die beim Menschen zu teilweise blutigen Durchfällen und sogar zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können. Doch nicht jeder, der an Durchfall leidet, ist an EHEC erkrankt. Was sind die Symptome von EHEC und wie kann die Ansteckungsgefahr minimiert werden?

Eine wichtige Vorsichtsmaßnahme gegen gen EHEC-Erreger: Gemüse und Obst gründlich zu waschen.

Derzeit macht eine gefährliche Darmerkrankung in Deutschland die Runde, die viele Menschen verunsichert. Die Angst vor einer Infektion mit EHEC-Bakterien wächst mit jeder neuen Horror-Meldung, die durch die Medien geht. War das Bakterium zunächst nur in Norddeutschland zu finden, werden jetzt auch Verdachtsfälle aus anderen Bundesländern gemeldet.

Symptome

Die Symptome der Erkrankung sind in der Regel wässriger Durchfall, Blut im Stuhl, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei diesen Anzeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei einigen Menschen verläuft die Infektion unbemerkt. Und tatsächlich erholen sich die meisten Erkrankten aus eigener Kraft von EHEC. In einigen Fällen kann die Infektion jedoch zu größeren Komplikationen führen, die sogar zum Tod des Patienten führen können.

Therapie

Grundsätzlich gilt bei EHEC, was bei allen Durchfallerkrankungen gilt: Viel trinken, um den Flüssigkeits- und Salzverlust des Körpers zu kompensieren. Eine Behandlung mit Antibiotika kommt nicht in Frage. Sie könnten den Zustand sogar verschlimmern, da durch die Bekämpfung der Bakterien mit den Antibiotika Zellgifte freigesetzt werden, die den Körper zusätzlich belasten könnten.

Ursachen der Infektion

Infektionen mit dem EHEC-Erreger hat es in den lvergangenen Jahren immer wieder gegeben. Allerdings nicht mit einer so hohen Zahl an Erkankten, bei denen es zu einem derart schweren und lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit kommt. Zudem sind diesmal weniger Kinder, sondern größtenteils Erwachsene, insbesondere Frauen betroffen. Auch das ist auffällig.


Derzeit fahnden die Experten intensiv nach den Ursachen. Welche Gemeinsamkeiten weisen die Patienten auf? Welche Lebensmittel wurden von ihnen verzehrt? Eine Infektion über Fleisch und Rohmilch wurde inzwischen als unwahrscheinlich eingestuft. Auch die Verunreinigung von Gemüse durch Gülle auf den Feldern konnte nicht bestätigt werden. Das ergab die Untersuchung der ersten Krankheitsfälle. Derzeit richtet sich der Verdacht vielmehr auf Rohkost wie Gurken oder Tomaten.



Vorsichtsmaßnahmen

Bis die genauen Ursachen feststehen, können Sie sich jedoch schützen, indem Sie einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Denn das EHEC-Bakterium reagiert empfindlich auf Hitze und Seife. Deshalb sollten Sie einige Hygieneregeln beachten, um sich zu schützen. Hier die wichtigsten:


  • Hände regelmäßig waschen, und zwar gründlich mit Seife und warmem Wasser,
  • Obst und Gemüse gut waschen, Arbeitsflächen und Messer nach dem Gebrauch gründlich reinigen, Holzbrettchen anschließend gut abtrocknen,
  • Arbeitsflächen und Küchenutensilien sauber halten, vor allem Brettchen aus Holz sind ein möglicher Tummelplatz für Bakterien und Keime,
  • Kochen, Braten oder Pasteurisieren tötet das Bakterium in betroffenen Lebensmitteln ab, hierfür die Lebensmittel für mindestens zwei Minuten über 70 Grad Celsius erhitzen,
  • Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, sofort nach dem Kauf in den Kühlschrank legen, und grundsätzlich nicht roh, sondern nur gut durchgegart essen,
  • auf rohes Fleisch und rohen Fisch, wie zum Beispiel bei Sushi, derzeit verzichten,
  • Achtung beim Grillen: Tiefgefrorenes Fleisch nicht in der Plastikverpackung auftauen, sondern am besten auf einem Glasteller, Teller anschließend sorgfältig reinigen,
  • Das Spülbecken regelmäßig mit Reinigungsmittel und desinfizierendem Essig auswaschen,
  • Spüllappen und Abtrockenhandtücher sind ebenfalls Keimquellen, deshalb jeden Tag oder jeden zweiten Tag wechseln,
  • Achtung Mülleimer: häufiger leeren und auswaschen, am besten alle zwei Tage.
» Aktuelle Informationen zum EHEC-Erreger erhalten Sie auf www.onmeda.de

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