Aktualisiert: 12.09.2021 - 13:55

Bei Neurodermitis und Co Borretschöl: Wirkung und Anwendung des heilsamen Öls

Borretschöl ist vor allem für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und soll daher bei entzündlichen Hautkrankheiten helfen.

Foto: GettyImages / Madeleine_Steinbach

Borretschöl ist vor allem für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und soll daher bei entzündlichen Hautkrankheiten helfen.

Borretschöl findet in der Naturheilkunde schon seit langem bei entzündlichen Hautkrankheiten, wie Neurodermitis, Anwendung. Auch bei Frauenleiden soll es helfen. Wir stellen Ihnen das heilsame Öl vor.

Borretsch kennen Sie vielleicht schon. Das Kraut ist Bestandteil der Frankfurter grünen Soße. Aber haben Sie auch schon von Borretschöl gehört? Dem Öl werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Es ist vor allem für seine mildernde Wirkung bei entzündlichen Hautkrankheiten wie Neurodermitis bekannt. Wir stellen Ihnen Borretschöl vor.

Was ist eigentlich Borretschöl?

Borretschöl wird aus der Borretschpflanze gewonnen. Dabei handelt es sich um eine alte Küchen- und Heilpflanze, die unter anderem bei Entzündungen, Fieber, verschleimten Atemwegen und Durchfall zum Einsatz kommt.

Borretschöl wird im schonenden Verfahren aus den Samen der Pflanze hergestellt. Es enthält zahlreiche wertvolle Nährstoffe, wie die ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Gamma-Linolensäure. Sie zählen zu den essenziellen Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und die somit über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Außerdem enthält das Öl Vitamin C sowie Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle

Bei Hautkrankheiten und Frauenleiden: So wirkt Borretschöl

Das Öl aus dem Kraut findet in erster Linie in der Naturheilkunde Anwendung. Das Öl ist vor allem für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt, weshalb es gerade bei entzündlichen Hautkrankheiten, wie Neurodermitis und Schuppenflechte, zum Einsatz kommt. Insbesondere die enthaltenen Fettsäuren sollen dazu beitragen, dass Juckreiz und Schmerzen reduziert werden. Wissenschaftlich nachgewiesen ist diese Wirkung allerdings nicht.

Neben Hautkrankheiten wird Borretschöl außerdem bei rheumatischen Krankheiten, Bluthochdruck, Depressionen sowie diversen Frauenleiden, wie Wechseljahrsbeschwerden, prämenstruellen Syndrom (PMS) sowie Endometriose angewendet. PMS beispielsweise wird mit einem niedrigen Gamma-Linolensäure-Wert in Zusammenhang gebracht, der durch die Einnahme des Pflanzenöls aufgefüllt werden kann.

Aufgrund des hohen Gehalts an Vitamin C hat Borretschöl auch eine antioxidative Wirkung und unterstützt das Immunsystem.

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Innerlich und äußerlich: Anwendung von Borretschöl

Borretschöl kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Sie können das Öl ganz einfach in der Küche einsetzen und so von den heilsamen Eigenschaften profitieren, zum Beispiel als Teil der richtigen Ernährung bei Neurodermitis : Es macht sich gut zu Salat und anderen kalten Speisen. Erhitzen sollten Sie Borretschöl nicht, da dadurch die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Alternativ können Sie auch regelmäßig einen Teelöffel pur zu sich nehmen. Neben dem klassischen Öl, gibt es auch Borretschölkapseln zur inneren Anwendung zu kaufen.

Zur äußerlichen Anwendung kann das reine Öl auf die Haut oder betroffene Stellen gerieben werden. Das Öl

, trägt zu deren Pflege und Schutz bei und kann Entzündungen lindern. Auch manche Cremes und Salben enthalten Borretschöl.

Wichtig beim Kauf von Borretschöl ist auf dessen Qualität zu achten. Es sollte kalt gepresst sein und keine Zusatzstoffe enthalten.

Viele Tipps rund um natürliche Heilmethoden haben wir auf unserer Naturheilkunde-Themenseite für Sie zusammengestellt. Auf unserer Themenseite Hautpflege haben wir außerdem zahlreiche Tipps rund um eine gesunde und strahlende Haut für Sie.

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