Aktualisiert: 13.06.2021 - 17:20

Gut für die Verdauung So gesund sind Artischocken

Artischocken: Delikatesse und Heilmittel zugleich. Vor allem der Verdauung tut das Gemüse gut.

Foto: GettyImages / Westend61

Artischocken: Delikatesse und Heilmittel zugleich. Vor allem der Verdauung tut das Gemüse gut.

Sie werden als Delikatesse verzehrt, doch auch als Heilmittel geschätzt – und das schon seit Tausenden von Jahren. Lernen Sie die Artischocke als gesundes Heilmittel kennen.

Artischocken sind als Delikatesse bekannt und finden sich vor allem in der südländischen Küche wieder. Doch das Gemüse kann weit mehr, als gut schmecken. Artischocken gelten als sehr gesund und werden sogar als Heilmittel eingesetzt – vor allem bei Verdauungsbeschwerden.

Gesunde Artischocken: Das steckt drin

Auf den ersten Blick sind Artischocken nicht gerade ein Nährstoffwunder. Sie enthalten zwar zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, wie B-Vitamine, Kalium, Calcium und Magnesium, doch nicht in außergewöhnlich großen Mengen. Dafür ist ihr Kaloriengehalt gering: 100 Gramm enthalten gerade einmal 44 kcal.

Interessanter wird das herzförmige Gemüse jedoch, wenn man einen Blick auf die enthaltenen Pflanzenstoffe wirft. Hier überzeugen Artschocken beispielsweise mit zellschützenden Flavonoide. Doch vor allem der Gehalt an Bitterstoffen macht sie besonders – und zum Heilmittel.

Wirkung: Die Artischocke als Heilmittel

Der Einsatz von Artischocken als Heilmittel geht weit zurück. So wurden bereits im 16. Jahrhundert die eingekochten Wurzeln für Leber und Niere eingesetzt. 2003 erhielt das Gemüse sogar den Titel “Arzneimittel des Jahres 2003” von der am Würzburger Institut für Geschichte der Medizin ansässige Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde.

Doch was genau kann die Artischocke nun? In der Naturheilkunde wird sie unter anderem bei diesen Beschwerden eingesetzt:

  • Blähungen, Bauchschmerzen und andere Verdauungsbeschwerden
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Zur allgemeinen Unterstützung der Leber und Galle und Verbesserung der Fettverdauung

Anwendung und Einnahme

Aufgrund ihrer Wirkung, gibt es Artischocken längst in verschiedenen Formen: Sowohl als Saft, Kapseln, Tropfen oder auch als Tee kommen Blätter- oder auch Blütenextrakt zum Einsatz.

Akut können Artischockensaft oder -tee nach einer schweren Mahlzeit oder bei Verdauungsproblemen und Magen-Darm-Beschwerden Abhilfe schaffen. Daher sind Artischocken auch häufige Zutat in Magenbittern.

Artischockensaft oder -kapseln können auch kurweise entsprechend der jeweiligen Verzehrempfehlung eingenommen werden. Idealerweise geschieht eine längere Anwendung in Absprache mit einer Ärztin oder Heilpraktikerin.

Bei einer Allergie auf Korbblütler sollten Artischocken allerdings nicht gegessen oder eingenommen werden. Auch bei Gallenwegsverschluss und Gallensteinleiden sollte darauf verzichtet werden.

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Fazit: Artischocke für die Gesundheit – echtes Plus

Ja, Artischocken lassen sich in der Küche lecker zubereiten. Doch sie sind weit mehr als Delikatesse. Vor allem Verdauungsbeschwerden ist die Pflanze ein wohl geschätztes Heilmittel, das sowohl akut als auch kurweise zum Einsatz kommen kann.

Sie leiden häufiger unter Verdauungsbeschwerden? Wir haben hilfreiche Tipps für Sie: Auf unserer Themenseite Verdauung. Außerdem stellen wir Ihnen auf unserer Naturheilkunde-Themenseite verschiedenste natürliche Heilmittel und Heilmethoden vor.

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