21.06.2021 - 11:03

Essen und Trinken für den Darm Durchfall? Diese Lebensmittel halten Sie bei Kräften

Mit der richtigen Ernährung bei Durchfall geht es schnell wieder besser.

Foto: GettyImages/encrier

Mit der richtigen Ernährung bei Durchfall geht es schnell wieder besser.

Hält der Durchfall längere Zeit an, kann er zum echten Problem für den Körper werden. Denn so verlieren wir wichtige Mineralstoffe und Flüssigkeit. Daher kommt es – auch wenn man in diesen Momenten selten ans Essen denken möchte – auch auf die Wahl der Lebensmittel an. So kommen Sie wieder zu Kräften.

Kaum ist der Happen im Mund, rumort es im Bauch und Sie müssen dringend auf die Toilette? Durchfall ist belastend und kann dem Körper ordentlich zusetzen. Dennoch sollten Sie ihm gerade dann Nahrung und vor allem Flüssigkeit zuführen. Es kommt auf die richtige Ernährung bei Durchfall an – so lässt sich das Leiden möglicherweise sogar verkürzen. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Aber worauf ist zu achten?

Ernährung bei Durchfall: Auf diese Speisen und Getränke lieber verzichten

Fangen wir mit dem an, was unserem Darm im Ernstfall gar nicht bekommt: Zusätzlich belastendes Essen sollten Sie bei Durchfall vermeiden.

Dazu gehören vor allem fettige oder scharfe Speisen, denn die reizen die Darmschleimhaut einmal mehr und führen damit zu noch größeren Problemen oder sogar Schmerzen.

Auch Milchprodukte sollten jetzt besser tabu sein, denn der enthaltene Milchzucker bringt unsere sowieso schon lädierten Darmbakterien nur noch mehr durcheinander.

Ganz klar sollte sein: Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten bleiben liegen, mindestens bis sich die Verdauung wieder normalisiert hat. Gerade Alkohol reizt die Darmschleimhaut und entzieht dem Körper zusätzlich Wasser, und genau das ist bei Durchfall unbedingt zu vermeiden.

Ähnliches gilt übrigens für Kaffee: Wer einmal morgens auf nüchternen Magen schwarzen Kaffee getrunken hat, ohne es gewöhnt zu sein, weiß, was kurz später im Darm los sein kann. Zudem wirkt auch Kaffee entwässernd und könnte den Körper daher zusätzlich dehydrieren.

Bei Durchfall ganz wichtig: Genügend trinken!

Wasser ist aber das, was unser Körper bei Durchfall ganz dringend benötigt. Führen Sie immer wieder kleine Schlucke zu, am besten lauwarmes oder zimmerwarmes, stilles Wasser. Auch Kamillentee, Pfefferminztee oder Fencheltee tun jetzt gut. Die aufgebrühten Kräuter beruhigen und die Flüssigkeit hilft, den Körper vor der Austrocknung zu bewahren.

Will partout nichts Festes herunter, kann eine nicht zu heiße Gemüsebrühe helfen. Sie führt dem geschwächten Körper wichtige Elektrolyte zu, die bei Durchfall ausgeschwemmt werden.

Darf’s etwas fester sein? Das sollten Sie jetzt essen

Zusätzlich ist sogenannte Schonkost bei Durchfall die beste Art der Ernährung. Ganz klassisch nennen wir hier Zwieback, aber auch geriebener Apfel oder zerdrückte Banane mit Haferflocken helfen dem Körper, indem sie Vitamine, wichtige Nährstoffe wie Kalium und vor allem Ballaststoffe zuführen.

Pektinhaltiges Obst wie etwa Äpfel (mit Schale) bindet Flüssigkeit und hat damit eine stopfende Wirkung. Durch das Reiben der Früchte kann der Körper das Pektin besser aufnehmen.

Ein Geheimtipp ist die Moro’sche Karottensuppe. Diese enthält bestimmte Zuckermoleküle, die die krankmachenden Bakterien an sich binden und dann mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Zudem schützen Wasser und enthaltene Salze vor Austrocknung und dem Verlust von Mineralstoffen.

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Wann Sie bei akutem Durchfall zum Arzt gehen sollten

Sollte sich der Durchfall nicht in kurzer Zeit bessern, ist der Gang zum Arzt angezeigt. Das gilt vor allem dann, wenn der flüssige Stuhlgang länger als zwei Tage bleibt, sich Blut oder Eiter in den Stuhl mischen oder Fieber sowie Schwindel und Schwäche hinzukommen.

Übrigens kann Durchfall auch chronisch werden. Zwar ist der Stuhl dann in der Regel nicht täglich flüssig, doch bestimmte Auslöser reizen den Darm dann immer wieder. Manchmal sind auch chronische Erkrankungen Ursache solcher langfristigen Beschwerden. Bei Durchfällen, die seit mehreren Wochen bestehen, sollte daher immer eine ärztliche Abklärung erfolgen. Lassen Sie sich dazu am besten ärztlich beraten, ob Ihnen auch in diesem Fall bestimmte Lebensmittel helfen können. Gerade beim Reizdarmsyndrom ist eine Ernährungsumstellung kann eine Ernährungsumstellung eine sinnvolle Unterstützung darstellen.

Mehr zum Thema Diarrhö und was dagegen hilft finden Sie auf unserer Themenseite #NatürlichGegenDurchfall.

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