Aktualisiert: 07.03.2021 - 21:20

Vitalpilz Reishi: Der Pilz der Unsterblichkeit

Als Tee, Kapseln oder Pulver verwendet, soll Reishi zahlreiche Beschwerden und Krankheiten lindern.

Foto: Getty Images / Gu Min

Als Tee, Kapseln oder Pulver verwendet, soll Reishi zahlreiche Beschwerden und Krankheiten lindern.

Reishi zählt zu den Vitalpilzen, die bereits seit jeher in der Traditonell Chinesischen Medizin für allerlei Beschwerden zum Einsatz kommen. Welche Wirkung Reishi hat und wie er angewendet werden soll, erfahren Sie hier.

Er wird als "Pilz der Unsterblichkeit" bezeichnet, soll das Immunsystem stärken, gegen Nervosität und Schlafstörungen wirken und sogar bei Krebs helfen. Die Rede ist von Reishi, einem Vitalpilz, der in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon seit Tausenden von Jahren zum Einsatz kommt und mittlerweile auch hierzulande immer bekannter wird – kein Wunder bei den vielversprechenden Wirkweisen. Wir stellen Ihnen Reishi vor.

Was ist Reishi überhaupt?

Reishi, botanisch Ganoderma lucidum, ist hierzulande auch unter dem Namen glänzender Lackporling bekannt. Ursprünglich in Asien vertreten, wächst der Pilz mittlerweile weltweit an Laubbäumen. Als Speisepilz eignet er sich allerdings nicht, da er zu hart und bitter ist. Dafür zählt Reishi, wie auch Shiitake, Maitake oder Cordyceps, zu den als Vital- oder auch Heilpilze bezeichneten Pilzsorten.

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) spielen diese Pilze schon seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Das Interesse an der Mykotherapie – der medizinischen Behandlung von Beschwerden mit Pilzen – wächst aber auch hierzulande mehr und mehr. Das ist sicherlich keine Überraschung, da Reishi und Co zahlreiche heilsame Wirkweisen zugeschrieben werden.

Heilsamer Pilz: Welche Wirkung hat Reishi?

In der TCM und der Alternativmedizin wird Reishi aufgrund seiner vielseitigen Wirkung bei verschiedensten Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt. Dazu zählen:

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Leber- und Nierenleiden
  • Entzündliche Krankheiten, wie Bronchitis, Neurodermitis, Arthritis, Hepatitis
  • Allergische Krankheiten, wie Asthma
  • Schlafstörungen
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Bluthochdruck und Herzkrankheiten
  • Fibromyalgie

Außerdem soll Reishi die Heilung von Krebs unterstützen. In manchen asiatischen Ländern wird Reishi ganz offiziell in der begleitenden Krebstherapie eingesetzt. Wissenschaftlich eindeutig bewiesen ist die Wirkung von Reishi bei Krebs jedoch noch nicht.

Auch die anderen Wirkweisen des Vitalpilzes sind bisher noch nicht ausreichend durch die Forschung belegt. Nachgewiesen sind jedoch verschiedenste Inhaltsstoffe des Reishipilzes, wie bestimmte Proteine, Enzyme, Pflanzenstoffe, Vitamine sowie Mineralstoffe. Diesen wiederum werden unter anderem antientzündliche, antioxidative, antibakterielle und auch krebshemmende Wirkweisen zugeschrieben.

Anwendung: Wie wird Reishi eingenommen?

Reishi ist unter anderem als Kapseln, Pulver, Tee oder Extrakt erhältlich. Der Vitalpilz findet sich auch immer häufiger als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln.

Da Reishi in Deutschland nicht als Arzneimittel gilt, gibt es keine strengen Qualitätskontrollen. Umso mehr ist daher auf die Produktqualität zu achten.

Eindeutige Dosierungsanweisungen gibt es für den Heilpilz nicht. Grund dafür ist sicherlich auch, dass die TCM auf einem sehr individuellen Therapieansatz basiert. Statt der Selbstmedikation mit Reishi und Vitalpilzen im Allgemeinen ist daher zu einer Begleitung durch einen TCM- oder ayurvedischen Arzt, einen Heilpraktiker oder Arzt mit entsprechender Expertise zu raten. Auch vor dem Hintergrund, dass es bestimmte Wechselwirkungen mit Medikamenten geben kann.

Fazit zu Reishi

Auch wenn die Wirkweisen von Reishi wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt sind, so wird der Vitalpilz bereits seit Langem erfolgreich in der TCM und Alternativmedizin eingesetzt. Reishi sollte nicht als Ersatz für notwendige Medikamente gesehen werden, als sinnvolle Ergänzung zu einer Therapie oder einem Heilungsprozess ist der Vitalpilz jedoch mehr als geeignet.

Ob nun Vital- oder Speisepilz, gesund sind Pilze allemal und gut möglich, dass sich in den nächsten Jahren der Forschung sogar noch mehr ergibt. Penicillin haben wir schließlich auch der Pilzwelt zu verdanken.

Auf unserer Themenseite Naturheilkunde stellen wir wichtige Heilpflanzen sowie natürliche Methoden vor, um bestimmte Beschwerden schonend und unterstützend heilen zu können. Mehr über Krebs – welche Arten gibt es und was sind die neuesten Errungenschaften der Wissenschaften – erfahren Sie außerdem auf unserer Krebs-Themenseite.

Quellen: Ahmad MF. Ganoderma lucidum: Persuasive biologically active constituents and their health endorsement. Biomed Pharmacother. 2018 Nov;107:507-519. doi: 10.1016/j.biopha.2018.08.036. Epub 2018 Aug 13. PMID: 30114634, abgerufen am 25.02.2021.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU
Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe