Aktualisiert: 23.01.2021 - 21:27

Gut für die Verdauung Engelwurz: Wirkung und Anwendung der Heilpflanze

Heilpflanze Engelwurz: Bei Blähungen und Völlegefühl

Heilpflanze Engelwurz: Bei Blähungen und Völlegefühl

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Engelwurz ist eine der wichtigsten Heilpflanzen für die Verdauung. Wir informieren Sie rund um die Wirkung und Anwendung.

Die Heilpflanze mit dem himmlischen Namen Engelwurz ist vor allem für ihre wohltuende Wirkung auf die Verdauung bekannt. Sie kommt insbesondere bei Blähungen und Völlegefühl zum Einsatz und soll auch den Appetit anregen. Lernen Sie Engelwurz näher kennen.

Engelwurz: Seit dem Mittelalter als Heilmittel bekannt

Engelwurz ist auch unter den Namen Angelikawurzel, Erzengelwurzel und Heiligenbitter bekannt. Ihren Namen hat sie gemäß Überlieferung einem Einsiedler im Mittelalter zu verdanken. Ihm soll im Traum ein Erzengel erschienen sein, der ihn auf die Heilkraft der Pflanze, insbesondere in Bezug auf die Pest, hinwies. Als Heilpflanze fand sie ihren Weg schnell in Klostergärten und auch Paracelsus setzte sie als Heilmittel ein.

Engelwurz gehört zu den Doldenblütlern und wird bis zu zwei Meter hoch. Als Heilpflanze wird hierzulande vor allem die Wurzel eingesetzt.

Heilpflanze für die Verdauung: Wie wirkt Engelwurz?

Engelwurz hat ihre Heilkraft verschiedenen Inhaltsstoffen zu verdanken. Dazu gehören ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe sowie Flavonoide.

Vor allem die enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Verdauung und lassen die Heilpflanze daher bei Verdauungsbeschwerden aller Art zum Einsatz kommen. Gerade bei Blähungen und Völlegefühl kann sie Abhilfe schaffen. Außerdem wirkt die Angelikawurzel appetitanregend und kann so bei Appetitlosigkeit helfen.

Hinzu kommen krampflösende Eigenschaften, die sowohl bei Magen-Darm-Krämpfen, Reizdarm, als auch Menstruationskrämpfen eine lindernde Wirkung haben sollen.

Anwendung und Einnahme: Wie kommt Engelwurz zum Einsatz?

Engelwurz kann ganz einfach als Tee zubereitet werden. Hierfür einen Teelöffel getrocknete Angelikawurzel mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der Tee kann mehrmals täglich in kleinen Schlucken vor oder auch nach einer Mahlzeit getrunken werden.

Alternativ gibt es auch Engelwurz-Tinkturen zu kaufen. Und auch ätherische Öle sowie Angelikawurzelbalsam zur äußeren Anwendung sind im Handel erhältlich.

Engelwurz wächst auch hierzulande und kann daher selbst gesammelt werden. Allerdings besteht starke Verwechslungsgefahr zu anderen Pflanzen, wie dem giftigen Schierling, weshalb hier Vorsicht geboten ist.

Wann sollte Engelwurz nicht angewendet werden?

Menschen mit Magen-Darm-Geschwür sowie Schwangere und Stillende sollten Engelwurz nicht zu sich nehmen.

Außerdem machen bestimmte Inhaltsstoffe der Heilpflanze die Haut lichtempfindlicher – genau genommen handelt es sich dabei um die sogenannten Furocumarine. Während der Einnahme sollten Sie sich daher nicht zu lange in der Sonne aufhalten.

Grundsätzlich kann bei der Einnahme von Heilkräutern und Heilpflanzen eine vorherige Absprache mit einem Arzt sinnvoll sein. Denn Medizin aus der Natur hat durchaus starke Wirkungen, die mitunter auch Nebenwirkungen mitbringen können.

Entdecken Sie auf unserer umfangreichen Themenseite Naturheilkunde wichtige Heilpflanzen sowie natürliche Methoden, um bestimmte Beschwerden mithilfe der Natur heilen zu können. Außerdem versorgen wir Sie auf Verdauung mit den zahlreichen Tipps für einen gesunden Magen-Darm-Trakt.

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