Aktualisiert: 03.02.2021 - 16:24

Mit Schlüssel oder Finger Kennen Sie diesen Nase-frei-Trick schon?

Frei durchatmen dank Finger auflegen? Soll funktionieren. Und auch ein Schlüssel kann helfen, die verstopfte Nase zu erlösen. Wie das gehen soll? Na, lesen Sie mal.

Foto: iStock/millann

Frei durchatmen dank Finger auflegen? Soll funktionieren. Und auch ein Schlüssel kann helfen, die verstopfte Nase zu erlösen. Wie das gehen soll? Na, lesen Sie mal.

Die Erkältung schlägt voll zu, der Hals schmerzt und vor allem diese elendig verstopfte Nase nervt! Und all die Mittelchen helfen am Ende ja doch nicht – oder bringen irgendwelche Nebenwirkungen mit. Dann lieber diesen mechanischen Trick anwenden, mit dem Sie garantiert wieder durchatmen können!

Die Erkältungszeit legt uns ja regelmäßig lahm. Wenn es ja nur der kratzige Hals wäre. Aber nein, auch die Nase ist früher oder später verstopft. Und das resultiert nicht nur in Atemschwierigkeiten, sondern oft auch in Kopfschmerzen und dem Gefühl, von einer Dampfwalze überrollt worden zu sein. Und dann wird uns auch noch von den bösen Nasensprays abgeraten, die die Schleimhäute zwar abschwellen und freien Durchzug versprechen, aber nach zu langer Nutzung dazu führen, dass uns irgendwann die Nase abfällt. Und sowieso, diese ganzen Mittelchen sind doch vor allem eines: teuer!

Zum Glück gibt's aber zwei ganz besondere Nase-frei-Tricks, mit denen Sie schnell wieder frei atmen können. Wir stellen Ihnen Handgriffe vor und berichten von einem Trick, der geradezu ein "Schlüsselerlebnis" einbringt.

Hausmittel gegen Schnupfen
Hausmittel gegen Schnupfen

Nase-Frei-Trick: Was haben Schlüssel mit Akupressur zu tun?

Der Schlüsseltrick etwa geistert derzeit wieder umher. Er stammt wohl aus der Chinesischen Medizin und setzt auf Akupressur-Punkte. Tatsächlich aber hat er damit zu tun, dass der Blutfluss zur Nase kurzzeitig minimiert wird und dadurch die Schleimhäute etwas abschwellen. Schädlich ist er nicht, solange Sie sich nicht mit aller Gewalt ein Loch ins Gesicht bohren. Aber bevor das so weit ist, merken Sie das schon selbst. Also, warum den Trick nicht einfach mal ausprobieren?

Sie benötigen dazu lediglich einen Schlüssel. Am besten sauber, denn sie müssen ihn sich zwar nicht in die Nase stecken, aber an die empfindiche Gesichtshaut halten. Mit dem Schlüssel wird jetzt das sogenannte "Magische Dreieck" rund um unsere Nasennebenhöhlen behandelt.

  1. Setzen Sie den Schlüssel an den Winkel neben dem Nasenloch auf der am stärksten verstopften Seite an. Jetzt drücken Sie den Schlüssel in kreisenden Bewegungen acht mal in die eine, dann acht mal in die andere Richtung. Sie können ihn auch jeweils acht mal so drehen, als ob Sie eine Tür (oder eben Nase) aufschließen wollen.
  2. Nun setzen Sie den Schlüssel an der entsprechenden Stelle gegenüber, auf der anderen Nasenseite an und wiederholen den Vorgang: acht mal in die eine, und acht mal in die andere Richtung drehen.
  3. Jetzt folgt der dritte Punkt des "Magischen Dreiecks" – und der befindet sich an der Stirn. Dieser Reflexpunkt liegt etwas oberhalb mittig der Augenbrauen über der Stirnwulst. Auch hier setzen Sie den Schlüssel wieder an und kreisen oder drehen acht mal in die eine, dann acht mal in die andere Richtung.

Klar soweit? Merken Sie was? Wenn nicht, können Sie den Schlüsseltrick für die freie Nase ruhig dreimal hintereinander ausprobieren. Eignet sich vor allem ganz gut, wenn nur ein Nasenloch verstopft ist, diese Übung.

Wie wichtig es ist, genau acht mal in jede Richtung zu drehen, sei mal dahin gestellt. Wir glauben jedenfalls nicht, dass Ihnen die Nase explodiert, wenn Sie aus Versehen einmal mehr drehen.

Der Osteopathie-Griff: In 30 Sekunden frei atmen

Ähnliches Griffprinzip, anders und ohne Druck ausgeführt und auch machbar, wenn gerade mal kein Türöffner zur Hand ist, ein Nasenöffner aber dringend notwendig: Ein spezieller Griff aus der Osteopathie verspricht eine freie Nase in nur 30 Sekunden – und das sogar ohne Druck. Das Ganze geht so:

  1. Sie nehmen Zeige- und Mittelfinger einer Hand und setzen beide von oben zwischen den Augenbrauen an. Nicht drücken!
  2. Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand platzieren Sie von unten mittig auf dem Nasenrücken.
  3. Jetzt ziehen Sie beide Punkte ohne Druck leicht auseinander, etwa für 30 Sekunden.

Aber: Nicht gleich verzagen, es dauert ein wenig, bis sich die verstopfte Nase merklich bessert. Im Grunde wird hier das Prinzip eines Nasenpflasters genutzt – nur eben ohne Pflaster, also auch ohne Müll und Geldausgabe. Wer den Trick einmal drauf hat, kann ihn ruhig immer wieder anwenden.

Und das soll jetzt wirklich helfen?

Seien wir ehrlich: Wenn es DEN Trick geben würde, wie wir eine Erkältung loswerden, möchten wir den bitte auch kennen. Verschwinden werden die Symptome mit den oben beschriebenen Übungen nicht und es gibt auch sicherlich nur eine kleine, kurzzeitige Erlösung. Aber auch der kürzeste Moment, frei atmen zu können, kann in Zeiten einer stark verstopften Nase schon eine echte Wohltat sein. Und dass eine mechanisch hervorgerufene Änderung der Durchblutung oder das Massieren bzw. in dem Fall Dehnen rund um die geschwollenen Bereiche zumindest dafür sorgen, dass entweder Schleimhäute kurzzeitig abschwellen oder das festsitzende Sekret zumindest Wege finden kann, um abzufließen, ist auf jeden Fall hilfreiches Wissen.

Denn es muss wirklich nicht immer das Nasenspray sein – denn das kann tatsächlich süchtig machen. Und langfristig ist die Horrorvorstellung einer abfallenden Nase zwar überzeichnet, aber gar nicht mal so weit hergeholt. Die Schleimhäute können sich bei dauerhaftem Nasenspray-Konsum nämlich tatsächlich irgendwann verabschieden. Dann kommt es nach anfänglicher, nerviger Borkenbildung im schlimmsten Fall zu einem Durchbruch der Nasenscheidewand. Und das, nun ja, sollte tunlichst vermieden werden.

Dann lieber mit solchen Griffen unterstützen, die Nase mit Meersalzspray oder noch besser mit regelmäßiger Nasendusche befeuchten und auf das eine oder andere Hausmittel gegen Erkältung zurückgreifen. Das beste Hausmittel gegen Schnupfen kann eine schon vorhandene Erkältung zwar nicht verkürzen, aber zumindest erträglicher machen. Und dann können wir auch wieder besser schlafen und unseren Körper beim Heilen unterstützen.

Wenn Sie allerdings merken, dass der Schnupfen nicht besser wird oder aber sogar schlechter und Sie vermehrt unter Kopfschmerzen leiden, dann lassen Sie die Übungen sein und suchen Sie ärztlichen Rat. Denn es besteht immer die Gefahr einer Nasennebenhöhlenentzündung, wenn Sekret dauerhaft nicht abfließen kann. Und mit der ist wahrlich nicht zu spaßen. Bei bestimmten Symptomen einer Erkältung müssen Sie zum Arzt. Gute Besserung!

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