15.12.2019 - 12:00

Kraft der Kräuter 7 ayurvedische Kräuter, die Sie kennen sollten

Heilsame Kräuter und Gewürze spielen im Ayurveda eine wichtige Rolle: Sowohl zur Gesunderhaltung, als auch bei akuten Beschwerden.

Foto: iStock/subodhsathe

Heilsame Kräuter und Gewürze spielen im Ayurveda eine wichtige Rolle: Sowohl zur Gesunderhaltung, als auch bei akuten Beschwerden.

Kurkuma ist Ihnen wahrscheinlich ein Begriff, aber kennen Sie auch Ashwagandha, Brahmi und Triphala? Wir stellen Ihnen 7 wichtige Kräuter und Gewürze aus dem Ayurveda vor.

Ayurveda gilt als älteste bekannte Gesundheitslehre. Neben körperlichen Anwendungen, Bewegung, Reinigungskuren, Lebensstilveränderungen und Ernährung, spielen auch Heilkräuter und Gewürze eine zentrale Rolle für die Gesunderhaltung und Heilung von Beschwerden.

Auch hierzulande werden ayurvedische Kräuter und Heilmittel immer bekannter und beliebter. Welche dies sind und wie sie wirken, erfahren Sie hier.

Amalaki: Ayurvedisches Kraut mit Schönheitseffekt

Amalaki zählt zu den wichtigsten ayurvedischen Heilmitteln. Die getrocknete Frucht des Amla-Baums soll das Immunsystem unterstützen, die Augen stärken und sich positiv auf Haut, Haare und Nägel auswirken. Daher gilt Amalaki auch als Verjünungs- und Schönheitsmittel.

Kurkuma: Entzündungshemmend und antioxidativ

Kurkuma ist Ihnen wahrscheinlich bereits als Küchengewürz bekannt. Im Ayurveda wird die gelbe Wurzel auch als Heilmittel eingesetzt und gilt hier unter anderem als reinigend und kräftigend. Mittlerweile gibt es sogar zahlreiche Studien zu Kurkuma und dessen Wirkstoff Curcumin, die die entzündungshemmende und antioxidative Wirkung des ayurvedischen Gewürzes nachgeweisen haben. Außerdem konnte in Studien gezeigt werden, dass Kurkuma das Herz und Gehirn schützen kann.

Brahmi: Für Nerven und Geist

Brahmi zählt zu den wichtigsten ayurvedischen Kräutern. Das Heilkraut soll stärkend auf Geist und Nerven wirken und somit auch bei Stress helfen. Tatsächlich hat man auch in Studien herausgefunden, dass Brahmi in Zusammenhang mit einer besseren Lern-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit steht.

Triphala: Das Verjüngunsmittel

Triphala ist eine Mischung aus drei ayurvedischen Früchten: Die bereits weiter oben beschriebene Amalaki sowie Haritaki und Bibhitaki. Allen dieser drei Heilmittel wird eine verjüngende Wirkung zugeschrieben, sodass Triphala insgesamt als Verjünungsmittel gilt. Außerdem wirken Haritaki und Bibhitaki positiv im Bereich Magen-Darm und Verdauung.

Tulsi: Reinigend und schleimlösend

Tulsi ist eine Basilikumart und ist im Ayurveda auch als heiliges Basilikum bekannt. Aufgrund der enthaltenen Pflanzenstoffe hat Tulsi eine entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Wirkung. Das Kraut wird unter anderem bei Atemwegsbeschwerden, Husten oder Erkältung eingesetzt, wirkt schleimlösend und unterstützt die körpereigene Abwehr. Außerdem soll es blutreinigend und positiv auf die Verdauung wirken.

Ashwagandha: Das Anti-Stress-Mittel

Ashwagandha wird hierzulande immer beliebter. Das Heilkraut zählt zu den Adaptogenen, was bedeutet, dass es sowohl Körper als auch Geist beim Umgang mit Stress unterstützt. Tatsächlich hat man auch schon in Studien herausgefunden, dass Ashwagandha das Level des Stresshormons Cortisol reduzieren kann. Gemäß Ayurveda soll es für einen klaren Geist sorgen und die Nerven stärken. Hinzu kommt eine aphrodisierende und libidostärkende Wirkung.

Shatavari: Die Frauenheilpflanze

Shatavari ist auch als indischer Spargel bekannt und zählt zu den wichtigsten ayurvedischen Heilmitteln und wird vor allem als Frauenheilpflanze betrachtet. Sowohl für die Fruchtbarkeit, bei Zyklusstörungen oder auch bei Wechseljahresbeschwerden kommt Shatavari zum Einsatz. Das ayurvedische Heilmittel soll die Schleimhäute schützen und entzündungshemmend wirken.

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Auf was Sie bei ayurvedischen Kräutern achten sollten

Bevor Sie ayurvedische Kräuter und Gewürze für sich selbst ausprobieren, ist es sinnvoll, dies mit einem ayurvedischen Mediziner oder Therapeuten abzusprechen. Diese können in Bezug auf Wirkweise und Menge beraten, da Kräuter und Gewürze durchaus unterschiedlich auf den einzelnen Menschen wirken – dabei spielt unter anderem der jeweilige Ayurvedatyp eine Rolle. Gleichzeitig können die Kräuter und Gewürze auch Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Experten können außerdem mit Bezugsquellen helfen. Dies ist wichtig, da sich ayurvedische Kräuter und Gewürze von der Qualität her unterscheiden können.

Fazit zu ayurvedischen Kräutern

Heilkräuter und Gewürze sind bereits seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil des Ayurveda und werden hier bei den unterschiedlichsten Beschwerden und Symptome eingesetzt – von Verdauungsbeschwerden, dem Umgang mit Stress bis hin zu Fruchtbarkeit.

Dabei sollten Sie beachten, dass im Ayurveda nie nur alleine mit Kräutern und Gewürzen gearbeitet wird – so wirkungsvoll sie womöglich auch sein können. Zur ganzheitlichen Gesunderhaltung des Menschen und auch zur Heilung von Beschwerden, bleiben eine ausgewogene und im Ayurveda auch sowie ein insgesamt gesunder Lebensstil die Basis.

Erfahren Sie mehr über Heilkräuter und alternative Heilmethoden auf unserer umfangreichen Themenseite Naturheilkunde. Tauchen Sie außerdem auf unserer Themenseite Kräuter in die vielfältige und aromatische Kräuterwelt ein.

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