Aktualisiert: 08.09.2021 - 15:05

Naturbelassen & antioxidativ Tipps für eine entzündungshemmende Ernährung

Tipps für eine entzündungshemmende Ernährung

Tipps für eine entzündungshemmende Ernährung

Chronische Entzündungen nehmen zu. Ein Grund: Die moderne Ernährungsweise aus Fertigprodukten, Weißmehl, Zucker und Fleisch. Mit der richtigen Ernährung können Entzündungen jedoch gelindert werden!

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Chronische Entzündungen nehmen zu. Ein Grund: Die moderne Ernährungsweise aus Fertigprodukten, Weißmehl, Zucker und Fleisch. Mit der richtigen Ernährung können Entzündungen jedoch gelindert werden!

Arthritis, Rheuma, Diabetes, Akne, Multiple Sklerose, Osteoporose, Bronchitis – zahlreiche chronische Krankheiten werden auf Entzündungen im Körper zurückgeführt, die Häufigkeit dieser Krankheiten steigt immer mehr. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der moderne Lebensstil: Umweltgifte, Dauerstress und vor allem eine ungesunde Ernährungsweise. Eine entzündungshemmende Ernährung kann dem entgegenwirken. Denn wichtige Nähr- und Vitalstoffe können das Immunsystem unterstützen und entzündungshemmend wirken.

Welche Lebensmittel reich an entzündungshemmenden Nährstoffen sind, welche Nahrungsmittel Entzündungen fördern und daher gemieden werden sollten, und wie sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung insgesamt chronischen Entzündungen vorbeugen bzw. lindern, erfahren Sie hier.

Warum eine entzündungshemmende Ernährung wirkungsvoll ist

Entzündungen sind lebensnotwendig. Sie sind ein wichtiger Teil der natürlichen Abwehrreaktion, durch die sich unser Körper selbst heilt. In akuten Fällen, wie beispielsweise einer Blasenentzündung, Halsentzündung oder Erkältung, tragen Entzündungen zur Genesung bei. Problematisch wird es, wenn die Entzündung andauert, chronisch wird und über kurz oder lang zu Beschwerden wie Schmerzen und Brennen oder Krankheiten wie Arthritis, Parodontitis oder auch Diabetes führt.

Ungesunder Lebensstil und falsche Ernährung begünstigen Entzündungen

Wie kommt es dazu, dass die Anzahl chronischer Entzündungskrankheiten immer weiter steigt? Wissenschaftler:innen und Expert:innen sehen einen wesentlichen Ursprung in unserem heutigen Lebens- und vor allem Ernährungsstil. Schadstoffe aus Umwelt und Ernährung, eine einseitige, fleischlastige und auf verarbeiteten Nahrungsmitteln basierende Ernährung, der Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Zigaretten sowie Bewegungsmangel und chronischer Stress sollen Entzündungen im Körper begünstigen.

Entzündungsfördernd: Diese Nahrungsmittel sollten Sie meiden

Mittlerweile wurde herausgefunden, dass bestimmte Nahrungsmittel und Nahrungsmittelgruppen Entzündungen begünstigen und somit zu chronischen Entzündungskrankheiten führen können. Zu den entzündungsfördernden Nahrungsmitteln zählen vor allem stark verarbeitete Nahrungsmittel wie Auszugsmehle, Zucker und Transfette sowie Substanzen wie Zusatzstoffe und Konservierungsmittel.

Um Entzündungen über Ihre Ernährung zu lindern, sollten Sie vor allem die folgenden Nahrungsmittel möglichst reduzieren bzw. meiden:

  • raffiniertes Mehl: Vor allem Weißmehl und Weißmehlprodukte
  • raffinierter Zucker: Süßigkeiten, Kuchen, Kekse, Eis, Soft Drinks
  • Fertigessen: Fertiggerichte, Fertigsaucen, Fertigdressings
  • Transfette und stark erhitze Fette: Margarine, Fettes und Frittiertes, Pommes, Chips
  • Alkohol: Vor allem Hochprozentiges
  • Fleisch: Vor allem Schweinefleisch, das als besonders entzündungsfördernd eingestuft wird, sowie fettiges rotes Fleisch und Wurstwaren. Qualitativ hochwertige magere Fleischsorten in Maßen sind weniger entzündungsfördernd.

Entzündungshemmende Ernährung: Nährstoffreich und antioxidativ

Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise wiederum, kann entzündungshemmend wirken. Wesentlich dabei sind naturbelassene und frische Lebensmittel, viel Gemüse und Obst, kaltgepresste pflanzliche Fette, pflanzliche Proteine und komplexe Kohlenhydrate. Diese liefern zahlreiche antioxidative und entzündungshemmende Substanzen wie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Im Video erklären wir, was Antioxidantien eigentlich sind:

Was sind eigentlich Antioxidantien?
Was sind eigentlich Antioxidantien?

Lebensmittel, die besonders viele entzündungshemmende Inhaltsstoffe enthalten und daher so oft wie möglich Teil einer entzündungshemmenden Ernährung sein sollten, sind:

  • grünes Blattgemüse: Grünkohl, Spinat und Mangold sind reich an antioxidativen und immunstärkenden Nährstoffen wie Vitamin C und Polyphenole.
  • Kohl: Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl & Co. sind ähnlich wie grünes Blattgemüse sehr reich an Vitamin C und entzündungshemmend wirkenden sekundären Pflanzenstoffen.
  • Zwiebeln und Knoblauch: sind ein altes Hausmittel bei Entzündungen. Ihre ätherischen Öle sollen für die entzündungslindernde Wirkung verantwortlich sein.
  • Beeren: Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Co. enthalten viele Antioxidantien.
  • Zitrusfrüchte: Zitrone, Grapefruit und Orange sind reich an antioxidativ wirkendem und immunstärkendem Vitamin C.
  • Nüsse und Saaten: Mandeln, Walnüsse, Leinsamen und Co. enthalten unter anderem Vitamin E, Zink und Selen, welche ebenfalls zu den Antioxidantien zählen. Vor allem Leinsamen, Chiasamen und Walnüsse sind reich an den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren.
  • pflanzliche Öle: Auch Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl enthalten Antioxidantien und andere Nährstoffe, die entzündungshemmend wirken. Auch hier sind die antientzündlichen Omega-3-Fettsäuren hervorzuheben. Wichtig bei pflanzlichen Ölen ist ihr Herstellungsverfahren: sie sollten kaltgepresst sein.
  • Fisch: Auch Fisch enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen hemmen. Fetter Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele ist besonders reich daran und sollte daher regelmäßig in eine entzündungshemmende Ernährung eingebaut werden.
  • Gewürze: Den exotischen Gewürzen Kurkuma, Ingwer, Zimt und schwarzer Pfeffer werden aufgrund von sekundären Pflanzenstoffe eine stark antioxidative und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Kurkuma beispielsweise enthält das antientzündliche Curcumin.

Gewichtsreduktion hilft gegen Entzündungen

Eine ausgewogene und möglichst naturbelassene Ernährungsweise versorgt den Körper nicht nur mit vielen entzündungshemmenden Vitalstoffen, sondern verhilft auch zu einem gesunden Gewicht. Denn gerade Übergewichtige sind häufig von chronischen Entzündungen betroffen. Das liegt auch daran, dass insbesondere das viszerale Bauchfett entzündungsfördernde Hormone produziert.

Neben der Ernährung verhilft auch ausreichend Bewegung zu einem gesunden Gewicht. Und tatsächlich wirkt Sport und Fitness auch immunstärkend sowie entzündungslindernd.

Fazit: Entzündungen können mit gesunder Ernährung gelindert werden

Mit einer abwechslungsreichen, nährstoffreichen und gesunden Ernährung aus viel Gemüse, Obst, Nüssen, Saaten und gesunde Fetten können Sie Entzündungen im Körper lindern und ihnen vorbeugen. Achten Sie für eine entzündungshemmende Ernährung vor allem auf antioxidativ wirkende Nährstoffe wie Vitamin C und E, Zink, Selen und sekundäre Pflanzenstoffe sowie die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Und: Denken Sie außerdem an ausreichend Bewegung und Entspannung – beides wirkt ebenfalls entzündungslindernd.

Entdecken Sie weitere Ratgeber unserer Kolumnistin Natürlich Nadine: Sie gibt wertvolle Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährungweise in jeder Lebenslage. Schauen Sie außerdem auf unserer Themenseite Naturheilkunde vorbei, um viele wertvolle Tipps rund um natürliche Heilverfahren zu erhalten.

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