02.02.2018

Ganz einfach nachzumachen Mit diesen 10 Heilmitteln kommen Sie gesund durch den Winter

Alle an einem Tisch. Es fehlen nur noch die Torten. Von

Hals und Bronchien, aber auch Herz und Venen werden im Winter schnell zur Problemzone. Doch natürliche Heilmittel können Sie dabei unterstützen, gesund durch den Winter zu kommen. Welche Heilmittel sogar Ärzte empfehlen, erfahren Sie hier.

Bei Winter-Beschwerden denken die meisten sofort an Erkältungen. Tatsächlich nehmen aber auch Herzerkrankungen, Bronchitis und Atemwegsbeschwerden zu. Kommen Sie gesund durch den Winter – mit Heilmitteln, auf die sogar Ärzte vertrauen.

Gesund durch den Winter: Herzerkrankungen und Atemwegsbeschwerden nehmen zu

Bei Kälte klettert der Blutdruck in die Höhe, was das Herz belasten kann. Tiefdruckgebiete, schwere Regenfälle und niedriger Luftdruck können auch zu Venenproblemen führen – die sich aber oft erst neun bis 14 Tage nach dieser Wetterlage zeigen. Das belegt eine Analyse der schottischen Universität Edinburgh.

Winterliche Inversionswetterlagen, bei denen eine warme obere Luftschicht wie eine riesige Käseglocke Feinstaub und andere Schadstoffe einsperrt, verursachen oft Bronchitis und Atemwegsbeschwerden. Und auch durch Heizen wird jetzt besonders viel Feinstaub in die Atmosphäre gepustet. Die folgenden Heilmittel versprechen Linderung.

1. Haut-Bademilch

Bei kalter Außen-und trockener Heizungsluft wird unsere Haut schnell rau und neigt zu Ekzemen.

Rezept: 1 l Vollmilch leicht erhitzen, 2 EL Bienenhonig darin auflösen. Ein wenig abkühlen lassen, 3 Tropfen Patchouli-, 2 Tropfen Orangenöl untermischen. In 38 Grad warmes Vollbad geben. 20 Minuten darin baden.

Patchouli beruhigt die Haut, lindert Juckreiz. Orangenöl fördert die Durchblutung, glättet. Milch spendet Feuchtigkeit.

Leiden Sie bei Kälte unter besonders trockener Haut? Hier sind unsere Tipps für die richtige Hautpflege bei Kälte.

2. Nasen-Tropfen

Ist die Erkältung vorangeschritten, behindert zäher Entzündungsschleim die Nasenatmung und blockiert die kleinen Verbindungskanäle zu den Nebenhöhlen.

Rezept: 1 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl in 10 ml Speiseöl geben, mixen. Wattestäbchen hineintauchen, Naseninneres mehrmals täglich damit benetzen. Cineol und Eukalypton lassen die Nasenschleimhaut abschwellen, wirken keimtötend.

3. Venen-Tinktur

Fußbodenheizung, enge Stiefel, zu wenig Bewegung - das belastet die Beinvenen. Das venöse Blut kann nicht mehr optimal aus den Beinen zum Herzen transportiert werden. Besonders abends kribbelt und schmerzt es, die Knöchel schwellen an.

Rezept: 1 Handvoll Rosskastanien-Blüten (Apotheke) mit 250 ml Doppelkorn in Schraubdeckelglas ansetzen. 3 Wochen an warmen Ort stellen, regelmäßig schütteln. In dunkles Fläschchen abseihen. Unterschenkel jeden Abend einreiben.

Cumarin und Aescin der Rosskastanien-Blüten stärken die Venen.

4. Immun-Booster

Niedrige Temperaturen verlangsamen die Aktivität der Abwehrzellen. Das Immunsystem reagiert schwächer auf Erreger, sagt Prof. Akiko Iwasaki, von der Universität Yale.

Rezept: Je 1 Orange, Zitrone auspressen. 2 cm ungeschälte Ingwerwurzel waschen, klein schneiden. Zusammen mit 1 EL Oregano-Öl, 1 bis 2 Tropfen Cayenne-Extrakt (Apotheke) im Mixer pürieren. Jeden Morgen auf nüchternen Magen. Gingerol und Capsaicin locken Killerzellen, erhöhen ihre Aktivität.

5. Husten-Saft

Die Zahl der Atemwegsinfekte steigt in der kalten Jahreszeit um 14 bis 20 Prozent an, so eine Studie der italienischen Universität Insubria in Varese.

Rezept: Von einem großen schwarzen, ungeschälten Rettich den Deckel abschneiden. Aushöhlen, mit dem Messer einige Male bis zum Boden durchstechen. In ein Sieb (oder gleich auf ein Glas) setzen, mit Kandiszucker füllen, 1 TL flüssigen Honig darübergeben. Sieb auf eine Schüssel setzen, ziehen lassen. Nach 6 Stunden Hustensaft in dunkle Schraubverschluss-Flasche umfüllen. 3-mal täglich 1 TL davon lutschen.

5 weitere Heilmittel für die kalte Jahreszeit finden Sie auf der folgenden Seite ...

 

6. Blaue-Flecken-Öl

Im Winter verdoppeln sich die Stürze. Die meisten gehen glücklicherweise glimpflich aus und führen nur zu Prellungen.

Rezept: 20 Hauswurz-Blätter (Apotheke) zerkleinern, in je 80 ml Jojoba-und Olivenöl 20 Minuten leicht köcheln. Pflanzenteile abseihen. Öl erneut aufkochen. 12 g Kakaobutter-, 8 g Bienenwachspellets (Reformhaus), 7 Tropfen Lavendelöl (Apotheke) einrühren. In Tiegel füllen. 5-mal täglich einmassieren. Gerbstoffe, Apfel-und Ameisensäure im Hauswurz fördern Reparaturmechanismen des Körpers, helfen, den blauen Fleck abzubauen.

7. Fieber-Tee

Fieber ist ein gesunder Abwehrmechanismus, mit dem der Körper Viren und Bakterien bekämpft. Deshalb sollte es erst ab einer Temperatur von über 38,5 Grad mit Medikamenten gesenkt werden.

Rezept: Je 1 TL Linden-, Holunderblüten (Apotheke) mit 250 ml Wasser aufbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen. In kleinen Schlucken über 10 Minuten trinken. 3 bis 5 Tassen am Tag. Fördert heilsames Schwitzen, dessen Verdunstungskälte das Fieber runterdrückt.

8. Kopf-Kompresse

Spannungskopfschmerzen nehmen um bis zu 20 Prozent zu, weil kalter Wind die dünne Muskulatur unter der Kopfhaut krampfartig zusammenzieht. Und auch, weil wir zum Schutz vor Kälte die Schultern hochziehen.

Rezept: 2 bis 3 TL schwarzes Senfmehl (Apotheke) mit wenig Wasser zur Paste verrühren, Zweimesserrückendick auf ein Stück Gaze (Baby-Windel) oder Haushaltskrepp auftragen. Ränder umschlagen, das entstandene Kissen auf die Stirn legen. 2 bis 3 Minuten wirken lassen, Haut anschießend gründlich mit Wasser abwaschen. Fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln.

9. Rücken-Umschlag

Bis zu 80 Prozent der Deutschen klagen in der kalten Jahreszeit über Verspannungen und Muskelschmerzen, leiden unter Hexenschuss - doppelt so viele wie im Sommer. Ursache: Bewegungsmangel, Gewichtszunahme, Kälte, Tiefen-Verspannungen.

Rezept: 10 g Petersilie, 40 g getrocknete Weinrauten-Blätter (Apotheke) hacken. Mit 100 ml Olivenöl 5 Minuten köcheln lassen. Mullkompresse damit tränken, warm auflegen, darüber ein Leinentuch, mit Schal fixieren. 1 bis 2 Stunden wirken lassen. Petersilie bessert Schmerzen.

10. Herz-Wein

Sinkt die Durchschnittstemperatur unter null, ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Das führt zu Bluthochdruck und belastet das Herz, zeigt eine Studie der schwedischen Universität Lund.

Rezept: 2 Handvoll getrocknete Weißdornbeeren, je 7 getrocknete Weißdornblätter und -blüten (Apotheke) in Schraubdeckel-Glas geben. Mit 1 l Bio-Rotwein und 3 EL Manuka-Honig auffüllen. 3 Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen, täglich schütteln. Abseihen, im Kühlschrank lagern. 10 Wochen täglich 1 Glas.

Noch mehr Tipps, wie Sie gut durch den Winter kommen, finden Sie auf unserer Themenseite. Wer sich für Naturheilkunde interessiert, findet hier weitere Infos.

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