01.04.2017

Geschenke der Natur 5 Wildkräuter zum Entgiften, die Sie auf jedem Spaziergang finden

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Wozu teure Entgiftungs-Kuren, wenn die besten Zutaten gratis vor der Haustür wachsen?

Foto: iStock/m-gucci

Wozu teure Entgiftungs-Kuren, wenn die besten Zutaten gratis vor der Haustür wachsen?

Auf den Wiesen und in den Wäldern wachsen jetzt wahre Detox-Wunder. Wir erklären, welche Pflanzen Sie für eine Entgiftungs-Kur nutzen können.

Frühlingszeit ist Wildkräuterzeit. Überall beginnt es zu grünen, sprießen und zu blühen. Gerade jene Pflanzen, die uns jetzt bei der Entgiftung unterstützen können, lassen sich massenhaft und ohne großes Suchen während eines kleinen Spaziergangs einsammeln. Ein wundervolles Geschenk der Natur, dazu noch frisch, gesund und absolut gratis.

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Brennnesseln reinigen das Blut und aktivieren den Stoffwechsel

Die Brennsessel ist Lebensmittel und Heilkraut zugleich und glücklicherweise in Massen verfügbar. Genaugenommen erfüllt das oft unterschätzte Kraut sämtliche Superfood-Kriterien. Ihre Entgiftungs-Eigenschaften wirken nachhaltiger und intensiver als so manch überteuertes Detox-Programm. Sie reinigen das Blut, regen den Stoffwechsel an und befreien den Körper vom alten Winterballast. Einmal gepflückt (mit Handschuhen und Schere), können einem die Brennhärchen nichts mehr anhaben.

Vorkommen: Von April bis November an Waldrändern, in der Nähe von Parkanlagen, Tümpeln, Teichen und Flussrändern. Vorzugsweise an halbschattigen und feuchten Orten.

Zubereitungsmöglichkeiten: Als Zutat für grüne Smoothies und Säfte oder als frischer Teeaufguss. Kenner schwören auf Brennnessel als Spinat-Ersatz, welcher sich ebenso vielseitig verwenden und zubereiten lässt. Zum Beispiel als Salat oder Beigabe zu Aufläufen oder Gemüsepfannen.

Bärlauch saniert die Darmflora und beugt Entzündungen vor

Frischer Bärlauch ist für Knoblauchfans das Größte: Er schmeckt ähnlich, hat ähnliche Eigenschaften, hinterlässt aber nach seinem Genuss einen weniger hartnäckigen Geruch. Für die Verdauung und die empfindliche Darmflora ist Bärlauch eine Wohltat. Er regt die Magensäfte an, macht Bakterien unschädlich, beugt Gefäßverkalkungen vor und hilft belastende Stoffe über Leber, Galle und Nieren auszuscheiden. Eine Entgiftungskur mit Bärlauch eignet sich besonders für Menschen, die über längere Zeit Antibiotika einnehmen mussten.

Vorkommen: Zwischen April und Mai auf feuchten Lichtungen in Laubwäldern. Mit der richtigen Standortwahl lässt sich Bärlauch auch im Garten ziehen.

Zubereitungsmöglichkeiten: Frischer Bärlauch eignet sich perfekt für Salate, Suppen oder Kräuterdips. Mit Bärlauch lässt sich auch ein leckeres Pesto herstellen, sodass man das ganze Jahr davon genießen kann.

>> Rezept: Bärlauch-Pesto

Giersch entsäuert den Körper und gibt neue Kraft

Der Giersch gehört zu den mineralstoffreichsten und proteinreichsten Kräutern Mitteleuropas und er ist ein wahres Vitamin-C-Wunder. In ihm steckt vier Mal mehr als in Zitronen. Giersch eignet sich ideal, um den Körper nach einem langen Winter nachhaltig zu entsäuern und dem Bindegewebe neue Spannkraft zu verleihen. Das bringt neuen Schwung in den Stoffwechsel. Gegen akute Gicht- und Rheuma-Anfälle helfen Kräuterumschläge, ein regelmäßiger Teeaufguss wirkt nachhaltig vorbeugend.

Vorkommen: Wächst zwischen April und September massenhaft und nahezu überall in Mitteleuropa. Bevorzugt an feuchten und schattigen Orten.

Zubereitungsmöglichkeiten: Als Blattgemüse, Teeaufguss, Zutat für grüne Smoothies und Kräuterumschläge bei Gelenkbeschwerden.

Löwenzahn schwemmt Giftstoffe aus Leber und Galle aus

Was den meisten als Hasenfutter bekannt ist, ist in Wirklichkeit ein hochwirksames Wunderkraut. Bereits 100 Gramm Löwenzahn am Tag reichen, um die körpereigenen Entgiftungsorgane Leber, Galle und Nieren zu aktivieren und den Stoffwechsel und damit auch die Fettverbrennung nachhaltig anzuregen. Löwenzahn ist eine widerstandsfähige Pflanze, die nahezu überall gedeiht. Diese Eigenschaft überträgt sich quasi auch auf uns, wenn wir ihn regelmäßig in unseren Speiseplan einbauen. Deshalb ist Löwenzahn nicht nur eine großartige Detox-Pflanze, sondern auch ein toller Kraftspender für die Frühlingszeit.

Vorkommen: Zwischen April und September auf nahezu allen wilden Wiesen, am Rand von landwirtschaftlichen Flächen, Brachflächen, Parkanlagen und damit quasi vor jeder Haustür.

Zubereitungsmöglichkeiten: Als Teeaufguss und schmackhafte Zutat für Wildkräuter-Salate, Dips und Pesto.

>> So lecker schmeckt Löwenzahn als Salat

Gänseblümchen bringt das Gemüt in Frühlingslaune

Die Gerbstoffe in den hübschen Blümchen sorgen für eine schleimlösende, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung. Dank des leicht nussigen Geschmacks sind Gänseblümchen zudem äußerst lecker. Sie sorgen nicht nur für eine schöne Haut und lindern Menstruationsbeschwerden, ihnen wird auch eine wohltuende Wirkung auf die Psyche nachgesagt. Sie lassen im wahrsten Sinne des Wortes das Gemüt erblühen, machen Lust auf Frühling und erst Recht auf Frühlingsgefühle.

Vorkommen: Zwischen März und November auf halbschattigen Wiesen, Feldern, an Wegrändern, in Parks und Gärten mit nährstoffreichen Böden.

Zubereitungsmöglichkeiten: Als appetitanregende Dekoration auf Salaten und Zutat für selbstgemachte Aufstriche und Dips. Als Teeaufguss für Heilkuren haben Juni gesammelte Blüten die beste Wirkung.

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