23.03.2017

Experten-Interview "Über 2000 Studien zeigen, dass Homöopathie wirkt"

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Globuli und Co. können bei typischen Frühlingsbeschwerden, wie Schlafstörungen und Schwindel, gesund machen.

Foto: iStock/ChamilleWhite

Globuli und Co. können bei typischen Frühlingsbeschwerden, wie Schlafstörungen und Schwindel, gesund machen.

Wie wirkt Homöopathie? Dr. Markus Wiesenauer erklärt die Vorteile und warum er seit Jahrzehnten auf die sanfte Heilkunde setzt.

Der Arzt Dr. Markus Wiesenauer aus Weinstadt hat jahrzehntelange Erfahrung mit Naturheilkunde und Homöopathie. Im Interview erklärt er, weshalb die Homöopathie eine wirksame Medizin ist.

BILD der FRAU: Kritiker behaupten häufig, für die Wirksamkeit der Homöopathie gebe es keine Belege. Stimmt das?

Dr. Markus Wiesenauer: Nein. Gerade wurde ein Bericht veröffentlicht, der mehr als 300 klinischen Studien und 1800 Experimente aus der Grundlagenforschung, dazu die bisher durchgeführten Meta-Analysen, beinhaltet. Fazit: Allesamt belegen den therapeutischen Nutzen der Homöopathie und sprechen für ihre Wirkung.

Was meinen Sie damit?

Der Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel ist bislang nur ansatzweise erforscht. Bekannt ist aber, dass er vor allem auf einer gezielten Anregung der körpereigenen Selbstheilungskräfte beruht. Eine Hilfe zur Selbsthilfe also - ähnlich wie bei einer Impfung. Stoffe, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome auslösen, werden bei Kranken – durch spezielle Verfahren homöopathisch aufbereitet – als Heilmittel eingesetzt.

Neueste Studien sprechen sogar von einer „bewiesenen individualisierten“ Homöopathie…

Zu Recht. Denn was die Schulmedizin erst so langsam für sich in Anspruch nehmen kann, ist seit jeher eines der Grundprinzipien der Homöopathie: Sie berücksichtigt bei jeder Behandlung, dass Arzneien von jedem Patienten ganz individuell verstoffwechselt werden und demnach auch unterschiedlich wirken. Frauen reagieren anders als Männer, Kinder anders als Erwachsene … Das macht die Homöopathie zu einer für alle so wirksamen Medizin. Und bei sachgerechter Einnahme sogar ganz ohne Nebenwirkungen - selbst für Kleinkinder. Deshalb ist sie auch so gut für die Selbstmedikation geeignet. Besonders die niedrigeren Potenzen D6 und D12.

„Eine wirksame Medizin ohne Nebenwirkungen“... Die Heilung ist dann nicht nur eingebildet, also dem Placebo-Effekt zu verdanken?

Die Studienlage spricht auch hier eindeutig für die Homöopathie. Denn würden ihre Therapieerfolge lediglich auf einer „eingebildeten“ Scheinwirkung beruhen, dürften homöopathische Arzneimittel schließlich nicht in der Apotheke verkauft werden.

Steht die Homöopathie im Widerspruch zur Schulmedizin?

Absolut nicht. Sie gehen vor allem bei schweren Erkrankungen, z. B. ausgeprägtem Rheuma, Asthma, chronischen Darmleiden oder Krebs Hand in Hand. Denn durch sie können die Dosierung und die Nebenwirkungen notwendiger schulmedizinischer Medikamente reduziert werden.

>> Der Frühling kommt: 6 Tipps gegen Krankmacher

Homöopathie-Wissen

jederzeit verfügbar im Internet

Wie Globuli und Co. gesund machen, bei typischen Frühlingsbeschwerden wie Erkältung helfen, die wichtigsten Wirkstoffe von A bis Z und viel Wissenswertes über die sanfte Heilkunde: im Gesundheitsportal „lifeline“ unter www.lifeline.de/homoeopathie.

Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 8.

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