23.10.2017

Durchblutung fördern 8 Hausmittel gegen ständig kalte Füße

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Haben Sie ständig kalte Füße? Dann können Ihnen diese acht Tipps helfen!

Foto: iStock/golubovy

Haben Sie ständig kalte Füße? Dann können Ihnen diese acht Tipps helfen!

80 Prozent aller Frauen kennen das Problem ständig kalter Füße. Es ist typisch weiblich – und nicht nur Einbildung. Wir verraten acht Hausmittel, mit denen Sie schnell und einfach für eine gute Durchblutung und wohlige Wärme sorgen.

Wenn es draußen klirrend kalt ist, frieren bei vielen Frauen vor allem die Zehen. Auf bis zu acht Grad kühlen sie runter. Doch für die Mehrheit der Frauen sind kalte Füße zu jeder Jahreszeit ein Thema. Das hat viele Gründe, die jetzt erforscht sind.

Darum haben Sie ständig kalte Füße

An erster Stelle steht die – fehlende – Muskelmasse bei Frauen. Sie macht nur 23 Prozent aus, bei Männern dagegen 40. Weil aber vier Fünftel der Körperwärme aus Muskelenergie gespeist werden, frieren Frauen einfach schneller.

"Hinzu kommt der größere Wärmeverlust. Denn eine Frau besitzt bei gleicher Körpergröße – also Oberfläche – weniger Masse. Deshalb kühlt sie schneller aus", erklärt Dr. Jörg Schweichler, Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie aus Hamburg.

Ein weiterer Grund für frostige Frauen-Füße: "Um den Körperkern mit lebenswichtigen Organen wie Herz, Lunge, Leber oder Darm warm zu halten, verengen sich automatisch die Blutgefäße in den Gliedmaßen." Füße, aber auch Hände, Nase, Ohren werden in diesem Notfall-Modus schlechter durchblutet. Das Ergebnis: Eiszeit!

Selten stecken krankhafte Ursachen hinter kalten Füßen

Meist sind kalte Füße zwar lästig, aber harmlos. Lästig auch, weil der Körper sie als Fehlfunktion wertet und mit Stresshormonen reagiert. Das kurbelt den Kreislauf wieder an, und Frau bleibt nachts hellwach. Hinter Eis-Füßen als Dauerzustand können aber auch krankhafte Ursachen stecken. Neben einem Mangel an Vitamin D, Magnesium oder Kalium können auch Durchblutungsstörungen, etwa durch einen niedrigen Blutdruck, schuld sein.

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"Und bei Rauchern können chronische Gefäßschäden die Blutzirkulation stören. Auch Diabetiker haben ein höheres Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit", so Dr. Schweichler. "Zudem hat das Raynaud-Syndrom, eine Gefäßstörung, die bei Frauen etwa fünfmal häufiger als bei Männern auftritt, kalte Füße oft als Begleit-Symptom. Ebenso wie das Restless-Legs-Syndrom oder die Schaufenster-Krankheit."

Weitere Ursachen für kalte Füße als Dauer-Problem: z. B. Unterfunktion der Schilddrüse, Blutarmut, nachlassende Hormonproduktion in den Wechseljahren, das Weichteil-Rheuma Fibromyalgie. Und wühlen Stress und seelische das vegetative Nervensystem auf, verkrampfen sich feinste Arterien, der Blutfluss gerät ins Stocken.

Schluss mit kalten Füßen mit diesen acht Hausmitteln

1. Rollern mit dem Igelball

Massieren Sie Ihre Füße jeden Tag ca. 10 Minuten mit einem Igelball (ca. 6 Euro; Sportgeschäft). Das regt die Mikrozirkulation in der Fußsohle an.

So geht’s: Fuß langsam von der Ferse mittig bis zu den Zehenballen auf dem Igelball abrollen. Dabei Zehen erst strecken und spreizen. Je weiter der Ball nach vorn wandert, desto mehr werden die Zehen gebeugt, umfassen ihn schließlich ganz. Langsam wieder zurück. Danach die Außenseite der Fußsohle, dann die Innenseite. Pro "Roll-Bahn" 10- bis 15-mal. Danach anderer Fuß.

2. Fuß-Gym im Sand-Bad

Eine durchblutungsfördernde Bewegungsübungen im wärmespeichernden Sand, der Gewebe und Gefäße der Fußsohlen durchwalkt.

So geht’s: Ca. 2 kg Vogelsand auf einem tiefen Blech im Backofen 20 Minuten bei 100 Grad erhitzen. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen. Mit den Zehen im Sand Greif-Übungen machen. 10 Minuten.

3. Zitronen-Salz-Senfmehl-Fußbad

Es kurbelt die Durchblutung an, trainiert die Gefäßwände.

So geht’s: Saft von 2 Zitronen, 2 EL Meersalz, 20 g Senfmehl, 3 Tropfen Zimtöl in 1 l etwa 39 Grad warmes Wasser geben (Fußbadewanne). Gut vermischen. Füße 15 Minuten darin baden.

4. Kaltes Wassertreten

Die Reiztherapie trainiert die Thermoregulation der Gefäße.

So geht’s: Badewanne wadenhoch mit kaltem Wasser füllen. 5 Minuten hin und her waten. Füße bei jedem Schritt aus dem Wasser heben.

5. Einreibung mit Rosmarin-Milch

Die ätherischen Öle Cineol und Borneol erweitern die Gefäße.

So geht’s: 1 TL frische Rosmarinnadeln im Mörser andrücken, mit 1 Tasse Milch 20 Minuten köcheln. Abseihen, Füße mit Absud in kleinen Kreisen massieren. Pro Fuß ca. 3 bis 5 Minuten.

6. Holzasche-Fußbad

Der biologische Wärmespeicher regt die Durchblutung an.

So geht’s: 2 Handvoll Holzasche (Apotheke, Drogerie) in Fußwanne mit 40 Grad heißem Wasser geben. Gut umrühren. Füße darin ca. 10 Minuten baden.

7. Heißes Chili-Ingwer-Wasser

Die Scharfmacher Capsaicin und Gingerol üben einen Hitzereiz auf die Gefäße aus.

So geht’s: 6 dünne Ingwerscheiben und 1 kleine aufgeschnittene Chilischote mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 12 Minuten ziehen lassen. Abseihen und heiß trinken.

8. Heiße Zimt-Socken

Ein Gewürz-Potpourri aus 15 Hauptwirkstoffen fördert den Blutfluss.

So geht’s: 20 Tropfen Zimtöl (Apotheke) mit 20 ml Sahne vermischen, in eine Schüssel mit 1 l etwa 40 Grad heißem Wasser geben. In Achterschleifen umrühren. 1 Paar Wollsocken eintauchen, auswringen, anziehen, 1 Paar trockene Socken drüberziehen. Hinlegen, Wärmflasche ans Fußende. 30 Minuten wirken lassen. Bis zu 2-mal am Tag.

Wenn Hausmittel nicht helfen, sollten Sie zum Hausarzt gehen. Dr. Schweichler: "Sofort zum Arzt, wenn ein Fuß und/oder ein Bein plötzlich kalt wird und heftig schmerzt, die Haut blass ist oder sich bläulich verfärbt. Das können Hinweise auf einen Verschluss eines Blutgefäßes sein."

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