23.03.2016

Naturheilkunde Natürliche Heilmittel gegen Ohrenschmerzen und Ohrendruck

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Foto: ©iStock / SIphotography

Heilmittel auf Naturbasis können eingesetzt werden, um Symptome zu lindern und die Heilung zu begünstigen.

Der Grund für Ohrenschmerzen und oftmals damit verbundenem Ohrendruck können sowohl harmlose Erkrankungen aber auch gefährliche Entzündungen sein. Da Ohrenschmerzen aber durchaus ernste Ursachen haben können, sollten Medikamente immer erst dann genutzt werden, wenn ein Mediziner beziehungsweise Facharzt ernsthafte Erkrankungen bereits ausgeschlossen hat. Immer sollten Sie sich mit Beschwerden daher möglichst schnell zum Arzt begeben, welcher dann unter anderem eine akute Mittelohrentzündung (in der Fachsprache "Otitis") ausschließt.

>> Mittelohrentzündung: Die Symptome bei Kindern und Erwachsenen

Was macht man bei einer Otitis?

Bei einer Otitis versprechen auch Naturheilmittel keine Besserung, sie müssen normalerweise unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum behandelt werden. Wurden ernste Erkrankungen bereits ausgeschlossen, können Sie sich mit Maßnahmen aus der Naturheilkunde aber Linderung verschaffen und zugleich den Heilungsprozess beschleunigen. In der Naturheilkunde werden Ohrenschmerzen bekämpft, indem man versucht, den gesamten Organismus des Körpers wieder zu stabilisieren, zumal Ohrenschmerzen häufig auch in Verbindung mit Fieber auftreten.

Ihren Organismus können Sie entgiften und zugleich entlasten, indem Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren und sich vor allem Ruhe gönnen. Bettruhe und Entspannung helfen dem Körper bei der Entlastung, wodurch dieser sich ganz der Bekämpfung der Leiden widmen kann. Maßnahmen aus der Naturheilkunde umfassen außerdem leichtes Fasten und ebenfalls leicht abführende Tees. Durch das Abführen wird der Körper entgiftet und kann sich schneller wieder regenerieren.

Wunderwirkung der Wadenwickel

Bei Fieber helfen nächtliche Wadenwickel und mehrmals täglich ein kühler Lappen auf der Stirn. Wickel werden in der Naturheilkunde bei Ohrenschmerzen besonders gern unter Einsatz der Zwiebel durchgeführt. Die intensiven ätherischen Öle, die eine Zwiebel verströmt, haben eine desinfizierende Wirkung und helfen die Atemwege frei zu bekommen, was sich auch auf Schmerzen in den Ohren oder bei Druck in den Ohren positiv zeigt.

Senföle und Zwiebeltee

Senföle sind eine gute Alternative zur Zwiebel, da auch sie eine desinfizierende Wirkung besitzen. Bei Anwendung der Zwiebel hacken Sie diese klein und bringen Sie mit Hilfe eines Stück Stoffes, beispielsweise klassischer Verbandsstoff, hinter dem Ohr an. Befestigt wird diese Konstruktion zum Beispiel mit einer Mütze, einem engen Haarnetz oder einer Badekappe. Alternativ können Sie die Zwiebel auch in einen sauberen Strumpf stecken und sie so hinter das betroffene Ohr legen.

Möchten Sie die Zwiebel im Ohr selber anwenden, können Sie dafür einen Zwiebeltee herstellen, bei dem eine geschälte Zwiebel für kurze Zeit im Wasser gekocht wird. In eine Pipette abgefüllt, können Sie eine geringe Menge dieses Tees in das Ohr träufeln. Etwas Watte "dichtet" das Ohr dann ab und sorgt dafür, dass der Zwiebeltee nicht wieder herausläuft. Von Vorteil ist bei dieser Methode zudem, dass Sie das Ohr so zugleich auch vor kalter Zugluft schützen, die die Symptome noch intensivieren könnte.

Ohrenschmerzen auf natürliche Weise mit der Hilfe von Wärme angehen

Viele Menschen empfinden Wärme bei auftretenden Ohrenschmerzen als sehr angenehm. Möchten Sie sich die heilenden Kräfte der Wärme zu Nutze machen, bietet die Naturheilkunde hier ebenfalls praktische Therapiemöglichkeiten an. Warme Kamille- oder Bockshornkleeaufschläge sind ein Klassiker, aber auch der sogenannte "Ohrendampf" ist ein wertvolles Instrument gegen auftretende Schmerzen. Diese Methode wird besonders häufig bei Menschen empfohlen, die unter häufigen oder gar chronischen Ohrenschmerzen leiden.

Hierbei müssen Sie Wasser in einem Wasserkessel erhitzen und die dabei erzeugten Dämpfe in sicherem Abstand zum Ohr leiten. Genutzt wird dafür ein einfacher Schlauch, der eine kleine Menge des Dampfes in die Nähe des Ohres leitet. Achten Sie beim Ohrendampf darauf, dass der Schlauch keinesfalls in das Ohr gehalten werden soll. Es empfiehlt sich ein sicherer Abstand von einigen Zentimetern. Die wärmenden Dämpfe erreichen so immer noch problemlos das Ohrinnere.

Ergänzend können Sie verschiedene Tees trinken, um eventuelles Fieber zu lindern und Ihrem Körper zugleich Entspannung zu verschaffen.

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