10.03.2016 - 15:08

Mediterranes Lebenselixier Olivenöl, das natürliche Heilmittel

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Foto: ©iStock / dulezidar

Olivenöl werden zahlreiche Merkmale zugesprochen, die die Gesundheit fördern. Aber Achtung: Auf die Qualität des Olivenöls kommt es an.

Dazu zählen neben positiven Effekten auf die Blutgefäße und den Cholesterinspiegel auch mögliche krebsvorbeugende Eigenschaften. Verantwortlich dafür sind der hohe Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren sowie der Gehalt an phenolischen Verbindungen.

Es gibt kaum ein Lebensmittel, dem so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, wie dem Olivenöl.

Tatsächlich ist es so, dass beispielsweise auf Kreta, wo besonders viel Olivenöl konsumiert wird, verschiedene Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs - insbesondere Brust- und Dickdarmkrebs - eher selten vorkommen.

Um es klar zu stellen: Das kann gewiss nicht allein am Olivenöl festgemacht werden. Insgesamt sind eine ausgewogene, gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und wenig Stress wichtig, um bestimmte Krankheitsrisiken zu reduzieren.

Olivenöl spielt allerdings, da sind sich viele Forscher heute einig, ein wichtige Rolle dabei.

Wie gut ist unser Olivenöl?

Reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Polyphenolen

Das liegt zunächst einmal am Hauptinhaltsstoff des Olivenöls. Es kann zu maximal rund 80 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren oder Oleinsäure bestehen.

Im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren hat die Omega-9-Oleinsäure einen senkenden Einfluss auf den Gesamtcholesterinspiegel sowie auf das "böse" LDL-Cholesterin.

Der "gute" HDL-Wert kann durch die Oleinsäure hingegen sogar leicht erhöht werden. Das hat eine Verbesserung des Verhältnisses von LDL- und HDL-Cholesterin zur Folge.

Eine Studie von britischen und US-amerikanischen Forschern legt zudem nahe, dass, wenn die Oleinsäure gemeinsam mit verschiedenen Gemüsesorten aufgenommen wird, sogenannte Nitro-Fettsäuren entstehen.

Sie sollen auch auf den Blutdruck eine senkende Wirkung haben.

Neben den einfach ungesättigten Fettsäuren, kann eine zweite Stoffgruppe im Olivenöl gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten.

Dabei handelt es sich um bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, den sogenannten phenolischen Verbindungen. Diese Polyphenole sind Stoffe, die unter anderem die Widerstandkraft von Pflanzen erhöhen.

In der menschlichen Ernährung machen sie vor allem durch ihre antioxidativen Eigenschaften von sich Reden. Das heißt, wenn Polyphenole mit stark reaktionsfreudigen Molekülen zusammenkommen, fangen sie das freie Radikal - das ist das Elektron einer Sauerstoffverbindung, welches für die hohe Reaktionsbereitschaft verantwortlich ist - und entschärfen damit das oxidative Molekül.

Andernfalls können solche freien Radikale Schädigungen in den Gefäßen verursachen oder wichtige Körper-Proteine sowie Erbgut-Träger angreifen.

Deswegen wird phenolischen Verbindungen nachgesagt, dass sie unter anderem das Risiko für Gefäßerkrankungen sowie für Krebs senken können. Dabei handelt es sich gegenwärtig allerdings nur um eine Wahrscheinlichkeit, da der letzte Beweis für diesen Zusammenhang noch aussteht.

Übrigens sind es auch die antioxidativen Eigenschaften des Olivenöls, weswegen es gerne auch in Hautpflegemitteln eingesetzt wird.

Darauf ist beim Kauf eines hochwertigen Olivenöls zu achten

Nun hat aber nicht jedes Olivenöl in gleichem Maße gesundheitsfördernde Eigenschaften. Es gibt hier nämlich gewaltige Qualitätsunterschiede.

Zunächst einmal muss zwischen nativem und raffiniertem Olivenöl unterschieden werden. Letzteres wird aus einem Gemisch von nativem und eigentlich unbrauchbarem Olivenöl oder Lampantöl gewonnen.

Durch das Raffinieren wird es wieder genießbar, kann aber weder ein Aroma noch phenolische Verbindungen aufweisen.

Unter den nativen Olivenölen sollten in jedem Falle extra native gewählt werden. Bei ihnen muss der Gehalt an freien Fettsäuren unter 0,8 Prozent, idealer Weise bei 0,3 Prozent oder weniger liegen.

Dieser Wert ist allerdings nicht der einzige, auf den es ankommt. Leider ist es auch so, dass sich immer wieder Olivenöle, die als extra nativ angepriesen werden, in Tests als minderwertig herausstellen.

Die größtmögliche Sicherheit, dass es sich wirklich um ein hochwertiges, gesundes Olivenöl handelt, gewährleistet eine weitere Angabe auf dem Etikett. Einige Hersteller nennen hier nämlich auch den Gehalt an Polyphenolen.

Liegt er bei 250 Milligramm je Kilogramm oder darüber, kann, wenn der Geschmack überzeugt, zugegriffen werden. Bei der Verkostung von frischem Olivenöl zeigen deutlich scharfe sowie bittere Akzente, dass ein wirklich hoher Anteil an phenolischen Verbindungen vorliegt.

Reift ein solches Olivenöl, entwickelt sich der Geschmack in den darauf folgenden Monaten hin zu nussigen oder auch fruchtigen Aromen.

Weitere Verfahren der Naturheilkunde sowie wirksame Naturheilmittel und Hausmittel finden Sie auf unserer Themenseite.

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