16.03.2016

Hilft bei Erkältung, Nervosität und Kopfweh Gesundwunder Zitrone

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Da lohnt sich der Vorrat: Zitronen lindern viele Alltagsbeschwerden

Foto: ©iStock / anandaBG

Da lohnt sich der Vorrat: Zitronen lindern viele Alltagsbeschwerden

Die saure Frucht kann so viel, dass selbst Mediziner immer wieder ins Staunen kommen. Sie schützt sogar vor gefährlichen Keimen, bei denen Antibiotika versagen. Ihre Heil-Geheimnisse und die 15 besten Rezepte zum Selbermachen.

Gerade mal einen Euro kostet eine Bio-Zitrone im Supermarkt. "Dabei ist die ganze Frucht ein magisches Nahrungsmittel, das nicht nur Speisen genussvoller macht, sondern unsere Gesundheit enorm aufpeppt", so die Internistin und Ernährungsmedizinerin Dr. Anne Fleck, Ärztliche Direktorin am Hamburger LANSmedicum Zentrum für Sport-und Regenerationsmedizin.

Die Liste ihrer Gesund-Geheimnisse ist lang: Zitronen stärken das Immunsystem, wirken antidepressiv und verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Als basisches Lebensmittel fördern sie überdies einen optimalen Säure- Basen-Haushalt im Körper. Dr. Fleck: "Die Zitrone bekämpft Übersäuerungs- Symptome wie Antriebsschwäche, rasches Ermüden, Appetitlosigkeit, Muskel-und Gelenkbeschwerden sowie Probleme mit der Haut. Zudem hilft sie effektiv gegen Stress und Nervosität."

Zitronensaft senkt das Norovirus-Risiko

Doch die knallgelbe Superfrucht kann noch mehr: Schon einfache Zitronensäure im frisch gepressten Saft schützt die Zellen vor einer Infektion mit Noroviren, den gefürchteten Durchfallerregern. Selbst wer sich schon infiziert hat, profitiert: Der Inhaltsstoff Citrat- Molekül dockt sich nämlich gezielt an das Virus an, unterbindet so seine Verbreitung.

Dieser neue Behandlungsansatz macht der Schulmedizin Hoffnung, denn bei Norovirus-Infekten ist sie mit ihrem Latein schnell am Ende: "Als Patient können Sie nichts anderes tun, als es zu ertragen", bestätigt Grant Hansman, Virologe am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ). Auch frisch geriebene Zitronenschale enthält Heilstoffe.

Präventiv-Medizinerin Dr. Fleck: "Sie besitzt antimikrobielle und keimtötende Eigenschaften. Sie enthält bis zu 10-mal mehr Vitamine als der Saft, bindet freie Radikale und hemmt vermutlich sogar Krebszellen." Eine Fallstudie des Epidemiologen Dr. Roberto Foschi vom Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri in Mailand bestätigt: Das Trinken von viermal wöchentlich 150 ml Zitronensaft senkt das Risiko für viele Krebsformen.

Zitrusfrüchte haben einen hohen Antikrebs-Faktor

So tritt etwa Kehlkopfkrebs um 58 Prozent seltener auf, Geschwulste im Mund-und Rachenraum um 53 Prozent, Magenkrebs um 31 Prozent und Dickdarmkrebs um 18 Prozent. Noch eine gute Nachricht: Wie alle Zitrusfrüchte enthalten Zitronen Pektine, die im Magen-Darm-Trakt aufquellen, für Sättigungsgefühl sorgen und den Appetit zügeln.

>> Die 15 besten Zitronen-Rezepte für die Hausapotheke

Tipp von Dr. Anne Fleck: "Einfach eine gut abgewaschene Bio-Zitrone ins Gefrierfach legen. Die gefrorene Frucht dann mit Schale über Speisen wie Salate, Reis oder Suppen reiben. Oder ein paar Raspeln ins Mineralwasser geben."

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