28.03.2016

Natur statt Chemie Gingko-Extrakt bei Demenz und Alzheimer

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Foto: © iStock/caoyu36

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat Gingko-Extrakten eine positive Wirkung auf das Gehirn bescheinigt. Ginkgo könne die geistigen Fähigkeiten der Patienten nachweislich verbessern.

Für Betroffene und Angehörige ist die Diagnose ein Schock: Alzheimer. Schnell entstehen im Kopf traurige und angstmachende Bilder von Verwirrung und Orientierungslosigkeit, ebenso bei der Diagnose Demenz. Doch früh erkannt und behandelt, kann der Verlauf der Erkrankungen heute medikamentös verzögert und stabilisiert werden.

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Gingko-Extrakt in hoher Dosierung fördert geistige Fähigkeiten

Unterstützend wirkt dabei auch ein natürlicher Ginkgo-biloba-Extrakt (z. B. Tebonin, Apotheke), so eine Auswertung von neun Studien mit knapp 3000 Patienten. Bei leichter bis mittlerer Demenz verbesserte sich bei regelmäßiger Einnahme einer hohen Dosierung die geistigen Fähigkeiten, die Bewältigung des Alltags und der Gesamteindruck der Probanden. Daher nehmen nun auch immer mehr Fachgesellschaften das Naturprodukt in ihre Behandlungsrichtlinien auf.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht auszuschließen, so wird vermutet, dass Gingko die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärkt, wozu zum Beispiel Acetylsalicylsäure und Warfarin gehören. Daher ist es wichtig dem behandelnden Arzt mitzuteilen, ob noch andere Medikamente eingenommen werden, bevor mit einer Gingko-Therapie begonnen wird.

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