30.10.2018

Gesundheit & Fitness Die 10 Top-Tipps: Leichter durch die Wechseljahre

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Wechseljahre-Symptome

Das müssen Sie beachten bei Wechseljahre Symptomen
Mi, 18.07.2018, 12.24 Uhr

Wechseljahre-Symptome

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Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen – die Zeit der Wechseljahre bringt unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Gewusst wie, lässt sich aber auch diese Phase im Leben einer jeden Frau gut überstehen.

Die erste große Hormonumstellung erlebt eine Frau in der Pubertät: ihr Zyklus beginnt. Es folgen Jahrzehnte der Fruchtbarkeit mit einem – mal mehr, mal weniger – regelmäßigen Zyklus. Um die 50 stellt sich das zweite große Hormon-Pingpong im Leben einer Frau ein: die Hormonproduktion lässt nach, es beginnen die Wechseljahre. Wie Sie leichter durch die Wechseljahre kommen, verraten wir Ihnen hier.

Leichter durch die Wechseljahre: Mythos oder echte Hilfe?

Auf jede Frau wirkt sich diese tiefgreifende Hormonumstellung anders aus. Der Klassiker unter den Beschwerden sind Hitzewallungen. Auch Schlafstörungen, Nervosität und Schweißausbrüche gehören zu den typischen Symptomen der Wechseljahre. Beschwerden wie Erschöpfung, Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen oder Blasenschwäche und Harnwegsinfektionen können ebenfalls auftreten. Während die eine Frau stark unter den Begleiterscheinungen ihrer Hormonumstellung leidet, spürt die andere nur wenig oder sogar gar nichts.

Grundsätzlich können Sie mit einer gesunden Lebensweise, die Entspannung, viel Bewegung und ausgewogene Ernährung beinhaltet, Ihr Wohlbefinden steigern und sogar Wechseljahrsbeschwerden vorbeugen. Aber auch praktische Tipps können helfen, den Alltag so angenehm wie möglich zu machen.

So kommen Sie leichter durch die Wechseljahre:

1. Stress abbauen

Lernen Sie, sich bewusst zu entspannen. Autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannungstraining nach Jacobson, aber auch Atemtherapie und Meditation – die Auswahl an Entspannungs-Methoden ist vielfältig. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Bezuschussung entsprechender Kurse. Viele Wechseljahrsbeschwerden wie depressive Verstimmungen, Nervosität und Unruhzustände lassen sich durch den gezielten Stressabbau deutlich lindern.

2. Genügend schlafen

Planen Sie ausreichend lange Schlafenszeiten ein. Um gut einschlafen zu können, essen Sie am frühen Abend leicht und sorgen Sie für eine bequeme Matratze. Legen Sie ein feuchtes Tuch und ein Nachthemd zum Wechseln griffbereit, falls Sie nachts verschwitzt aufwachen. Gegen Schlafstörungen sind einige Kräuter gewachsen. Pflanzliche Mittel aus Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume helfen Ihnen auf sanfte Weise, zur Ruhe zu kommen. Gegen Nervosität und leichte depressive Verstimmungen kann Johanniskraut helfen. Vor der Einnahme pflanzlicher Mittel, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

3. Kleidung

Machen Sie es wie die Zwiebel. Kleiden Sie sich in mehreren (dünnen) Lagen. So können Sie Ihre Kleidung jederzeit der Körpertemperatur anpassen. Außerdem sollte Ihre Kleidung aus Naturmaterialien oder atmungsaktiven Stoffen bestehen, unter Kunstfaser staut sich die Hitze und Sie schwitzen gleich noch mehr.

4. Sport

Bleiben oder werden Sie sportlich aktiv, das macht es Ihnen einfacher, leichter durch die Wechseljahre zu kommen. Schwimmen, Radfahren, Walking – regelmäßiges, kontrolliertes Schwitzen verringert Hitzewallungen und beugt Osteoporose vor. Saunagänge helfen dem Körper zu lernen, besser mit Temperaturschwankungen umzugehen. Sorgen Sie für so viel Bewegung wie möglich in Ihrem Alltag. Gehen Sie häufiger zu Fuß oder nehmen Sie Fahrrad statt Auto. Ziehen Sie Treppen Fahrstühlen vor. Oder versuchen Sie es einmal mit gelenkschonender Wassergymnastik, die auch für gute Balance sorgt. All das hilft auch Ihrem Herz-Kreislauf-System dabei, fit zu bleiben. Ihre Gefäße bleiben so elastisch und die Gefahr für Herzinfarkt & Co. sinkt.

Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft wirken sich positiv aufs seelische und körperliche Wohlbefinden aus. Gleichzeitig versorgt das Tageslicht den Körper mit Vitamin D – wiederum ein vorbeugender Faktor gegen Osteoporose! Übrigens: Gegen eine schwache Blase hilft Beckenbodentraining.

5. Ernährung

Essen Sie ausgewogen. Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt für die richtige Ernährung in den Wechseljahren: Obst, Gemüse, Fisch, fettarme Milchprodukte, fettarmes Fleisch, Rapsöl, Trink- und Mineralwasser. Limonaden oder Süßigkeiten sollten laut DGE nur in Maßen verzehrt werden. Leiden Sie unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, so verzichten Sie auf scharfes Essen. Außerdem gehören jetzt ausreichend calciumreiche Lebensmittel auf den Speiseplan, um gegen Osteoporose anzugehen.

6. Trinken

Besonders jetzt während der Wechseljahre sollten Sie darauf achten, ausreichend viel zu trinken. Das bedeutet: täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit wie Mineralwasser, Früchtetee oder Saftschorle. Trinken hilft nicht nur dem allgemeinen Stoffwechsel, sondern wirkt auch einem Austrocknen der Haut entgegen!

7. Haarausfall

Haarausfall ist eine enorme Belastung für Frauen, besonders wenn Sie zeitgleich auch noch mit anderen Symptomen zu kämpfen haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Problem. Rechtzeitig behandelt, gibt es Mittel, den Hormon-bedingten Haarausfall zu stoppen.

8. Gewicht

In den Wechseljahren kann es leicht zu einer Gewichtszunahme kommen. Vermeiden Sie Übergewicht – durch Bewegung und ausgewogene Ernährung. Wenn es Ihnen bisher noch nicht so recht gelungen ist: Versuchen Sie jetzt mit Beginn der Wechseljahre unbedingt, Ihr Normalgewicht zu erreichen. Und achten Sie darauf, es zu halten. Denn das Abnehmen wird mit den Jahren immer schwieriger.

9. "Genussmittel" reduzieren

Was gesundheitlich betrachtet nicht nur für die Zeit der Wechseljahre gilt, sollten Sie besonders in dieser Phase Ihres Lebens beherzigen. Stellen Sie das Rauchen und den Genuss von Alkohol ein oder beschränken Sie den Genuss zumindest auf besondere Gelegenheiten. Das Tässchen Kaffee und das Gläschen Wein können in den Wechseljahren Schweißausbrüche und Hitzewallungen verursachen, da sie den Kreislauf anregen.

10. Wechseljahrsbeschwerden pflanzlich lindern

Der Mönchspfeffer (Agnus castus) und die Trauben-Silberkerze (Cimicifuga racemosa). enthalten "pflanzliche Hormone", so genannte Phytohormone. Durch ihre Ähnlichkeit mit menschlichen Hormonen können sie regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen. Wichtig: Über eine Einnahme dieser Mittel entscheidet grundsätzlich Ihr Arzt! Denn einfach so eingenommen, können Hormone auch einiges durcheinanderbringen und damit die Wechseljahrsbeschwerden nur noch mehr verstärken oder Sie anderweitig belasten.

Vergessen Sie nicht: Jeder Mensch, jeder Körper ist anders und reagiert individuell auf äußere Einflüsse. Daher lassen Sie sich ruhig von Ihrem Arzt begleiten, um leichter durch die Wechseljahre zu kommen.

Die Wechseljahrs-Symptome sind vielseitig – so zum Glück aber auch die Mittel und Wege, mit denen Sie diesen entgegentreten können. Endlich leichter durch die Wechseljahre – mit diesen Tipps sollte es klappen. Insgesamt wird Ihnen einiges davon aber sicherlich sowieso guttun, denn Ihr Körper bleibt in Form, und gesunde Ernährung fördert das Wohlbefinden. Auch sexuelle Zuneigung kann Sie durch diese Zeit begleiten. Aufgrund der Hormonumstellung leidet zwar so manches Mal die Libido, aber Luststeigerung in den Wechseljahren ist möglich!

Übrigens: Wussten Sie, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen können?

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