17.12.2009

2. Lebensaufgabe Ruhestand? Kommt nicht in Frage!

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Foto: Ältere Menschen auf dem Feld bei der Arbeit - in Okinawa ganz normal. Eva Huber

Die Insel der Glückseligkeit liegt auf dem japanischen Archipel Okinawa. Hier leben fünfmal so viele Hundertjährige wie in Deutschland. Und es kommt noch besser: diese Superalten sind kerngesund! Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden sind auf Okinawa Fremdwörter. Wie Sie wie die Okinawer glücklich und gesund 100 Jahre alt werden, erfahren Sie hier.

Auf diesen fünf Grundsätzen beruht das Geheimnis eines langen und glücklichen Lebens, so wie es die Okinawer führen:

  • Ernährung
  • Lebensaufgabe
  • Bewegung
  • Gemeinschaft
  • Spiritualität

1. Ernährung

Lebenslanges Idealgewicht

Hara hachibu ("Füll Dir den Magen nur zu acht (von zehn) Teilen")
Es ist wissenschaftlich erwiesen: eine leichte Unterversorgung mit Kalorien hält die Regeneration des Körpers auf Trab. So halten es auch die Okinawer. Sie essen niemals bis sie nicht mehr können, sondern halten immer ein kleines Plätzchen im Magen frei. Der Sättigungsgrad stellt sich erst nach 20 Minuten ein.


Die Kaloriendichte
Ganz wichtig für eine schlanke Linie bis ins hohe Alter: das Richtige essen und trinken. Die Okinawer unterscheiden schweres und leichtes Essen. Je mehr Kalorien pro Gramm, desto schwerer ist ein Nahrungsmittel. Leichtgewichte sind fast alle Obst- und Gemüsesorten, Tofu und Gemüse- und Hühnerbrühe. Davon kann man essen, so viel man möchte. Schwere Lebensmittel sind Nüsse, Kuchen und Fett (Käse, Öle, usw.). Diese sollten sparsam genossen werden, Verbote gibt es aber nicht in der Okinawa-Küche.

9 goldene Regeln

  • 1. Das richtige Eiweiß: Der Körper benötigt Eiweiß für den Muskelaufbau. Durch den Überkonsum an Fleisch ist der Eiweißkonsum in der westlichen Gesellschaft eher zu hoch. Die Folge: hoher Blutdruck, Arterienverkalkung, usw.. Tofu und Fisch sind gesunde Eiweißlieferanten und wichtige Bestandteile der japanischen Küche. Hülsenfrüchte, fettarme Milchprodukte und Nüsse sind ebenfalls reich an Eiweiß. Als Faustregel gilt: pro Kilogramm Körpergewicht braucht ein Erwachsener ca. 0,8 Gramm Eiweiß.
  • 2. Die richtigen Kohlenhydrate: Kohlenhydrate liefern Energie. Gesunde, sogenannte komplexe Kohlenhydrate sind in Vollkornprodukten oder Süßkartoffeln enthalten. Einfache Kohlenhydrate, wie sie z.B. in Zucker enthalten sind, heben den Insulinspiegel zwar sehr schnell. Der Effekt: der Körper gewöhnt sich an den schnellen "Kick" und fordert auf lange Sicht immer mehr Insulin, was im schlimmsten Fall zu Diabetes führen kann.
  • 3. Die richtigen Fette: Gesättigte Fette stammen aus tierischen Produkten (Milch, Schmalz, Fleisch) und können den Cholesterinspiegel erhöhen. Ungesättigte Fettsäuren, also pflanzliche Öle hingegen können den Cholesterinspiegel senken und sind gut für die Gefäße. Grundsätzlich gilt: der Organismus braucht 10 Gramm Fett am Tag. Besonders wichtig, da gefäßschützend: Omega-3-Fettsäuren (sind z.B. in Fisch enthalten).

  • 4. Viel Gemüse, Obst und Soja: Pflanzliche Nährstoffe wirken antioxidativ, das heißt sie fangen freie Radikale, die für die Zellalterung verantwortlich sind. Heißt im Klartext: mehr Tofu, Soja, Früchte und Gemüse - weniger Falten, strafferes Bindegewebe und gesunde Organe.
  • 5. Viele Ballaststoffe:Süßkartoffeln, Konjak-Knollen, Soja - das sind traditionelle Bestandteile der Okinawa-Küche. Und diese enthalten kaum Kalorien, machen schnell satt und regen die Verdauung an. Ballaststoffreich sind zum Beispiel auch Bohnen, Sellerie, Kohl, Rettich und Fenchel.
  • 6. Gesund würzen: Salz gibt dem Essen den letzten Pfiff, doch mehr Salz im Blut erhöht das Blutvolumen und der Druck auf die Gefäße steigt. Würzige Alternativen: Chilis, Pfeffer, Kräuter und Pilze.
  • 7. Fast Food und Fertiggerichte meiden: Zu viel Fett, Zucker und Salz machen Fast Food ungesund. Die Devise der Okinawer: je frischer, desto gesünder!
  • 8. Ausreichend trinken: Ob Wasser, Fruchtsaftschorlen oder Jasmin- und Kräutertees - Trinken lässt Pfunde schmelzen.
  • 9. Genießen: Das Wichtigste am Essen ist, dass es schmeckt. Auf Okinawa genießt man langsam und in vollen Zügen.

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