20.10.2010

Tagestipp Alternativ heilen Hydrotherapie

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Die Hydrotherapie bezeichnet alle therapeutischen Formen der Heilbehandlung durch Wasseranwendungen. Dabei bringen die Temperaturunterschiede zwischen Körper und Wasser die heilsamen Effekte.

Dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend wird das Wasser bei der Hydrotherapie kalt, warm, wechselwarm, heiß oder dampfförmig eingesetzt. Hydrotherapien lindern Gelenk- und Muskelbeschwerden, stärken den Kreislauf und das Immunsystem. Durch die unterschiedlichen Temperaturen des Wassers wird der Organismus Reizen ausgesetzt, die entspannungs- oder durchblutungsfördernd wirken. Eine verbesserte Abwehr, leichtere Krankheitsverläufe und eine niedrigere Infektionsrate sind die Folge.


Hydrotherapeutische Verfahren sind vor allem bei der Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen anerkannt und gängig. In der Naturheilkunde wird die Hydrotherapie etwa zusammen mit vollwertiger Ernährung und Entspannung kombiniert, um den ganzen Organismus zu behandeln und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.


Formen der Hydrotherapie

Zu Hause kann jeder hydrotherapeutische Maßnahmen bei sich selbst anwenden. Eine fachliche Anleitung wird jedoch empfohlen. Eine warme Dusche wirkt entspannend, kaltes Abduschen der Beine und Arme durchblutungsfördernd und belebend. Je nach Stärke des Strahls massiert das Wasser auch Muskeln und Gewebe.

  • Wassertreten: Die Betroffenen stapfen durch ein Becken mit etwa kniehohem, kaltem Wasser.
  • Kneippsche Güsse oder Flachgüsse: Mit geringem Druck zielt der Wasserstrahl auf Arme, Beine, Rücken, Gesicht oder den ganzen Körper der stehenden Person. Beginnen sollte man möglichst mit den Füßen und den Streckseiten der Arme, ehe man mit dem Strahl langsam in Richtung Körpermitte oder Kopf zielt.
  • Abreibungen: Man legt ein feuchtes Tuch auf die betreffende Körperstelle und reibt sie mit der Hand ab, um lokal die Durchblutung anzuregen.
  • Bewegungsbäder: Bei Wirbelsäulenerkrankungen oder Frakturen werden im Wasser gymnastische Übungen, manchmal in Kombination mit Unterwassermassagen, durchgeführt.
  • Bäder: Es gibt sog. Teilbäder, bei denen nur die Arme und Beine kaltem und/oder heißem Wasser ausgesetzt werden. Bei Bürstenbädern wird man mit Bürsten massiert.
  • Dämpfe: Heißer Wasserdampf wird eventuell mit Kräutern versetzt und z.B. in Saunen und türkischen Dampfbädern eingesetzt.

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