23.01.2011 - 00:00

Tagestipp Alternativ heilen Ozontherapie

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Man vermutet, dass bei der Ozontherapie die Gleitfähigkeit der roten Blutkörperchen durch die Oxidation verbessert wird und sie den Sauerstoff weniger stark binden. Dadurch soll der Sauerstoff leichter vom Gewebe aufgenommen werden können. Außerdem soll Ozon direkt auf die Nervenbahnen wirken und die Neubildung von Gefäßen anregen.

Ozon (O3) ist ein dreiwertiger Sauerstoff, der eine toxische Wirkung auf die Lungen hat und daher nicht mit den Atemwegen in Berührung kommen darf. In bestimmten Konzentrationen kann Ozon jedoch entzündungshemmend sowie durchblutungs- und stoffwechselfördernd wirken. Bisher existieren keine wissenschaftlichen Studien zur positiven Wirkung der Ozontherapie.

Durchführung

Bei der Ozontherapie wird ein Sauerstoff-Ozon-Gemisch verabreicht. Dieses kann in verschiedenen Formen innerlich oder äußerlich angewendet werden. Es gibt verschiedene Methoden der Ozontherapie, die bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden können.

Die Ozontherapie kann einmal wöchentlich bis zu zweimal täglich durchgeführt werden und bis zu 30 Mal wiederholt werden. Das Sauerstoff-Ozon-Gemisch kann dem Körper über unterschiedliche Wege zugeführt werden: Über eine Gasinjektion, mit einer so genannten Beutelbehandlung, mithilfe einer Spülung oder auch als Eigenblutbehandlung.

Anwendungsgebiete

Die Ozontherapie wird überwiegend bei Durchblutungsstörungen und Virusinfektionen wie Hepatitis und Herpes eingesetzt. Die örtliche Ozonbehandlung wird bei Geschwüren, Abszessen, Wundliegen (Dekubitus) und Knochenentzündungen angeraten. In der Zahnmedizin wird vor allem ozonisiertes Wasser bei Infektionen der Mundhöhle verwendet.

>> Dekubitus – je nach Grad die richtige Prophylaxe

Während die große Eigenbluttherapie vorwiegend bei Durchblutungsstörungen, Hörsturz, rheumatischen Erkrankungen und Arthrose angewendet wird, sind die Anwendungsgebiete der kleinen Eigenblutbehandlung Allergien, Asthma und zur unterstützenden Behandlung bei Krebs und Schmerzen.

Die Eigenblutbehandlung sollte nur bei einem Arzt durchgeführt werden, der im Notfall lebensrettende Maßnahmen durchführen kann.

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